Blick ins Buch

Thriller

NSA - Nationales Sicherheits-Amt

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Über das Buch

Was wäre, wenn es im Dritten Reich schon Computer gegeben hätte, das Internet, E-Mails, Mobiltelefone und soziale Medien - und deren totale Überwachung?

Weimar 1942: Die Programmiererin Helene arbeitet im NSA, dem Nationalen Sicherheits-Amt, und entwickelt dort Programme, mit deren Hilfe alle Bürger überwacht werden. Erst als die Liebe ihres Lebens Fahnenflucht begeht und untertauchen muss, widersetzt Helene sich. Dabei muss sie nicht nur gegen das Regime kämpfen, sondern auch gegen ihren Vorgesetzten.

Editionen (7)

ISBN9783838789156
VerlagLübbe Audio
Erscheinungsdatum28.09.18

Rezensionen & Bewertungen

537 Bewertungen

108 Rezensionen

4,2

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  • 5,0

    Einer der besten Bücher die ich je gelesen habe...

    Ich habe schon wirklich lange nach einem gutem 2. Weltkrieg Buch gesucht, weil mich das Thema ultra interessiert. Jedoch haben die meisten mich nie gepackt weil beispielsweise der Schreibstil nicht meins war. Dann kam NSA... Wow ich bin sooo begeistert!! Die Idee wie die Zeit Hitlers gewesen wäre wenn Computer und Smartphones existiert hätten, hat mich sofort gepackt. So kreativ und innovativ! Man begleitet die meiste Zeit Helene eine junge "Programmstrickerin" von klein auf und wie sie den Nationalsozialismus erlebt. Auch Lettke, ein sehr unympatischer Mann, bekommt einige Kapitel, in denen man hinter die dunkle Fassade dieser schrecklichen Person blicken kann. Ich war zunächst etwas skeptisch wie der Autor seine Idee umsetzt, jedoch waren meine Sorgen umsonst. Eschbach schafft es mit seinem Schreibstil seitenweise Technikerklärungen so rüberzubringen, dass es sich anfühlt als würde man einen spannenden Thriller lesen. Ich bin wirklich keine mathematische Person! Helenes Liebesgeschichte hat mich auch so mitgenommen und ich habe des Öfteren gegiggelt. Bei einem Buch über den 2.Weltkrieg!!!! Auch fand ich es mega interessant wie Andreas mit den Rollenbildern der damaligen Zeit spielt. Programmieren ist in dieser Parallelwelt außschließlich ein Beruf für Frauen. Aber das Ende, das war echt gemein... Also wirklich mein lieber Andreas... Abschließend muss ich sagen dass das Buch ein absolutes Lebenshighlight für mich ist. Spannend, ein wichtiges Thema und trotzdem kreativ. Ich kann es euch wirklich nur empfehlen und verspreche, dass man gut durch die 800 Seiten kommt. Ich vergebe ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ strahlend helle Sterne!! Für noch mehr Eindrücke hört doch gerne in unseren Podcast "💜Plottpot💚" auf Spotify rein.

    Einer der besten Bücher die ich je gelesen habe...

