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So reich wie der König

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Über das Buch

Sarah, die sechzehnjährige, bildschöne Französin, hat nichts. Driss, der Sohn einer der wohlhabendsten muslimischen Familien hingegen hat alles, ist reich wie der König. Sarah beschließt, ihn zu verführen, ihn zu heiraten. Ihr Weg dahin führt sie durch die Stadt Casablanca, in all ihren Facetten: von den Armenbaracken mit den Prostituierten und Abgeschlagenen, wo Sarah mit ihrer Mutter lebt, bis in die Villenviertel auf den Hügeln, zu den reichen Jugendlichen, die jointsrauchend in üppigen Gärten an Pools sitzen und nachts durch die Clubs der Stadt ziehen – während sich unten, in den Baracken, alle nach einem Ort weit weg sehnen, einem unerreichbaren Ort. Sarah ist entschlossen, diesen Ort zu erreichen, ganz gleich, was sie dafür opfern muss.

So reich wie der König erzählt vom Aufstieg und Fall einer jungen Frau im Casablanca der 1990er Jahre. Von einer pulsierenden Stadt voller Widersprüche und zwei jungen Menschen, für die die Liebe notgedrungen zur Verhandlungsmasse wird. Ein Roman von sinnlicher und poetischer Sprachgewalt, der zwischen Schönheit und Härte changiert.

Editionen (2)

ISBN9783458642848
VerlagInsel Verlag
Erscheinungsdatum16.02.22
Seitenzahl224

Rezensionen & Bewertungen

44 Bewertungen

8 Rezensionen

3,5

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  • melinamaria
    melinamaria

    3 Follower

    4,0

    Eine ansprechende Mischung aus Fiktion und Realität

    Der Roman zeigt dem Leser Casablanca in den frühen 90er Jahren, also den "années de plomb" Marrokos, durch die Augen zweier sehr unterschiedlichen Jugendlichen; Sarah und Driss. Sarahs Intention Driss zu heiraten beruht allein auf der Tatsache, dass er ,,so reich (ist) wie der König". Obwohl dies aus westeuropäischer Sicht sicherlich verwerflich ist, demonstriert der Roman wie es aufgrund einer prekären sozialen Lage zu einer solchen Moral kommen kann. Das Buch macht durch eine fiktive Geschichte deutlich auf welche Weise Machtverhältnisse reproduziert werden, wobei der Leser auf der einen Seite Sarah folgt, die das System hinterfragt und sich weigert den ihr zugewiesenen Platz in der Gesellschaft zu akzeptieren, und auf der anderen Seite Driss, der soziale Ungleichheiten nicht versteht und zu naiv ist sich dagegen zu wehren.

    31. Jan. 2025

  • nadinelime
    nadinelime

    19 Follower

    5,0

    Großartige, berührende Geschichte

    Dieses Buch hat mich absolut überrascht und in seinen Bann gezogen. Sarah ist ein arme Teenagerin, die in Casablanca lebt. Aber sie ist nicht nur arm, sondern auch Französin, was es ihr ermöglicht, eine der wohlhabenden Privatschulen der Stadt zu besuchen. Sie verbringt ihre Tage damit, sich zu verstellen und vorzugeben, ein andere zu sein, und davon zu träumen, reich zu sein und ein Auge auf die reichen jungen Männer zu werfen. Bis sie eines Tages Driss kennenlernt, von dem es heißt, er sei so reich wie der König, und sie ist sich sicher: Sie will ihn heiraten, und eine unwahrscheinliche Liebesgeschichte nimmt ihren Lauf. Dieses Buch hat mich auf angenehme Art und Weise überrascht. Die Beschreibungen von Casablanca sind wunderschön und nehmen einen wirklich mit in das pulsierende Herz der Stadt. Sarah und ihr Verhalten mögen anfangs seltsam erscheinen, aber je mehr man über sie und ihre Situation, die Armut, in der sie lebt, erfährt, desto mehr kann man sie verstehen. Driss scheint das komplette Gegenteil von ihr zu sein, er ist introvertiert und ruhig, aber zusammen bilden sie ein Paar, das mich wirklich sehr überrascht hat. So etwas habe ich noch nie gelesen und ich warte schon sehnsüchtig auf neue Veröffentlichungen von Abigail Assor!

    27. Aug. 2024

  • 4,0

    Vorweg: Ich habe ein Rezensionsexemplar von dem Buch über lovelybooks.de gewonnen und konnte das Buch deshalb schon vor Veröffentlichung lesen. Meine Meinung wurde allerdings in keiner Weise beeinflusst. Inhalt: Der Roman handelt von der 16-jährigen Sarah, die in Casablanca in den 90er Jahren lebt. Sie gehört einer der unteren Gesellschaftsschichten an und hat das Ziel, die Armut hinter sich zu lassen. Deshalb beschließt sie, den wohlhabenden Driss zu verführen. Meine Meinung: Anfangs fand ich die Sprache, insbesondere die langen Sätze und die Brutalität, mit der vieles erzählt wird, sehr gewöhnungsbedürftig. Gleichzeitig war die fast schon makabere Erzählweise auch sehr faszinierend. Wie diese Welt voller Unterdrückung und Ungerechtigkeit beschrieben wird, hat mich wirklich mitgenommen. Im Laufe des Romans werden immer wieder die Schicksale von Nebenfiguren erwähnt, die häufig sehr bedrückend sind, welche die Geschichte aber sehr lebendig und greifbar gemacht haben. Je länger ich gelesen habe, desto mehr hat mich der Roman in seinen Bann genommen. Die Geschichte und vor allem die Hauptprotagonisten sind sehr facettenreich und haben mir viel Stoff zum Nachdenken gegeben. Sarah konnte ich anfangs nicht so gut leiden, aber je länger ich sie auf ihrem Weg begleiten durfte und je mehr ich über sie erfahren habe, desto mehr konnte ich mich in sie hineinversetzen. Es war auch sehr schön zu sehen, welche Charakterentwicklung sie mit der Zeit durchmacht. Casablanca in der 90ern Jahren ist ein wirklich tolles und einzigartiges Setting, das mich sehr fasziniert hat. Die Autorin schreibt sehr bildhaft, sodass sich der Ort beinahe zum Greifen nahe anfühlt. Die verschiedenen Bräuche der muslimisch geprägten Kultur werden auch sehr gut geschildert. Zusammenfassend ist es ein wirklich gutes und packendes Buch, das die Ungerechtigkeit einer Gesellschaft aufzeigt, die voller Unterdrückung ist und in der Menschen der unteren Gesellschaftsschichten kaum Hoffnung auf eine bessere Zukunft haben. Manchmal, insbesondere am Anfang vom Buch, hat mich die brutale Schreibweise der Autorin etwas überfordert, aber mit der Zeit habe ich mich daran gewöhnt. Entsprechend gibt es von mir 4 von 5 Sternen.

    30. Dez. 2022

3 von 8 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Abigail Assor

Abigail Assor wurde 1990 in Casablanca geboren, wo sie aufwuchs, bis sie mit 17 Jahren nach Paris zog. Nach einem Studium der Philosophie und Soziologie widmete sie sich dem Schreiben und dem Film. So reich wie der König ist ihr erster Roman, mit dem sie für den Prix Goncourt de Premier Roman nominiert war und der in sieben Sprachen übersetzt wurde.

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