Blick ins Buch

Romane

Die Ehefrau

3,6(65)
Sprache
Deutsch
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Über das Buch

Joan Castleman hat ihrem Mann alles geopfert – sogar ihr Talent. Sie führt ein Leben in zweiter Reihe, ein Leben als Mutter und Muse. Sie ist die Frau des berühmten Schriftstellers Joe Castleman. Einst war er ihr Dozent für Kreatives Schreiben und sie seine begabteste Studentin. Ihm zuliebe hat sie ihre Karriere aufgegeben. Nun, Jahre später, steht Joe vor der Krönung der seinen: Ihm soll der renommierte Helsinki-Preis verliehen werden. Für Joan ist das der Anlass, während des langen Fluges zur Preisverleihung ihre Ehe zu rekapitulieren. Sie nimmt den Leser mit an den Anfang der Beziehung ins Amerika der Fünfzigerjahre – und führt ihn in die literarischen Zirkel der Achtzigerjahre. Vor allem aber hinterfragt sie ihre Rolle als Ehefrau, in der sie Joe hassen gelernt hat – nicht nur seiner zahlreichen Seitensprünge wegen. Die eigentliche Demütigung ist ganz anderer Natur … Mit hintergründigem Witz entwickelt Meg Wolitzer die Psychologie einer zerrütteten Ehe mit einem meisterhaften Gespür für die Abgründe, die in ganz alltäglichen zwischenmenschlichen Beziehungen liegen. ›Die Ehefrau‹ wurde mit Glenn Close in der Hauptrolle unter dem Titel ›Die Frau des Nobelpreisträgers – The Wife‹ verfilmt.

Editionen (5)

ISBN9783832164324
VerlagDuMont Buchverlag
Erscheinungsdatum19.09.17
Seitenzahl270

Merkmale

1 Bewertungen

VariabelMittelNachdenklichVerstörendSpannendSympathisch

Rezensionen & Bewertungen

65 Bewertungen

9 Rezensionen

3,6

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  • nighti
    nighti

    70 Follower

    2,0

    In „Die Ehefrau“ von Meg Wolitzer steht Joan Castleman im Mittelpunkt, die nach Jahrzehnten an der Seite ihres berühmten Schriftstellergatten anfängt, ihr eigenes Leben und ihre Entscheidungen zu hinterfragen. Das Buch beleuchtet Themen wie Loyalität, Selbstaufgabe und die Machtkämpfe, die unter der Oberfläche einer Ehe schwelen. Leider konnte mich dieses Buch nicht überzeugen. Mein größtes Problem war, dass die Handlung extrem langatmig und sich ständig wiederholend auf mich wirkte. Die Erzählung schien einfach nicht voranzukommen und drehte sich ständig im Kreis, mit vielen Details, die für mich keinerlei Mehrwert hatten. Die Kapitel zogen sich so sehr, dass es mir schwerfiel, das Interesse zu halten und ich wartete vergeblich darauf, dass die Autorin endlich auf den Punkt kommt. Besonders irritiert haben mich die irrelevanten und teilweise unangenehmen Details – wie die ausführlichen Beschreibungen bestimmter körperlicher Merkmale von Charakteren, die meiner Meinung nach nichts zur eigentlichen Geschichte beitrugen und eher ablenkend wirkten. Diese Elemente fühlten sich nicht nur überflüssig an, sondern waren in manchen Momenten sogar befremdlich.

    13. Nov. 2024

  • kallini
    kallini

    20 Follower

    3,5

    Mit diesem Buch hatte ich anfangs tatsächlich meine Probleme. Ich kam nur schwer rein und konnte die Hauptfigur über weite Strecken überhaupt nicht verstehen. Immer wieder habe ich mich gefragt, warum sie bestimmte Entscheidungen trifft und warum sie ihr Leben so lebt, wie sie es lebt. Teilweise fand ich sie sogar ziemlich unsympathisch, weil sie oft sehr streng über andere Menschen urteilt, obwohl sie selbst in keiner einfachen Situation steckt. Je weiter ich gelesen habe, desto mehr habe ich aber verstanden, worauf das Buch hinauswill. Es ist kein lautes Buch. Es lebt nicht von Spannung oder großen Wendungen, sondern von seinen Figuren, ihren Entscheidungen und den Fragen, die es aufwirft. Vor allem hat es mich dazu gebracht, darüber nachzudenken, wie unterschiedlich die Möglichkeiten und Erwartungen an Frauen früher waren. Besonders gefallen hat mir der Schreibstil. Klar, intelligent und ohne unnötige Ausschmückungen. Meg Wolitzer erzählt sehr direkt und gleichzeitig mit viel Feingefühl. Auch wenn ich nicht immer mit den Figuren mitgehen konnte, habe ich das Buch am Ende sehr gerne gelesen. Kein Buch, das mich emotional völlig mitgerissen hat, aber eines, über das ich auch nach dem Zuklappen noch nachgedacht habe. Und genau das macht für mich ein gutes Buch aus.

    14. Juni 2026

  • miss.sophie425
    miss.sophie425

    37 Follower

    4,0

    Meg Wolitzer poträtiert in diesem kurzweiligen Roman eine 45 Jahre andauernde Ehe, die auf die aufopfernde Liebe einer Frau zu ihrem Mann basiert. Nach 3 Kindern, einer steilen Autorenkarriere, unzähligen Affären und der Auszeichnung mit dem Helsinki-Preises, entscheidet sich Joan, ihren Ehemann endgültig zu verlassen. Viele Leser*Innen kritisieren Joan und ihre Entscheidungen, die sie in diesen gemeinsamen 45 Jahren getroffen hat, dabei liefert doch Joan selbst den Leser*Innen ihre Beweggründe: "Die Männer waren diejenigen, denen die Welt gehörte (...) und auch ich würde eine wunderbare Zeit haben, würde alles mitbekommen, wäre die ganze Zeit an seiner Seite. Ich war sanft und duldsam, ich hatte keinen Mut, ich war kein Pionier. Ich war schüchtern. Ich wollte Dinge, aber ich schämte mich dafür, sie zu wollen." Meg Wolitzer zeichnet eine Ehe, die als Dokument ihrer Zeit betrachtet werden sollte: Frauen, die ihren Männern selbstlos den Rücken stärken, während Männer die Ehe als eine Art Geschäftsbeziehung betrachten.

    11. Mai 2025

3 von 9 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Meg Wolitzer

Meg Wolitzer, geboren 1959, veröffentlichte 1982 den ersten von zahlreichen preisgekrönten und erfolgreichen Romanen. Viele ihrer Bücher standen auf der New-York-Times-Bestsellerliste. Bei DuMont erschienen die SPIEGEL-Bestseller ›Die Interessanten‹ (2014) und ›Das weibliche Prinzip‹ (2018) sowie ›Die Stellung‹ (2015), ihr Roman ›Die Ehefrau‹ (2016), der mit Glenn Close in der Hauptrolle verfilmt wurde, und zuletzt ›Die Zehnjahrespause‹ (2019).

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