Blick ins Buch

Romane

Der Turm

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Über das Buch

Resigniert, aber humorvoll kommentiert man in Dresden zwischen 1982 und 1989 den Niedergang des Gesellschaftssystems der DDR. Anne und Richard Hoffmann, sie Krankenschwester, er Chirurg, stehen im Konflikt zwischen Anpassung und Aufbegehren. Christian, ihr ältester Sohn, bekommt die Härte des Systems in der NVA zu spüren. Und Onkel Meno Rohde, mit Zugang zur Nomenklatura, steht zwischen den Welten. In epischer Sprache, in eingehend liebevollen wie dramatischen Szenen entwirft Uwe Tellkamp ein monumentales Panorama der untergehenden DDR, in der Angehörige dreier Generationen auf den Mahlstrom der Revolution von 1989 zutreiben.

(Laufzeit: 9h 42)

Editionen (8)

ISBN9783844500455
VerlagDer Hörverlag
Erscheinungsdatum12.02.09

Rezensionen & Bewertungen

31 Bewertungen

4 Rezensionen

3,3

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  • buecherbaendiger
    buecherbaendiger

    12 Follower

    5,0

    Man liebt es oder man hasst es...

    ...dazwischen gibt es mMn nicht viel. Tellkamp ist ein Erzähler, und was für einer! Wer eine gerade Story mit Anfang, Höhepunkt und Ende erwartet, ist definitiv gut beraten, etwas anderes zu lesen. Die Erzählung mäandert, verästelt sich und dreht Kreise, dass man leicht den Überblick verliert. Aber genau das macht den Reiz aus. Man nimmt das Buch zur Hand, fängt an zu lesen und träumt sich in die Erzählung hinein. Man blättert hin und wieder zurück, um bekannt Vorkommendes nochmal zu vergegenwärtigen. Man schaut durch das eine oder andere Schlüsselloch, wie es in der DDR zuging. Andere mögen Anderes über die Zeit erzählen, Tellkamp erzählt, was er erzählt. Wer ein Buch genießen und "wiederkäuen" möchte, dem sei "Der Turm" wärmstens empfohlen.

    19. Apr. 2023

  • sirreadalot
    sirreadalot

    7 Follower

    5,0

    Was für ein überragendes Buch, locker eines der besten, die ich je gelesen habe. Wie der Autor die Szenen und Figuren zum Leben erweckt, Stimmungen einfängt, die gesellschaftliche Großwetterlage beschreibt, ist einfach überragend. Im Mittelpunkt stehen die Familie Rohde und Hoffmann, die zum bürgerlichen Rest der DDR gehören. Wer verstehen möchte, wie dieses Milieu in der DDR lebte, wie die DDR auch mit ihren (vermeintlichen oder tatsächlichen) Gegner\*innen umging, wird kaum ein besseres Buch finden können, als dieses. Weltliteratur.

    1. Juni 2024

  • readingconny
    readingconny

    38 Follower

    2,0

    Einigen sehr dichten Stellen, die Einblicke in das Leben der Menschen in der DDR geben, stehen doch viele Längen gegnüber. Am schlimmsten fand ich die kursiv gedruckten Einschübe aus Menos Feder. Uns ich hasse Dialoge, bei denen man die Sätze viermal lesen muss, um zu ermitteln, wer gerade etwas sagt. Tellkamps Sprache ist ohne Zweifel einzigartig und zeugt von großer Phantasie.

    11. Sept. 2022

3 von 4 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Uwe Tellkamp

Uwe Tellkamp ist 1968 in Dresden geboren. Nach seinem Wehrdienst in der NVA verliert er wegen "politischer Unzuverlässigkeit" seinen Medizinstudienplatz, wird 1989 im Zuge der Wende inhaftiert und setzt danach sein Studium in Leipzig, New York und Dresden fort. Nach seinem akademischen Abschluß arbeitet er als Arzt in einer unfallchirurgischen Klinik in Dresden. Derzeit lebt er als Schriftsteller in Freiburg. Bislang sind von ihm erschienen: "Der Hecht, die Träume und das Portugiesische Café" und "Der Eisvogel". "Der Turm" ist sein erstes Buch im Suhrkamp Verlag. Seine Arbeiten wurden mit zahlreichen Preisen geehrt, u.a. dem Uwe-Johnson-Preis 2008, dem Dresdner Lyrikpreis 2004, dem Ingeborg-Bachmann-Preis 2004, und 2008 "Der Turm" mit dem Deutschen Buchpreis.

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