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Romane

Kurt

4,4(573)
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Über das Buch

Sie werden sich in Kurt verlieben. Und das wird Ihnen das Herz brechen.

Lena hat mit ihrem Freund Kurt ein Haus gekauft. Es scheint, als wäre ihre größte Herausforderung, sich an die neuen Familienverhältnisse zu gewöhnen, daran, dass Brandenburg nun Zuhause sein soll. Doch als der kleine Kurt bei einem Sturz stirbt, bleiben drei Erwachsene zurück, deren Zentrum in Trauer implodiert. Sarah Kuttner erzählt von einer ganz normalen komplizierten Familie, davon, was sie zusammenhält, wenn das Schlimmste passiert. Sie erzählt von dieser Tragödie leicht und zugleich mit einer tiefen Ernsthaftigkeit, so einfach und kompliziert wie nur Sarah Kuttner das kann.

Editionen (6)

ISBN9783839894743
VerlagArgon
Erscheinungsdatum28.10.20

Rezensionen & Bewertungen

573 Bewertungen

99 Rezensionen

4,4

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  • eni
    eni

    64 Follower

    3,0

    Wenn Verlust alles überlagert

    Mit Kurt die Autorin Sarah Kuttner einen emotionalen Text über Verlust, Trauer und das Weiterleben nach einem unfassbaren Einschnitt geschrieben. Zu Beginn begleitet man eine junge Familie in ihrem Alltag. Die Szenen sind lebensnah, warm und von einer leisen Normalität geprägt, die Nähe schafft und Vertrauen aufbaut. Diese anfängliche Vertrautheit verstärkt die Wucht des Ereignisses, das das Familienleben abrupt zerreisst. Danach richtet sich der Fokus ganz auf die Hinterbliebenen und ihren individuellen Umgang mit dem Verlust. Sprachlich bleibt Kuttner nüchtern. Die Erzählweise ist fragmentarisch, stark auf innere Zustände konzentriert. Darin lag für mich wohl die Grenze des Zugangs zu dieser Geschichte. Als Mutter von Kindern in Kurts Alter war die Grundthematik kaum auszuhalten, emotional extrem fordernd. Während mich der Anfang sehr abgeholt hat, konnte mich die lange, intensive Darstellung der Trauerarbeit im letzten Teil des Buches nicht mehr erreichen. Die emotionale Distanz, die der Text aufbaut, liess mich als Leserin zurück.

    2 Tage vor

  • amygdalalimbus66
    amygdalalimbus66

    904 Follower

    4,5

    ...Von Verlust und der Möglichkeit des Wiederfindens...

    "Lena hat mit ihrem Freund Kurt ein Haus gekauft. Es scheint, als wäre ihre größte Herausforderung, sich an die neuen Familienverhältnisse zu gewöhnen, daran, dass Brandenburg nun Zuhause sein soll. Doch als Kurts kleiner Sohn bei einem Sturz stirbt, bleiben drei Erwachsene zurück, die neu lernen müssen, wie man lebt." - Sarah Kuttner hat mich auf eine ungewöhnliche Art mit ihrem Schreibstil berührt. Sie beschreibt alltägliche Geschehnisse, die vermeintlich banal sind, so liebevoll klar auf den Punkt, dass die Tiefe, die sie besitzen mir nur allzu deutlich bewusst wurde. Wie wertvoll diese alltäglichen Selbstverständlichkeiten werden, zeigt sich, wenn sie plötzlich und ungeahnt nicht mehr stattfinden können. Wenn jemand fehlt und diese Lücke mehr Platz einnimmt, als die Dinge die tatsächlich da sind. Ich mochte den großen und den kleinen Kurt und Lena und den unterschiedlichen Umgang mit Verlust und Trauer, auch zwischen den Zeilen. Den Einblick in die unterschiedlichen Möglichkeiten zur Beziehungsgestaltung und den Weg zurück in ein gemeinsames Leben, auch wenn die entstandene Lücke immer bleibt. "Die Welt bleibt nicht für eine beschissene Sekunde stehen. Sie zögert noch nicht mal."

    ...Von Verlust und der Möglichkeit des Wiederfindens...

    11. Dez. 2024

  • _bookvibesonly_
    _bookvibesonly_

    106 Follower

    4,5

    "Die Welt bleibt nicht für eine beschissene Sekunde stehen. Sie zögert noch nicht einmal." Ich hatte „Mama & Sam“ von Sarah Kuttner als Hörbuch gehört und war so begeistert, dass ich gleich noch ein Buch von ihr hören wollte. Also habe ich mich für „Kurt“ entschieden – ohne zu wissen, worum es geht. Und es hat mich kalt erwischt. Es ist eine Geschichte über einen unermesslichen Verlust. Das Schlimmste, was Eltern passieren kann. Das geliebte Kind stirbt bei einem tragischen Unfall und plötzlich ist nichts mehr so wie vorher. Wie kann man mit diesem unvorstellbaren Schicksalsschlag umgehen? Sarah Kuttner erzählt die Geschichte vom kleinen und vom großen Kurt. Der kleine Kurt ist das Kind vom großen Kurt und Jana. Erzählt wird die Geschichte aber aus der Sicht von Lena, die jetzt mit dem großen Kurt zusammen ist. Als der 6jährige kleine Kurt eines Tages vom Klettergerüst fällt und nicht mehr aufsteht, trauern alle auf ihre Weise. Sarah Kuttner schildert eindringlich und ruhig, wie quälend lang der Weg aus der Trauer sein kann. Wie es Menschen auseinandertreiben, aber auch näherbringen kann. Dass es kein grader Weg ist, sondern in Wellen verläuft. Dass die Trauer nie aufhören, sich nur verändern wird. Das Leben ändert sich von einer Sekunde zur nächsten und die Welt dreht sich einfach weiter. Ein leises Buch über Trauer, Verlust und Liebe, das sich durch seine realitätsnahe Schilderung tief ins Herz gräbt.

    10. Jan. 2026

3 von 99 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Sarah Kuttner

Sarah Kuttners erster Roman Mängelexemplar erschien 2009 und stand wochenlang auf der Bestsellerliste. Damals wie heute schreibt Kuttner über ernste, existentielle Themen so direkt und ehrlich, als wäre sie die beste Freundin der Leser. Mit dieser Mischung aus Einfühlsamkeit und Schnoddrigkeit wurde sie auch in ihren Sendungen Sarah Kuttner – Die Show (VIVA) und Kuttner. (MTV) bekannt und arbeitete mehrfach für die ARD. Seit 2016 produziert und moderiert sie Kuttners schöne Nerdnacht.

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