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Naokos Lächeln

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Über das Buch

Naokos Lächeln ist der weise, oft wunderbar sentimentale und meisterhafte Roman (New York Times), der mit seiner Millionenauflage Haruki Murakami zum erfolgreichsten Autor der japanischen Nachkriegsliteratur machte. Der Beatles-Ohrwurm Ńorwegian Wood ist für den siebenunddreißigjährigen Toru Watanabe ein melancholischer Song der Erinnerung: an den Aufruhr der Gefühle in einer schmerzvollen und schicksalhaften Jugend, die er zu bewahren und zu verstehen versucht. Naokos Lächeln erzählt lebendig und leidenschaftlich von einer Liebe mit Komplikationen in den unruhigen sechziger Jahren: Toru, der einsame, ernste Student der Theaterwissenschaft, begeistert von Literatur, Musik und wortlosen Sonntagsspaziergängen auf Tokios Straßen, erfährt früh, dass der Verlust von Menschen zum Leben und zum Drama des Erwachsenwerdens dazugehört. Der Jugendfreund Kizuki begeht Selbstmord, die geheimnisvoll anziehende Naoko verirrt sich in ihrer eigenen unerreichbaren Welt, und Toru Watanabe muss sich zwischen ihr und der vor Lebenslust vibrierenden Midori entscheiden.

Editionen (7)

ISBN9783770156092
VerlagMAIRDUMONT
Erscheinungsdatum31.12.01
Seitenzahl430

Rezensionen & Bewertungen

719 Bewertungen

100 Rezensionen

4,0

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  • annalovesbooks23
    annalovesbooks23

    728 Follower

    4,5

    Ruhig, melancholisch und voller Figuren, die mir noch lange im Herzen bleiben werden

    Nach Honigkuchen war das mein erster längerer Roman von Haruki Murakami und definitiv nicht mein letzter. Was mich an diesem Buch am meisten begeistert hat, war der Schreibstil. Murakami schreibt unglaublich beschreibend und melancholisch. Teilweise ausschweifend, aber nie so sehr, dass es mich gestört hätte. Seine Sprache hat mich ganz sanft durch die Geschichte getragen. Oft hatte ich das Gefühl, mitten zwischen den Figuren zu stehen und sie ein Stück ihres Weges zu begleiten. Dazu kommt diese ruhige, fast schwebende Atmosphäre, die über der ganzen Geschichte liegt. Und obwohl das Buch viele schwere Themen behandelt, gibt es immer wieder humorvolle Momente, die alles auflockern. Die Geschichte lebt für mich vor allem von ihren Figuren. Keine von ihnen blieb mir gleichgültig. Alle sind mir auf ihre Weise ans Herz gewachsen. Gleichzeitig blieben viele von ihnen bis zum Schluss ein Stück weit rätselhaft. Selbst am Ende hatte ich nicht das Gefühl, sie vollständig zu verstehen. Genau das mochte ich. Mit Naoko habe ich am meisten mitgefühlt. Ihre Verletzlichkeit, ihre Einsamkeit und ihr innerer Kampf haben mich durch das ganze Buch begleitet. Ich hatte früh das Gefühl, dass ihre Geschichte keinen einfachen Weg nehmen wird. Midori war für mich ihr kompletter Gegenpol. Sie bringt Leben, Wärme und Energie in die Geschichte. Direkt, mutig, manchmal anstrengend und gerade deshalb so interessant. Besonders ins Herz geschlossen habe ich Reiko. Ihre Menschlichkeit, ihre Ehrlichkeit und ihre Gespräche gehören für mich zu den schönsten Momenten des Buches. Sie wirkt oft wie ein Anker zwischen all den Menschen, die auf ihre Weise mit Schmerz, Verlust und Einsamkeit kämpfen. Auch Hatsumi ist mir lange im Gedächtnis geblieben. Ihr Schicksal hat mich völlig unerwartet getroffen und zeigt für mich, wie stark Murakami selbst seine Nebenfiguren schreibt. Toru blieb für mich bis zum Ende schwer greifbar. Oft wirkte er eher wie ein Beobachter als wie jemand, der im Mittelpunkt steht. Für mich hat das aber perfekt zur Geschichte gepasst. Dieses Buch erzählt von Verlust, Liebe, Freundschaft, Erinnerung, Sehnsucht und dem Versuch, nach Schmerz weiterzuleben. Große Wendungen braucht es dafür nicht. Vieles wirkt ruhig und unspektakulär. Trotzdem wollte ich die ganze Zeit wissen, wie es weitergeht. Die oft diskutierten erotischen Szenen haben mich deutlich weniger gestört als viele andere Leser. Nicht jede hätte es für mich gebraucht und die Geschichte rund um die Klavierlehrerin und das Mädchen war mir zu ausführlich. Das war einer meiner wenigen Kritikpunkte. Insgesamt hat es mein Leseerlebnis aber nicht negativ überschattet. Das Ende musste ich erst einmal sacken lassen. Genau das hat mir gefallen. Nicht alles wird erklärt, nicht alles wird aufgelöst. Die letzte Seite beschäftigt mich noch und passt für mich perfekt zur Stimmung des gesamten Buches. Ich habe Naokos Lächeln nicht wegen der Handlung geliebt, sondern wegen der Menschen. Wegen der Gespräche, der Briefe, der Musik und der vielen kleinen Momente dazwischen. Dieses Buch ist leise, melancholisch und oft schmerzhaft schön.

