Blick ins Buch

Romane

Bauern, Bonzen und Bomben

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Über das Buch

Es begann mit einer Viehpfändung, die von aufgebrachten Bauern vereitelt wurde. Von nun an gerät alles aus den Fugen im Intrigenspiel gegensätzlicher Interessen. Was Fallada als Berichterstatter beim "Landvolkprozeß" 1929 im schleswig-holsteinischen Neumünster erlebte, verlegte er für seinen spannenden, handlungsreichen Roman in eine pommersche Kleinstadt. Keiner ihrer Honoratioren, Polizisten, Geschäftsleute, Journalisten oder auch Außenseiter hat eine saubere Weste. Jeder weiß etwas von jedem, jeder kann jeden verdächtigen, anschwärzen, erpressen. Diese Kleinstadtmafia mit den notorischen Dummköpfen, Gaunern, Feiglingen und Heuchlern erweist sich als ein Panoptikum seelisch und moralisch verkrüppelter Verlierer. Tucholsky nannte Falladas Satire ein "politisches Lehrbuch der Fauna Germanica, wie man es sich nicht besser wünschen kann".

Editionen (21)

ISBN9783841220820
VerlagAufbau digital
Erscheinungsdatum01.01.10
Seitenzahl656
  • dr_juergen
    dr_juergen

    11 Follower

    In Erinnerung an "Jeder stirbt für sich allein" hatte ich deutlich mehr erwartet. Statt einer Darstellung der parteipolitischen Verwirrungen am Ende der Weimarer Republik wird viel klein-klein erzählt, die Reflexion auf die großen Zusammenhänge fehlt für mich fast völlig. Ich breche das Buch nach ca. 100 Seiten ab. Keine Bewertung.

    20. Nov. 2022

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