Im bretonischen Finistère, am „Ende der Welt“, gibt es eine ganz besondere Bibliothek: Sie beherbergt von Verlagen abgelehnte Manuskripte. Eines Tages entdeckt dort eine junge Pariser Lektorin ein Meisterwerk, dessen Autor der frühere Pizzabäcker des Ortes ist. Seine Witwe beteuert, er habe Zeit seines Lebens kein einziges Buch gelesen und nie etwas anderes zu Papier gebracht als Einkaufslisten. Ob er ein geheimes Zweitleben führte? Von dieser mysteriösen Entstehungsgeschichte beflügelt, wird der Roman ein Riesenerfolg und ändert das Leben vieler Menschen, darunter das seiner Entdeckerin. Paare trennen sich, neue Liebende finden sich, und so manche Gewissheit wird auf den Kopf gestellt.
Leider eine ziemlich fade Geschichte mit dem Spannungsbogen einer Einschlafgeschichte.
Die Idee klingt so wunderbar & ist aber eher mäßig gut umgesetzt :/
8. Sept. 2024
2,0
Leider eine ziemlich fade Geschichte mit dem Spannungsbogen einer Einschlafgeschichte.
Die Idee klingt so wunderbar & ist aber eher mäßig gut umgesetzt :/
Kann ein jemand einen Bestseller-Roman schreiben, wenn er sich zeitlebens nicht für Literatur interessiert und scheinbar nur ein einziges Buch besessen hat? Eins, von dem nicht einmal seine Familie wusste, dass es existiert? Kann so ein Mensch ein Zweitleben als Künstler, in diesem Fall als Autor, führen? Die Pariser Lektorin Delphine ist überzeugt davon, ein Journalist zweifelt an dieser Geschichte und ist erpicht darauf, das Geheimnis des Buches und des Autors aufzudecken. Wer wird am Ende recht haben?
Ich habe dieses Buch als leicht und locker empfunden. Es versprüht französisches Lebensgefühl. Oftmals witzig und sehr kreativ fügen sich die beiden Haupt-Handlungsstränge ineinander, erwecken Leselust, belächeln aber auch die Buchbranche, ihre Hypes und das ganze Drumherum und tasten sich bis zur Wahrheit vor. Hierzu gehören auch einzelne Schicksale vieler Figuren. Sei es das des vermeintlichen Autors Henri, seiner Frau oder auch seiner Tochter. Aber auch die Wünsche und das Leben der Lektorin Delphine, ihres Lebensgefährten Frederic, ein Schriftsteller, dem bisher der Durchbruch verwehrt geblieben ist, werden intensiv geschildert. Und nicht zu vergessen, das traurige Leben des Begründers der -Bibliothek der abgelehnten Manuskripte-, Jean-Pierre, der mir im Laufe der Geschichte irgendwie ans Herz gewachsen war. Dann wäre da noch Magali, die mit ihrem Leben und ihrer Ehe nicht mehr zufrieden ist und natürlich noch der Journalist, der mit seiner Enthüllung eine zweite und neue Chance als Journalist bekommen möchte, da seine Karriere aufs Abstellgleis gelangt ist.
Ja, viele Figuren, die oben erwähnten und noch viele mehr bilden das Leben dieses Romans, in dem es um einen bestimmten geht, aber auch um noch viele, viele weitere! Hätte ich das gewusst, hätte ich mir während des Hörens einen Stift und Papier beiseite gelegt, um all die Titel festzuhalten, die Foenkinos in seinem Buch erwähnt und verarbeitet.
Der Autor erschafft mit seiner Erzählkunst ein spannendes Klima, das er mit viel Leben spickt. Am Ende rundet nicht nur die Antwort zum unerwarteten Geheimnis des Buches und des Autors alles ab, nein, auch die Figuren durften einen eigenen und sie nach vorne bringenden Weg bestreiten. Alles fügt sich und ist zum Schluss doch ziemlich realitätsnah, da auch hier der eine oder andere erkennen muss, dass man im Leben selten alles haben kann. Eine wichtige Entscheidung muss getroffen werden, eine Wahl zwischen Liebe, Anerkennung, Ansehen und Geld. Was ist am Ende das, wofür es sich zu leben lohnt?
Das Buch als Hörbuch ist sehr empfehlenswert. Das Timbre des Sprechers Axel Milberg passt wie die Faust aufs Auge zu diesem französischen Roman. Er schafft es genau die Stimmung des Romans widerzugeben, die ich beim Hören erwartet habe.
Fazit:
Ein tolles Buch über Bücher, das Bücher und Geschichten zelebriert und sich ironisch und süffisant über die Veröffentlichung von Büchern, das Verlagswesen und die Leserschaft äußert. Ein Buch, in dem sich die Spannung langsam steigert und der Geschichte damit Leben einhaucht. Wir folgen einem Buch, von seiner Entstehung bis zur Aufdeckung seines Geheimnisses.
