Blick ins Buch

Romane

Das Jahr der Flut

4,3(60)
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Über das Buch

In diesem Jahr feiert Margaret Atwood ihren siebzigsten Geburtstag und legt einen Roman vor, der nicht nur einmal mehr ihren klaren Verstand offenbart, die Vielschichtigkeit und Lebendigkeit ihrer Erzählkunst, ihre tiefe Menschenkenntnis, sondern auch eine jugendliche Kühnheit, der man nur mit Staunen und Bewunderung begegnen kann. Hoch auf den Dächern der Stadt, dem Himmel am nächsten, liegt das Paradies. Seine Bewohner nähren sich von Gemüse, Früchten und Honig und kultivieren ihren Garten Eden, den sie dem Waste Land einer Stadt jenseits der drohenden Klimakatastrophe abgetrotzt haben. Die junge, kämpferische Toby findet Zuflucht in dieser Gemeinschaft der "Gärtner Gottes", nachdem sie durch die Maschen der Gesellschaft gefallen ist, die von einer rigiden, militärisch organisierten Wirtschaftsorganisation regiert wird. Hier trifft sie auf Ren, die spätere Trapeztänzerin, auf die anarchische Amanda und Jimmy, der zu ihnen allen in einer ganz speziellen Beziehung steht. Großenteils aus Tobys Perspektive erzählt Margaret Atwood von einer Welt, in der die globalisierte Wirtschaft die Exekutive übernommen hat, in der die Forschung lediglich ökonomischer Kontrolle unterworfen ist. Ihr berühmter Report der Magd, mit dem Atwood zum ersten Mal ihr waches poli - tisches Gespür für die unterschwelligen und gefährlichen Entwicklungen der Welt unter Beweis stellte, wurde ein halbes Jahrhundert nach Orwells 1984 zum Kultbuch einer ganzen Generation. Im Jahr der Flut entwirft Atwood aufs Neue eine Zukunft, deren Realität weniger fern liegt, als wir uns womöglich eingestehen möchten. Doch fest steht: Dieser Erzählerin folgt man mit größtem Vergnügen, wohin sie will, auch bis ans Ende unserer Welt.

Editionen (6)

ISBN9783827008848
VerlagBerlin Verlag
Erscheinungsdatum02.10.09
Seitenzahl480

Rezensionen & Bewertungen

60 Bewertungen

5 Rezensionen

4,3

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  • schreibratte
    schreibratte

    37 Follower

    5,0

    Margaret Atwood ist eine begnadete Erzählerin. In der Schule fiel es noch nicht so auf, weil wir Report der Magd lesen mussten, aber schon mit “Oryx und Crake”, dem 1. Band, fiel es mir wieder ein. Die Zukunftsversion, die hier gemalt wird, ist erschreckend, und erschreckend glaubwürdig vor allem. In Oryx und Crake hatte ich noch Probleme mit den mir so unsympathischen Hauptfiguren, hier treten dagegen eine Reihe anderer Figuren in den Vordergrund (die beiden Romane spielen zeitgleich). Das Leben kurz vor und nach der Katastrophe wird aus wechselnden Sichten beschrieben, wobei die Sekte der Gärtner hier im Vordergrund steht. Gerade in der Sicht des jungen Mädchens Ren tauchen aber auch die Protagonisten aus Band 1 wieder auf, was ich nette Querverweise fand. Am Ende finden beide Handlungen einen gemeinsamen Punkt und machen große Lust auf Band 3, der die Reihe abschließt.

    1. Jan. 2024

  • wilja
    wilja

    107 Follower

    3,0

    Die Mitte hätte um 150 Seiten gekürzt werde können, deswegen Abzüge im der B-Note, aber ansonsten eine interessante Geschichte mit intelligent aufgebauten Handlungssträngen. Erst in der Mitte habe ich verstanden, das es hier um 2 Protagonistinnen geht anstatt um eine. Ab da wirkte das Storytelling auch nicht mehr so sprunghaft 😂 zum Ende hin verschmilzt Buch 1&2 und nun bin ich gespannt auf Teil 3 🙌🏻

    1. Okt. 2024

  • swenja78
    swenja78

    48 Follower

    3,5

    Das Buch und die Geschichte an sich hat mir gefallen. Es hätte ein bisschen kürzer sein können zwischendurch. Ich habe lange nicht verstanden, wie das erste und das zweite Buch zusammen kommen. Das wird nachher klar. Bin trotzdem gespannt, wie es weitergeht.

    26. Feb. 2026

3 von 5 Rezensionen

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