Blick ins Buch

Romane

Nichts als Gespenster

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Über das Buch

Sie sind Freundinnen seit Kindertagen. Sie sind auf der Suche nach Liebe. Sie verlieben sich in den selben Mann. Judith Hermann erzählt von Situationen und Begegnungen, die scheinbar einen Wendepunkt darstellen, jedoch nur eine kurze Flucht aus dem Alltag sind.
Judith Hermann hat drei Erzählungen ausgewählt, die einen unwiderstehlichen Sog und unergründlichen Bann entwickeln. Sie liest sie hier mit der ihr eigenen Melancholie.


(Laufzeit: ca. 3h 10)

Editionen (7)

ISBN9783844516289
VerlagDer Hörverlag
Erscheinungsdatum24.03.14

Rezensionen & Bewertungen

33 Bewertungen

2 Rezensionen

3,9

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  • 3,0

    Eine Sammlung von Kurzgeschichten, die alle die gleichen Motive eint. Unter anderem: Komplizierte Beziehungen, Fremdheit, weibliche Perspektive, Abhängigkeit und Distanz. Konnte mich, trotz literaturwissenschaftlicher Brisanz ihrer Themen und ihres Stils, nur bedingt abholen.

    Interessant an Hermanns Schreibstil ist, dass sie es den Lesenden überlässt, die Geschichten aktiv auszudeuten und zu bewerten. Sie ist wertfrei, fast passiv im Schreiben und ihre Charaktere sind es ebenso. Die Geschichten beginnen und enden mittendrin und nirgendwo. Literaturwissenschaftlich auch sehr interessant, wenn es um weibliches Ressentiment und Frauenbilder geht. Durchaus kontrovers diskutabel. Vor allem angesichts der Verlorenheit und Abhängigkeit ihrer Frauenfiguren.

    16. Jan. 2024

  • rikeliestheute
    rikeliestheute

    4 Follower

    4,0

    Hermann Style halt

    Zuerst las ich »Daheim« von ihr und nun »Nichts als Gespenster«. »Daheim« fand ich sehr absurd, aber mir gehen die Charaktere nicht aus dem Kopf, da wollte ich noch ein Buch von Hermann lesen. Und auch hier sind die Charaktere sehr sperrig und eckig und erleben absurde Geschichten mit anderen unmöglichen Charakteren. Es hat teils Spaß gemacht zu lesen, andererseits fand ich es anstrengend, wie sich die Figuren oft ihrem Schicksal einfach hingeben. Und dass sie viel rauchen, haha (passt vermutlich zum vibe). Und die männlichen Figuren… weiß ich ja nicht, was ich von denen zum Teil halten soll… Was ich cool finde, ist, dass die Geschichten sehr unterschiedlich aber auch irgendwie identisch sind, die Figuren reisen viel und sind in der Welt unterwegs. Und eine Geschichte braucht immer etwa 1-1,5 Stunden. Sehr angenehm. Ansonsten möchte ich eine Triggerwarnung geben: In drei Geschichten findet sexuelle Gewalt/Belästigung statt. Das kam schon unvorhersehbar und mich persönlich beschäftigt es, wie normal es wirkt.

    19. Feb. 2026

Autorin / Autor

Über Judith Hermann

Judith Hermann wurde 1970 in Berlin geboren und lebt heute in Berlin und in Friesland. Auf ihr außerordentliches Debüt »Sommerhaus, später« folgten die Erzählungsbände »Nichts als Gespenster«, »Alice«, »Lettipark« sowie die Romane »Aller Liebe Anfang« und »Daheim«. Die Werke wurden mit zahlreichen, auch internationalen Preisen geehrt. Für ihr letztes Buch, »Wir hätten uns alles gesagt«, erhielt sie 2023 den Wilhelm Raabe-Literaturpreis.

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