Blick ins Buch

Krimis

Nacht über Reykjavík

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Über das Buch

Der junge, grüblerisch veranlagte Erlendur Sveinsson hat vor Kurzem seine Tätigkeit als Streifenpolizist in Reykjavík aufgenommen. In den Nachtschichten lernt er die dunklen Seiten der isländischen Hauptstadt kennen: betrunkene Autofahrer, häusliche Gewalt, Einbrüche, Drogenhandel. Ihn bewegt das Schicksal von Randfiguren der Gesellschaft. An einem Wochenende wird ein Obdachloser in einem Tümpel am Stadtrand ertrunken aufgefunden, und eine junge Frau verschwindet spurlos. Beide Fälle lassen Erlendur keine Ruhe, und er beginnt auf eigene Faust zu ermitteln ...

Editionen (4)

ISBN9783838774503
VerlagLübbe Audio
Erscheinungsdatum18.12.14

Rezensionen & Bewertungen

24 Bewertungen

3 Rezensionen

3,7

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  • doros_lesesofa
    doros_lesesofa

    35 Follower

    5,0

    Spannend und sehr flüssig geschrieben!

    29. Mai 2026

  • eileenlemke
    eileenlemke

    1 Follower

    3,0

    Eigentlich habe ich mir mehr davon versprochen. Die Geschichte zieht sich sehr und man hat das Gefühl gar nicht vorwärts zu kommen.

    4. Mai 2024

  • buechernoodle
    buechernoodle

    45 Follower

    5,0

    Mein erster schwedischer Krimi war „Die fünfte Frau“ von Henning Mankell. Und danach war mir klar, dass dieser Typ Krimi mich auf ganz spezielle Art und Weise abholt und ich immer wieder auf ihn zurückkomme. Arnaldur Indriðason habe ich erst vor wenigen Jahren durch Zufall entdeckt. Und die Hörbücher zu seinen Krimis sogar erst letztes Jahr. „Nacht über Reykjavík“ spielt in den jungen Jahren Kommissar Erlendurs in Reykjavík. Die Geschichte hat mich sehr berührt, weil der Autor auf ruhige Weise sich eines gesellschaftlichen Problems annahm, das gerne etwas an den Rand gerät: Obdachlosigkeit bzw. um die Menschen, die kein Dach über den Kopf haben. Ein Obdachloser wird ertrunken in einem Tümpel entdeckt und schnell wird dies als Unfall abgetan. Zeitgleich verschwindet eine junge Frau und Erlendur lassen diese beiden Toten keine Ruhe. Die Todesfälle sind die Elemente des Krimis, aber im Fokus steht das Leben der Obdachlosen. Wie haben sie ihr Zuhause verloren, wie leben sie und mit welchen Problemen und Vorurteilen haben sie zu kämpfen? Dies beschreibt der Autor auf feinfühlige, jedoch gleichzeitig schonungslose Weise. Und gerade wenn man in einer Großtstadt lebt, kann man vor dem Thema Obdachlosigkeit nicht die Augen verschließen. Mein Eindruck jedoch ist, dass es gerne ein Thema ist, welches ausgeblendet wird. Oder nur dann hervorgeholt wird, wenn es politisch passt (und es passt selten). Ansonsten wird nicht selten das Gefühl vermittelt, dass der obdachlose Mensch ja irgendwie selbst Schuld sei. Er hätte sich ja anders entscheiden können. Projekte, die versuchen, hier zu helfen, laufen teilweise unter dem Radar. Vielleicht auch, weil viele den älteren weißen alkoholkranken Mann vor Augen haben, der im Zweifel im Weg zur S-Bahn liegt (statistisch sieht es hingegen anders aus). Und wir brauchen nur auf Instagram schauen, dass diese Gruppe - alter weißer Mann - schon fast ein wenig eine Provokation darstellt. Das Buch schwang noch lange nach bei mir.

    9. März 2025

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