Blick ins Buch

Humor

Gott bewahre

4,0(125)
Sofort lieferbarKostenloser Versand
Jetzt kaufen

Über das Buch

John Niven spricht Klartext: Brisant, amüsant, kontrovers!

"Da kommt Gott - tut so, als wärt ihr beschäftigt." Denn Gott ist stinksauer. Nachdem Er sich im Himmel eine einwöchige Auszeit für einen Angelurlaub gegönnt hat, kehrt Er nach etwa vierhundertfünfzig Jahren (ein Tag im Himmel entspricht 57 Erdenjahren) wieder zurück an Seinen Schreibtisch und muss mitansehen, wie die Erde in der Zwischenzeit den Bach runtergegangen ist. Umweltsünden, Kriege, moralischer Verfall, kirchliche Hassprediger, skrupellose Kommerzialisierung - die Menschen sind auf dem besten Weg, sich selbst zu zerstören. Und so bleibt Gott nichts anderes übrig, als Seinen Sohn Jesus Christus, dem es im Himmel blendend geht und der mit Jimi Hendrix Gitarre spielt und Joints raucht, wieder auf die Erde zu schicken, um Gutes zu tun und das einzig wahre Gebot SEID LIEB zu predigen. Widerwillig landet Jesus in New York und versucht zunächst erfolglos als Sänger und Gitarrist in einer Rockband Gehör zu finden. Derweil schart er seine ersten Jünger um sich - Drogenabhängige, Gescheiterte, Obdachlose, denen er zu helfen versucht. Als seine Mission, die Massen zu erreichen, zu scheitern droht, greift er zum letzten Mittel: Er nimmt an einer Castingshow teil. Damit beginnt eine denkwürdige Odyssee quer durch Amerika.

Editionen (7)

ISBN9783837110319
VerlagRandom House Audio
Erscheinungsdatum22.08.11

Rezensionen & Bewertungen

125 Bewertungen

23 Rezensionen

4,0

Tippen zum Filtern

  • freakyvrou
    freakyvrou

    69 Follower

    3,0

    „Seid lieb!“

    Das Buch, ca. 15 Jahre alt, ist wirklich furchtbar gealtert. Immer wieder werden Schwule „Schwuchteln“ genannt, als wär das eine völlig normale Bezeichnung 🙅🏻‍♀️ Auf Seite 52 kommt dann die zweite Frau vor. Auch sie ist Sekretärin. Auch sie ist wunderschön. Gott, wie mich das langweilt 😑 Jesus‘ Love Interest ist nett, aber vor allem gutaussehend 🙄 Die Sprache ist sehr derb, es gibt auf jeder zweiten Seiten ein „Arschloch“ oder einen „Wichser“, etwas oder jemand ist „beschissen“ oder „verfickt“. ABER! Das Ende ist tatsächlich ziemlich tragisch und hat mich berührt! Und tatsächlich gefällt mir die Botschaft, die Jesus unter die Menschen bringen will: Seid lieb! Folgende Szene zu Anfang des Buchs war sehr lustig: Gott war 400 Erdenjahre im Urlaub und wird jetzt von seinen Leuten darüber aufgeklärt, was er alles verpasst hat. »Kreationismus?«, fragt Gott. »Was ist das?« »Also«, sagt Andreas kichernd, »da unten gibt's diese Vollspacken, also größtenteils in Amerika, die haben so dermaßen einen an der Klatsche, dass es fast schon wieder cool ist. Zieht Euch das mal rein, Ihr werdet es nicht fassen: Diese Vollidioten glauben doch tatsächlich, die Welt wäre erst zehntausend Jahre alt. Sie haben das Alter von jedem dieser Clowns in der Bibel genommen und dann bis zu Adam und Eva alles zusammen-addiert. So haben sie das beschissene Alter der Erde berechnet. Zehn. Tausend. Jahre.« Gott bricht in schallendes Gelächter aus. »Aber ... aber ... was ist mit den Versteinerungen?«, fragt Gott, mit Mühe Seine Stimme zurückgewinnend. »Die Fossilien? Haben sie die Radiokarbonmethode noch nicht entdeckt?« »Haben sie, haben sie«, sagt Matthäus. Selbst er heult vor Lachen. »Aber«, gluckst Andreas, »jetzt zieht Euch das rein: Die Kreationisten sagen, Ihr hättet die Erde bereits bei der Schöpfung mit spezifischen Alterungsmerkmalen ausgestattet, damit die Leute denken, sie wäre älter, als sie ist!« »АНННААННАААН|« Gott, der sich nun vor Lachen nicht mehr halten kann, trommelt mit der Faust auf den Tisch. »Du meinst, ich habe ihr einen ... einen trendy Antik-Look verpasst?« Alle schreien vor Lachen. Schließlich hievt sich Gott wieder in Seinen Sessel. »Oh, mein Gott, oh Mann. Das ... das ist zu schön, um wahr zu sein.« »Ich weiß!«, stimmt Ihm Matthäus zu. »Dass so viele von ihnen darauf abfahren, hättet Ihr Euch vermutlich nicht träumen lassen, oder?« »Wie meinst du das?«, fragt Gott, immer noch kichernd, während Er sich die Tränen abwischt. »Nun ja, laut einiger ziemlich stichhaltiger Erhebungen liegt die Zahl der Amerikaner, die an den Kreationismus glauben, bei 40 bis 45 Prozent der Bevölkerung,« Gott hört auf zu lachen. »Was?«, fragt Er, jetzt sehr leise. »Ja«, sagt Matthäus. »Sie lehren es sogar in den Schulen.« »Sie bringen diese Scheiße«, sagt Gott langsam und beißt sich dabei auf die Unterlippe, »ihren Kindern bei?« »Ähm, ja.« »WILLST DU MICH VERARSCHEN?!« Gott schlägt alles kurz und klein.

