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Der Hauptmann von Köpenick

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Über das Buch

Die Edition von zwei Drehbüchern des »Hauptmann von Köpenick«. Carl Zuckmayer gehörte zu den erfolgreichsten Autoren der Literatur-, Theater und Filmgeschichte des 20. Jahrhunderts. Das 1998 gegründete »Zuckmayer-Jahrbuch« dient zur Dokumentation bislang unveröffentlichter Quellen und als Forum für wissenschaftliche Studien zu seinem Leben und seinem Werk. Der neunte Band enthält die Edition zweier Drehbücher zu Verfilmungen des »Hauptmanns von Köpenick«. Link: Carl-Zuckmayer-Gesellschaft

Editionen (5)

ISBN9783835302341
VerlagWallstein Verlag
Erscheinungsdatum01.06.08
Seitenzahl382

Rezensionen & Bewertungen

103 Bewertungen

4 Rezensionen

2,9

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  • karagounis
    karagounis

    68 Follower

    3,5

    Der Hauptmann von Köpenick - Wer die Uniform hat, hat das Sagen!

    Die Geschichte von Wilhelm Voigt zeigt auf eindringliche Weise, wie absurd die Welt der Bürokratie sein kann. Der Protagonist steckt in einer ausweglosen Falle: Er braucht Papiere, um zu arbeiten, bekommt diese Papiere aber nur, wenn er einen Job vorweisen kann. Dieser Teufelskreis wird mit viel Witz, aber auch einer Portion Bitterkeit erzählt. Die Lösung des Problems ist so einfach wie genial: Eine gebrauchte Uniform reicht aus, um das gesamte System bloßzustellen. Plötzlich zählen nicht mehr der Mensch oder seine Vergangenheit, sondern nur noch die glänzenden Knöpfe und der richtige Rang. Besonders stark ist die Darstellung des blinden Gehorsams. Es ist erschreckend und zugleich amüsant zu sehen, wie Soldaten und Beamte ohne zu hinterfragen Befehle ausführen, nur weil die äußere Hülle Autorität ausstrahlt. Die Sprache ist direkt und durch den Dialekt sehr nah am einfachen Volk, was die Ungerechtigkeit der Behörden noch deutlicher macht. Es ist ein Plädoyer für den gesunden Menschenverstand in einer Welt voller starrer Regeln. Es gibt einige Abzüge, da sich die Handlung in den bürokratischen Details manchmal etwas verliert und der Spannungsbogen dadurch zwischendurch abflacht. Auch die Form des Theaterstücks macht den Einstieg etwas hürdenreich, da man sich die Szenen ohne beschreibende Erzähltexte selbst vorstellen muss. Dennoch bleibt es ein wichtiges Beispiel dafür, wie Humor dabei helfen kann, die Schwächen einer Gesellschaft aufzudecken. Insgesamt ist das Werk eine solide und lesenswerte Gesellschaftskritik und erhält daher 7 von 10 Punkten.

    Der Hauptmann von Köpenick - Wer die Uniform hat, hat das Sagen!

    30. Dez. 2025

  • mailbox
    mailbox

    12 Follower

    3,0

    Ich hatte das Buch vor ca 10 Jahren auf der Fachoberschule gelesen, es heute zufällig in der Hand und mir gedacht das ich es mal wieder lese. Die Sprache ist mir sehr schwer gefallen aber zu lesen. Aber das Thema dahinter empfinde ich als wichtig.

    13. März 2026

3 von 4 Rezensionen

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Seitenbasierte Kommentare

Seite 144100%
crimebear
crimebear16. Sept. 2025

Kurz vor dem Zweiten Weltkrieg: Zuckermayer hat mit dem „Hauptmann von Köpenick“ sein wohl bekanntestes Werk rausgebracht. Ein Buch über Sitten, Gebräuche, der Umgang mit Soldaten in der Weimarer Republik. Ein trauriges und melancholisches Bild der Zeit, in dem manchmal Humor aufblitzt…Vielfach verfilmt, verzerrt durch die Erzählkunst von Regisseuren. Eine Geschichte die in dieser Zeit nicht mehr funktionieren würde.

Autorin / Autor

Über Carl Zuckmayer

Carl Zuckmayer (1896-1977) war einer der erfolgreichsten Autoren der Literatur-, Theater- und Filmgeschichte des 20. Jahrhunderts. Nach der nationalsozialistischen Machtergreifung zog er sich ins Exil in Henndorf am Wallersee zurück, wo sein Haus zu einem wichtigen Ort der Künstlerbegegnung wurde. 1939 emigrierte er in die USA. 1928 wurde er mit dem Georg-Büchner-Preis ausgezeichnet.

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