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Krimis

Haarmann

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Über das Buch

Der spektakulärste Kriminalfall Deutschlands - psychologisch raffiniert und extrem fesselnd

Wieder einer … Und noch einer … Und schon der nächste … Im Großraum Hannover verschwinden Jungs spurlos. Steckt ein bestialischer Mörder dahinter? Robert Lahnstein, Ermittler im Fall Haarmann, weiß bald selbst nicht mehr, was ihm mehr zu schaffen macht: das Schicksal der Vermissten, das Katz-und-Maus-Spiel mit dem Täter, die dubiosen Machenschaften seiner Kollegen oder die Gesellschaft als Ganzes?

Eindringlich ergründet Kurbjuweit die dunkle Seite der wilden 1920er-Jahre, so wird aus dem pathologischen Einzelfall ein Lehrstück über menschliche Abgründe.

Ungekürzte Lesung mit Shenja Lacher
10h 18min

Editionen (3)

ISBN9783844537628
VerlagDer Hörverlag
Erscheinungsdatum17.02.20

Rezensionen & Bewertungen

36 Bewertungen

10 Rezensionen

3,4

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  • babsy13
    babsy13

    19 Follower

    5,0

    In den 1920ern erschütterte eine Mordserie Hannover, die nie ganz aufgeklärt werden konnte. Bis heute sind die genaue Anzahl der Opfer sowie die Rolle zweier Mitangeklagter nicht erwiesen. Mindestens 24 Jungen und junge Männer wurden von Fritz Haarmann in seine Wohnung gelockt und ermordet, ihre Kleider verkauft und ihr Fleisch – vermutlich – verarbeitet und ebenfalls verkauft. In seinem Roman „Haarmann“ lässt Dirk Kurbjuweit den fiktiven Kriminalisten Lahnstein, erst vor kurzem aus der französischen Kriegsgefangenschaft entlassen und noch unter dem Verlust von Frau und Kind leidend, aus Bochum nach Hannover kommen, um dort das reihenweise Verschwinden der jungen Männer aufzuklären. Dabei stößt Lahnstein auf eine Mauer des Schweigens und Ablehnung von seinen Polizeikollegen; der Verdacht, der Polizei-Informant Haarmann wird geschützt, drängt sich auf. Erst durch einen Zufall gelingt es, den Serienmörder zu fassen. Haarmannn ist nicht nur ein spannender Kriminalroman, er zeigt vor allem das Leben vor 100 Jahren. Der schreckliche erste Weltkrieg ist erst kurz vorbei, viele ehemalige Soldaten sind immer noch traumatisiert, Gewalt ist an der Tagesordnung. Die spanische Grippe hat bereits gewütet, die Wirtschaft liegt am Boden, die Menschen sind arm, verzweifelt, Homosexualität ist ein Verbrechen. Zudem herrscht in der Weimarer Republik politische Unsicherheit, die Nazis stehen kurz vor ihrem Durchbruch. Vor diesem Hintergrund konnte ein Serienkiller wie Haarmann leicht an seine Opfer kommen und die Polizei lange an der Nase herumführen. Abgerundet wird der Roman durch eingestreute Passagen, Erzählungen aus Opfersicht, das Originalgeständnis von Haarmann. Mein Fazit: Kurbjuweit ist ein spannender Roman und gleichzeitig ein beeindruckendes Zeitzeugnis gelungen. Absolut lesenswert.

    1. Feb. 2023

  • pkn
    pkn

    40 Follower

    4,0

    Der fiktive Kommissar Lahnstein fahndet im Hannover der 1920er nach dem -realen- Serienmörder Fritz Haarmann. Dieser ermordete mindestens 24 Jungen/junge Männer, zerstückelte und entsorgte ihre Leichen und verkaufte ihre Kleidung. Dass das so lange unentdeckt bleiben konnte, hat auch mit den Lebensumständen dieser Zeit zu tun. Ein verlorener Krieg, unsichere politische Verhältnisse, die Spanische Grippe und Weltwirtschaftskrise. Da reichte es manchmal nicht einmal, das eigene Leben zu meistern, da schaute man wenig nach rechts und links oder eben bewusst weg. Lahnstein selbst ist psychisch schwer angeschlagen, dazu kommen noch Intrigen der Kollegen. Erzählt wird nüchtern, ohne wörtliche Rede, Dialoge sind vielmehr recht kurze Aussagesätze, dadurch wird das Ganze besonders erschreckend.

    20. Okt. 2024

  • ro_ke
    ro_ke

    483 Follower

    4,0

    Großartig recherchiert & erschreckend dargestellt aber ich hätte mir mehr vom realen Haarmann und weniger vom fiktiven Lahnstein gewünscht!

    26. Jan. 2023

3 von 10 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Dirk Kurbjuweit

Dirk Kurbjuweit, geboren 1962 in Wiesbaden, zählt zu den vielseitigsten und renommiertesten Autoren unserer Gegenwart. Als Zeit- und Spiegel-Reporter einer breiten Leserschaft bekannt, überzeugte er schon früh als Erzähler. Nach dem Debüt »Die Einsamkeit der Krokodile« (1995) wurden besonders die Novelle »Zweier ohne« (2001) und der Roman »Angst« (2013) von der Kritik gefeiert. Zuletzt sorgten der Roman »Haarmann« (2020) und die Erzählung »Der Ausflug« (2022) für breites Presse-Echo. Etliche seiner literarischen Erfolge dienten als Vorlage für Verfilmungen, Theaterstücke und Hörspiele.

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