    7. Dez. 2025

  • cashicasu
    cashicasu

    3 Follower

    4,5

    Das Buch will provozieren und macht dies meisterhaft! Mit humoristischen Absurdität gespickt, wird der Menschheit doch auch rabiat die moralischen Abgründe verdeutlicht. Die Sprache ist dabei bewusst derb und so manche Passage gewollt unangenehm.

    3. Apr. 2026

  • laura1mue
    laura1mue

    152 Follower

    4,0

    Gott ist sauer...

    Wunderbar ironisches, sympathisches und kurzweiliges Buch. Die Geschichte klang so absurd, dass ich einfach zugreifen musste. Ich habe es nicht bereut. Die Lektüre macht großen Spaß und sicherlich spricht das Buch einige Wahrheiten an. Die Relegionskritik hätte für mein dafürhalten aber deutlich schärfer ausfallen dürfen. Dafür werden andere Nebenkriegsschauplätze eröffnet (z.B. Kritik an der allgemeinen Konsumorientierung, die Abgründe des Musik und Showbuisiness, Bigotterie und Doppelmoral) Und ich darf auch nicht auslassen, dass an manchen Stellen dann doch auf Logik zugunsten eines guten Gags verzichtet wurde. Aber das ist in Ordnung. Man kann das Buch nichtsdestotrotz genießen. Ich nehme es immer gerne zur Hand :)

    4. Dez. 2023

3 von 23 Rezensionen

Autorin / Autor

Über John Niven

John Niven, geboren 1966 in Schottland, spielte in den 80er-Jahren Gitarre bei der Indieband »The Wishing Stones« und arbeitete nach dem Studium der Literatur als A&R-Manager einer Plattenfirma, bevor er sich 2002 dem Schreiben zuwandte. 2006 erschien sein erstes Buch »Music from Big Pink«. 2008 landete er mit dem Roman »Kill Your Friends« einen internationalen Bestseller, der auch fürs Kino verfilmt wurde. Es folgten zahlreiche weitere Romane, darunter Kultklassiker wie »Coma« oder »Gott bewahre«. Neben Romanen schreibt John Niven Drehbücher. Er wohnt in der Nähe von London.

Lesen ist schöner mit der READO App.

Bücher entdecken, tracken, gemeinsam lesen.

Bibliothek

Behalte den Überblick