Blick ins Buch

Sci-Fi

Die geschützten Männer

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Über das Buch

Eine verheerende Epidemie rafft in den USA die männliche Bevölkerung im zeugungsfähigen Alter dahin. In panischer Angst vor dem Virus lassen viele Männer sich kastrieren. Eine kontrasexuelle Gesellschaft etabliert sich gegen die alte, phallokratische, und fanatisierte Frauenrechtlerinnen reißen die politische wie die ökonomische Macht an sich. Fernab dieser aus den Fugen geratenen Welt, in den Wäldern des Vermont, wird eine kleine Gruppe von Wissenschaftlern als "protected men" in strenger Isolation gehalten, unter ihnen der Neurologe Ralph Martinelli mit seinem elfjährigen Sohn. Im Auftrag der Konzernherrin Hilda Helsingforth arbeitet er an der Erforschung eines Serums gegen die tödliche Enzephalitis - rechtlos, als "Phallokrat" verachtet, von Milizionärinnen, Laborantinnen, Kastraten bespitzelt und mit Abhörgeräten rund um die Uhr überwacht. Bis er eines Tages erfährt, daß sein Tod programmiert ist und das rettende Serum vernichtet werden soll. Aber auch unter seinen eiskalten Bewacherinnen ist entgegen allem Anschein die Liebe nicht tot. Burage, seine ärgste Kontrahentin, erliegt Martinellis italienischem Charme und versucht ihn zu retten. In souveränem Umgang mit allen Registern des Genres, dazu seiner unnachahmlichen Ironie, hat Robert Merle hier einen seiner geistvollsten und spannendsten Romane geschrieben.

Editionen (4)

ISBN9783841201850
VerlagAufbau digital
Erscheinungsdatum12.01.11
Seitenzahl368

Rezensionen & Bewertungen

13 Bewertungen

1 Rezensionen

4,1

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  • laura1mue
    laura1mue

    152 Follower

    4,0

    Interessante Dystopie

    In meinen Augen eine ausgesprochen interessante Dystopie. Man sollte auch berücksichtigen, dass der Roman schon ein paar Jahrzehnte auf dem Buckel hat aber gerade deshalb ist es interessant, es aus heutiger Perspektive zu lesen. Der Schreibstil gefiel mir gut, besonders die kleinen ironischen Spitzen, die Merle immer wieder einstreut. So etwas findet bei mir immer Anklang. :) Das Ende hat für mich etwas an Konsequenz vermissen lassen, aber nicht sosehr, dass es mir die Geschichte madig gemacht hätte

    27. Nov. 2023

Autorin / Autor

Über Robert Merle

Robert Merle wurde 1908 in Tébessa in Algerien geboren. Nach Schule und Studium in Frankreich war er von 1940 bis 1943 in deutscher Kriegsgefangenschaft. 1949 erhielt er den Prix Goncourt für seinen ersten Roman "Wochenende in Zuydcoote", 1952 gelang ihm ein weltweiter Erfolg mit "Der Tod ist mein Beruf". Robert Merle starb im März 2004 in seinem Haus in Montfort-l"Amaury in der Nähe von Paris.

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