    Ruhig, melancholisch und voller Figuren, die mir noch lange im Herzen bleiben werden

    6. Juni 2026

  • lillydove
    lillydove

    58 Follower

    4,0

    "Women written by a man"

    ... abgesehen davon, hat es mir sehr viel Spaß gemacht, Norwegian Wood zu lesen!! (Bei manchen Gespräche dachte ich nur: so würde ich vermutlich nie mit meinen männlichen Freunden reden, aber hey es ist Ende der 60er Jahre und sehr amüsant) Es war mein erstes Buch von Murakami und selbst wenn er es selbst, als ein "normaleres" Buch von ihm ansieht, hat mir sein träumerischer Schreibstil sehr gut gefallen. Die Liebesgeschichte zwischen Watanabe und Naoko bzw. Midori hat mir sehr gut gefallen. Ich werde auf jeden Fall noch weitere Werke von Murakami nun lesen, da sein Schreibstil sehr besonders ist :)

    "Women written by a man"

    14. Feb. 2026

  • wayne161
    wayne161

    39 Follower

    5,0

    „Naokos Lächeln“ war mein erstes (und nicht letztes) Buch von Murakami und eines seiner realistischen Werke. Das Buch ist in einem schlichten, gut lesbaren Stil geschrieben und handelt zentral von Liebe und Einsamkeit, Depression und Verlust sowie der Identitätssuche. „Naokos Lächeln“ wirkte bei mir vor allem nach dem Lesen noch lange nach, vieles bleibt offen oder zweideutig und Raum für eigene Interpretationen und stimmt nachdenklich. Erwähnenswert ist Murakamis deutlich patriarchal geprägtes Frauenbild, welches sich auch im Roman zeigt. Aufgrund dessen, was das Buch in Bezug auf das Thema psychische Probleme in mir ausgelöst hat, bleibt es jedoch bei der 5-Sterne-Bewertung.

    14. Feb. 2026

3 von 100 Rezensionen

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Seitenbasierte Kommentare

Seite 399100%
juliodias
juliodias21. März 2025

Sono stato a Tokyo in quegli anni '60, nel negozio di dischi, all'università, in ogni casa della storia. In estate, in inverno, nell'incendio, nella clinica. Il modo in cui descrive le scene, i luoghi, la storia è speciale per me. Ho conosciuto le persone, tutto pagina per pagina, ed è stato proprio per questo che per la prima volta ho reagito alla storia senza credere a quello che è successo. È tra i miei tanti libri preferiti. Spero di rileggerlo presto..

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