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Romane

Die Einsamkeit der Primzahlen

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Über das Buch

»Zum Teufel noch mal, was für ein großartiger Schriftsteller, schon mit 26 Jahren!« Andrea Camilleri Ein einziger Tag in ihrer Kindheit, so scheint es, hat über ihr ganzes Leben entschieden. An einem solchen Tag verlor Alice für immer ihre Unbeschwertheit und das Vertrauen zu ihrem halsstarrigen Vater. Mattia hingegen verlor mit sechs Jahren seine Schwester, deren Hilfsbedürftigkeit er ein einziges Mal, für wenige Stunden, missachtet hatte. Seither quälen ihn Schuldgefühle, die er niemandem offenbart. Sieben Jahre später lernen Mattia und Alice sich auf dem Gymnasium kennen. Die Anziehungskraft zwischen den beiden scheint unwiderstehlich. Jeder erkennt im anderen die eigene Einsamkeit. Alice ist der einzige Mensch, dem Mattia wenigstens einmal seinen Schmerz zu offenbaren wagt. Und umgekehrt würde sie nie einen anderen als ihn bitten, das Tattoo von ihrer Haut zu entfernen, mit dem sie ihre inneren Wunden gleichsam übermalen wollte. Doch mit den Jahren werden die Hindernisse, die die beiden einander unbewusst in den Weg legen, höher und höher. Bis sie sich entscheiden müssen. In einer ebenso klaren wie poetisch-eindringlichen Sprache erzählt Paolo Giordano die Geschichte von Alice und Mattia, die wie Primzahlzwillinge nahe beieinanderstehen und doch immer durch eine Winzigkeit getrennt bleiben. Komplexe Seelenzustände schildert er so genau, dass sie fassbar werden und uns tief berühren. Paolo Giordano findet unvergessliche Bilder für die verschlungenen Wege, auf denen die Dramen der Kindheit in uns fortwirken. Seine Prosa verwandelt auf magische Weise Schmerz in Trost. Ausgezeichnet mit Italiens renommiertestem Literaturpreis – dem »Premio Strega«. Mit 26 Jahren ist Paolo Giordano der jüngste Gewinner aller Zeiten.

Editionen (11)

ISBN9783837112429
VerlagRandom House Audio Editionen
Erscheinungsdatum19.09.11

Rezensionen & Bewertungen

223 Bewertungen

20 Rezensionen

3,9

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  • psicho45
    psicho45

    72 Follower

    4,0

    Die Einsamkeit der Primzahlen ist ein ruhiges, aber emotional ziemlich starkes Buch. Besonders gut fand ich, wie die Einsamkeit und die inneren Verletzungen der Figuren beschrieben werden – oft traurig, aber sehr authentisch. Das Buch lebt weniger von Spannung, sondern mehr von der Stimmung und den Gedanken der Charaktere. Teilweise hat es sich für mich etwas gezogen, trotzdem bleibt die Geschichte im Kopf, weil sie zeigt, wie Menschen sich nahe sein können und sich trotzdem nie ganz erreichen.

    20. Mai 2026

  • lese.lieschen
    lese.lieschen

    66 Follower

    5,0

    Eine Geschichte über 2 Menschen, die in früher Kindheit einschneidende Erlebnisse haben, die sie einsam werden lassen. Auf dem gemeinsamen Weg finden sie heraus, was der Unterschied zwischen Liebe und gemeinsam einsam sein ist.

    Auch wenn einige Situationen schon sehr düster beschrieben sind, hat mir das Buch gut gefallen. Ich konnte emotional mitschwingen und mochte den Schreibstil.

    10. Sept. 2024

  • luzleene
    luzleene

    33 Follower

    3,5

    Die Geschichte einer unerfüllten Liebe - das steht auf dem Klappentext und das ist auch das, was man bekommt, so wie die Titanic ja doch immer den Eisberg entlang schrappt. Keine Überraschung in Sicht. Wie begleiten zwei Außenseiter durch ihre Schulzeit und auch später in einigen Erwachsenenjahren: er der geniale Junge, den keiner versteht und der niemanden an sich heranlässt und sie das Mädchen, das allen gefallen und einfach nur dazu gehören möchte und viel dafür gibt. Diese beiden Personen treffen aufeinander, umkreisen sich über Jahre hinweg, können nicht mit-, aber auch nicht ohne einander. Den Schluss fand ich seltsam und irgendwie unerwartet. Oder vielleicht doch erwartbar, aber vielleicht nicht von mir.

    21. Sept. 2025

3 von 20 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Paolo Giordano

Paolo Giordano wurde 1982 in Turin geboren, wo er auch Physik studierte und lehrte. Nach einigen Kurzgeschichten und Auftritten auf Literaturfestivals feierte er mit »Die Einsamkeit der Primzahlen« ein sensationelles Romandebüt. Es war das meistverkaufte Buch Italiens im Jahre 2008. In der über 60-jährigen Geschichte des Premio Strega – des wichtigsten Literaturpreises in Italien – ist er der jüngste Preisträger überhaupt. Sein Roman wurde in 26 Länder verkauft.

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