    6. Feb. 2026

  • petitestrawberry
    petitestrawberry

    104 Follower

    5,0

    Beklemmend, brillant und erschreckend nah an der Realität

    NSA von Andreas Eschbach ist für mich aktuell ganz klar mein Jahreshighlight. Und gleichzeitig eines dieser Bücher, bei denen man nach dem Zuschlagen erstmal eine Weile die Wand anstarrt und still darüber nachdenkt, wie unfassbar dünn die Linie zwischen „erschreckende Fiktion“ und „eigentlich gar nicht so unrealistisch“ manchmal sein kann. Dabei ist die Grundidee allein schon genial unbequem: Was wäre passiert, wenn das Dritte Reich bereits über moderne Computertechnologie, Internet und soziale Medien verfügt hätte? Über Datenbanken, Bewegungsprofile, Suchverläufe, digitale Kommunikation? Andreas Eschbach setzt dieses Szenario auf eine Weise um, die gleichzeitig faszinierend und zutiefst beängstigend ist. Nicht reißerisch. Nicht überdramatisiert. Sondern nüchtern und so glaubwürdig, dass es einem beim Lesen immer wieder unangenehm kalt den Rücken hinunterläuft. Besonders stark fand ich die beiden zentralen Figuren. Helene Bodenkamp hat für mich das Leben vieler Frauen in dieser Zeit unglaublich nahbar gemacht. Diese permanente Ohnmacht, das ständige Kleingehaltenwerden, das Gefühl, als Mensch nur unter bestimmten Bedingungen überhaupt ernst genommen zu werden – das war stellenweise wirklich nur schwer auszuhalten. Nicht selten saß ich beim Lesen da und habe geweint. Vor Wut. Vor Frustration. Vor dieser himmelschreienden Ungerechtigkeit. Und dann Eugen Lettke… ach herrje. Was ein furchtbarer Mensch. Nicht einmal auf die spektakulär-böse Art, sondern viel schlimmer: auf diese erschreckend alltägliche Weise. Das kleinliche, selbstgerechte Mitlaufen und widerliche Bedürfnis nach Bedeutung durch Macht über andere. Genau die Sorte Mensch macht einem in Geschichten wie dieser oft am meisten Angst – weil sie so furchtbar real wirkt. Was mich an NSA besonders beeindruckt hat, war, wie präzise Eschbach zeigt, dass Technologie niemals neutral ist. Sie ist immer nur so harmlos wie die Menschen, die sie kontrollieren. Und das Buch trifft damit einen Nerv, der gerade heute unangenehm aktuell wirkt. Für mich ein großartiger, kluger und emotional unglaublich aufwühlender Roman, der mich bis zur letzten Seite – und ehrlich gesagt auch noch weit darüber hinaus – beschäftigt hat. Ein Buch wie ein kalter Luftzug im Nacken: Man sieht ihn nicht, aber man spürt ihn die ganze Zeit.

    Beklemmend, brillant und erschreckend nah an der Realität

    12. Mai 2026

  • dinaisy
    dinaisy

    215 Follower

    4,0

    Ein Gedankenexperiment.

    Kann man etwas Unvorstellbares noch unvorstellbarer machen? Die Schrecken des Nationalsozialismus werden in der Geschichte rund um Helene, eine Programmstrickerin für das Nationale Sicherheitsamt und den Analysten Eugen Lettke auf grausame Weise aktualisiert. Die Methoden, die im NSA angewandt werden, kommen uns heutigen Leser:innen erschreckend bekannt vor und so fiel es mir leicht, mich in die Geschichte einzufinden. Helene als Protagonistin habe ich schnell gemocht, Lettke dagegen verdient nicht nur eine Spoilerwarnung, sondern ein Psychogramm. Die Geschichte ist gut konstruiert, ich habe sie gern gelesen. Wenn ich einen Kritikpunkt habe dann den, dass mir hier zu wenig auf die sowieso schon schrecklichen Geschehnisse Bezug genommen wird, sie fast nebensächlich erscheinen. Das wird meiner Meinung den Opfern nicht gerecht.

    29. Juli 2025

3 von 108 Rezensionen

SocialReads

Seitenbasierte Kommentare

Seite 446%
pattafix95
pattafix958. März 2026

Ich stehe ja total auf alternative Geschichte und diese im Setting der NS-Zeit und der „Komputer“ ist der Hammer. Alleine wie Andreas Eschbach die Familie Frank, das Tagebuch und die Straße in Amsterdam eingebunden hat, um die die Funktion des NSA mit Hilfe der Baupläne zu finden, ist sehr heftig. Man merkt bis hierhin aber sehr aufgeschlüsselt, wie man sich selber erwischt, wie viele Spuren man im Netz sicher schon hinterlassen hat. Bald ab ins zweite Kapitel. Bisher richtig fesselnd.

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