28. Okt. 2022
5,0
Kann ein jemand einen Bestseller-Roman schreiben, wenn er sich zeitlebens nicht für Literatur interessiert und scheinbar nur ein einziges Buch besessen hat? Eins, von dem nicht einmal seine Familie wusste, dass es existiert? Kann so ein Mensch ein Zweitleben als Künstler, in diesem Fall als Autor, führen? Die Pariser Lektorin Delphine ist überzeugt davon, ein Journalist zweifelt an dieser Geschichte und ist erpicht darauf, das Geheimnis des Buches und des Autors aufzudecken. Wer wird am Ende recht haben?
Ich habe dieses Buch als leicht und locker empfunden. Es versprüht französisches Lebensgefühl. Oftmals witzig und sehr kreativ fügen sich die beiden Haupt-Handlungsstränge ineinander, erwecken Leselust, belächeln aber auch die Buchbranche, ihre Hypes und das ganze Drumherum und tasten sich bis zur Wahrheit vor. Hierzu gehören auch einzelne Schicksale vieler Figuren. Sei es das des vermeintlichen Autors Henri, seiner Frau oder auch seiner Tochter. Aber auch die Wünsche und das Leben der Lektorin Delphine, ihres Lebensgefährten Frederic, ein Schriftsteller, dem bisher der Durchbruch verwehrt geblieben ist, werden intensiv geschildert. Und nicht zu vergessen, das traurige Leben des Begründers der -Bibliothek der abgelehnten Manuskripte-, Jean-Pierre, der mir im Laufe der Geschichte irgendwie ans Herz gewachsen war. Dann wäre da noch Magali, die mit ihrem Leben und ihrer Ehe nicht mehr zufrieden ist und natürlich noch der Journalist, der mit seiner Enthüllung eine zweite und neue Chance als Journalist bekommen möchte, da seine Karriere aufs Abstellgleis gelangt ist.
Ja, viele Figuren, die oben erwähnten und noch viele mehr bilden das Leben dieses Romans, in dem es um einen bestimmten geht, aber auch um noch viele, viele weitere! Hätte ich das gewusst, hätte ich mir während des Hörens einen Stift und Papier beiseite gelegt, um all die Titel festzuhalten, die Foenkinos in seinem Buch erwähnt und verarbeitet.
Der Autor erschafft mit seiner Erzählkunst ein spannendes Klima, das er mit viel Leben spickt. Am Ende rundet nicht nur die Antwort zum unerwarteten Geheimnis des Buches und des Autors alles ab, nein, auch die Figuren durften einen eigenen und sie nach vorne bringenden Weg bestreiten. Alles fügt sich und ist zum Schluss doch ziemlich realitätsnah, da auch hier der eine oder andere erkennen muss, dass man im Leben selten alles haben kann. Eine wichtige Entscheidung muss getroffen werden, eine Wahl zwischen Liebe, Anerkennung, Ansehen und Geld. Was ist am Ende das, wofür es sich zu leben lohnt?
Das Buch als Hörbuch ist sehr empfehlenswert. Das Timbre des Sprechers Axel Milberg passt wie die Faust aufs Auge zu diesem französischen Roman. Er schafft es genau die Stimmung des Romans widerzugeben, die ich beim Hören erwartet habe.
Fazit:
Ein tolles Buch über Bücher, das Bücher und Geschichten zelebriert und sich ironisch und süffisant über die Veröffentlichung von Büchern, das Verlagswesen und die Leserschaft äußert. Ein Buch, in dem sich die Spannung langsam steigert und der Geschichte damit Leben einhaucht. Wir folgen einem Buch, von seiner Entstehung bis zur Aufdeckung seines Geheimnisses.
Sehr interessantes Buch mit vielen Wendungen ..😀👍🏻📚💆🏻♀️Wer Frankreich mag wird lieben ..👩🏻🎨
22. Juni 2024
4,5
Sehr interessantes Buch mit vielen Wendungen ..😀👍🏻📚💆🏻♀️Wer Frankreich mag wird lieben ..👩🏻🎨
22. Juni 2024
3 von 10 Rezensionen
Autorin / Autor
Über David Foenkinos
David Foenkinos, 1974 geboren, lebt als Schriftsteller und Drehbuchautor in Paris. Seit 2002 veröffentlicht er Romane, darunter den Millionenbestseller »Nathalie küsst«, der auch als Film mit Audrey Tautou das Publikum begeisterte. Seine Bücher werden in rund vierzig Sprachen übersetzt. »Das geheime Leben des Monsieur Pick« stand in Frankreich wochenlang auf der Bestsellerliste und kommt 2019 in die Kinos.