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Romane

Kampfsterne

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Über das Buch

1985 – Es ist ein verrückter, heißer Sommer, in dem Boris Becker Wimbledon gewinnt, vier Passagierflugzeuge innerhalb eines Monats abstürzen, alle großen Rockstars bei Life Aid für das hungernde Afrika singen und in einer Siedlung am Rand der Stadt drei Familien zu zerbrechen drohen. Ulla und Rainer. Rita und Georg. Ella und Bernhard. Drei Paare. Mütter und Väter. Sie wohnen in dänischem Design, fahren nach Südfrankreich in den Urlaub, schicken ihre Kinder zum Cello-Unterricht und zum Intelligenztest. Sie versuchen, sich als aufgeklärte und interessierte Menschen zu beweisen, die das richtige Leben führen. Wo wäre das leichter als in den sorgenfreien Achtzigerjahren der Bundesrepublik? Und warum funktioniert es trotzdem nicht? Alexa Hennig von Lange erzählt die Geschichte einer Generation von Eltern, die ein freieres Miteinander wollten. Der Ideologien, denen sie folgten. Der Liebe, die sie verband. Der Ängste, die sie hatten. Der Kindheit, die sie sich für ihre Söhne und Töchter wünschten. Der Fehler, die sie machten. Der Entschlüsse, die ihre Kinder deshalb fassten.

Editionen (2)

ISBN9783832184261
VerlagDuMont Buchverlag
Erscheinungsdatum20.08.18
Seitenzahl224

Rezensionen & Bewertungen

44 Bewertungen

7 Rezensionen

3,7

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  • 5,0

    📌 "Es ist eigenartig, was man alles wahrnimmt, wenn man dabei ist, alles zu verlieren." - S. 156 Der Schein der vermeintlichen Vorstadtidylle trügt. In Kampfsterne geht es um unterdrückte Ehefrauen - Opfer häuslicher Gewalt, unterdrückte Gefühle und heimliche Wünsche, pseudointellektuelle Kinder, Vergewaltigung, mehr Schein als Sein... Ein Roman, aus verschiedenen Erzählperspektiven perfekt zusammengesetzt. Ganz grandios und absolut lesenswert.

    1. Dez. 2024

  • keinwortzuviel
    keinwortzuviel

    7 Follower

    5,0

    Kurzweilig und schnell, trotz tieferer Themen, mit tollem Schreibstil

    Vielleicht ein wenig voreingenommen, weil ich den Schreibstil der Autorin schon in anderen Büchern toll fand. Aber auch dieses Buch hat mich sehr abgeholt. Die Kapitel sind kurz, man wechselt immer wieder die Perspektive und begleitet so drei Familien in einer Siedlung der 80er-Jahre. Dieser ständige Perspektivwechsel bereitete mir aber keinerlei Probleme und trug die Handlung sehr passend mit. Ich selbst habe die 80er nicht miterlebt, vielleicht sind daher bestimmte Dinge für mich nicht so greifbar, aber die einzelnen Probleme und Sehnsüchte der Charaktere sind für mich weiterhin hoch aktuell. Die teils ernsten Themen haben stellenweise komische Elemente, ohne das Ganze ins Lächerliche zu ziehen. Die emphatischen, weitsichtigen und vielleicht auch pseudointelligenten Sichtweisen der Kinder bilden einen lesenswerten Kontrast zum Innenleben der Erwachsenen.

    23. Dez. 2025

  • 3,0

    Meine Meinung Ich durfte dieses Buch bei vorablesen.de lesen, und gehörte in dieser Leserunde wahrscheinlich eher zu den jüngeren Teilnehmern und hatte daher auch keinen so starken Bezug zu den 80er Jahren wie manch anderer. Ich habe als wahrscheinlich ein Klischeebild über dieses Jahrzehnt im Kopf und wahr etwas enttäuscht, dass ich nicht das bekam, was ich erwartete. Theoretisch hätte dieses Buch auch 10 Jahre früher oder später spielen können, ich denke das hätte keinen Unterschied gemacht. Die Aufmachung des Buches hat aber dieses Jahrzehnt ganz wunderbar aufgenommen und ich hatte selten ein so cooles Retrobuch im Regal. Kommen wir nun zum Buch: Ich habe mich mit dem Schreibstil der Autorin sehr schwer getan und musste mich streckenweise sehr dazu zwingen weiterzulesen. Die Autorin neigt zu überflüssigen Erzählsträngen und unnötig langen Passagen, sowie zu hochgestochenen Formulierungen, die einfach nervig sind. Trotzdem gefiel mir die Idee hinter der Geschichte und das Ende. Da ich selbst in solch einer Siedlung aufgewachsen bin, konnte ich viele „Probleme“ wiedererkennen. Dieses ständige gucken was die Nachbarn machen und besitzen ist heute noch vorhanden und einfach fürchterlich. Das hat die Autorin ganz wunderbar dargestellt und somit den Nagel auf den Kopf getroffen! Dadurch, dass alle in dieser Siedlung irgendwie ein Rad ab haben, konnte man sich leider auch mit keinem der Charakter richtig anfreunden. Das finde ich sehr schade, denn für mich macht es ein gutes Buch aus, wenn man tief in die Geschichte eintauchen kann und einen Lieblingsprotagonisten hat. Mein Fazit Kampfsterne ist eine interessante und solide Geschichte, die vielleicht eher etwas für ältere Generationen ist (50+). Meine Mutter würde dieses Buch wahrscheinlich lieben, ich empfinde es eher als mittelmäßig und bewerte es daher mit durchschnittlichen und soliden drei Sternen. 3/5 Sternen

    17. Feb. 2023

3 von 7 Rezensionen

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