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Durch die Schenkung meiner Schwester zum Geburtstag war dieses Buch nunmehr eine Art Zufallsfund als der selbstbestimmte Kauf. Der Tod unserer Großmutter kurz vor entsprechendem Geburtstag gibt der Geschichte eine noch größere Bedeutung als zuvor geahnt. Die Zeitsprünge, in denen Mariana Leky dieses Buch verfasst hat, sind bemerkenswert. In einigen Momenten der Geschichte bekommt man das Gefühl, die Zeit würde stehen bleiben. Während in anderen Momenten das gefühlt ganze Leben in einem Kapitel an einem vorbeizieht. In den Abschnitten, in denen die Zeit nicht vergeht, erfährt man jedoch so viel über die einzelnen Figuren dieses Romans, dass man sich ihnen und den Verbindungen untereinander fast unheimlich nah fühlt. Dieses Dorf, in dem nicht nur die Zeit stehen geblieben zu sein scheint, sondern auch alle untereinander eine große Gemeinschaft des Vertrauens pflegen, ist ein herzerwärmendes Konstrukt. Die Bewohner:innen des Dorfes, in dem dieser Roman spielt, sind so voller Herzensgüte, dass man mit jedem Menschen, den sich der Tod mit der Zeit holt, mitfühlt. Die grundsätzliche Beschreibung von Gefühlen, Zeit und dem Tod ist Mariana Leky auf eine unvergleichliche Art und Weise gelungen. Jedoch fremdelte ich an einigen Stellen des Buches mit dem Vorgreifen in der Geschichte, in dem ein Ereignis angeteasert wurde und die Erzählung zurücksprang um die teilweise jahrelange Entwicklung, bis hin zu dem Ereignis, aufzuarbeiten. In diesem Buch lernt man viel über Liebe egal welchen Alters, jahrelange familiäre Bande eines ganzen Dorfes und über das Ausbrechen aus gewohnten Strukturen. Dies ist alles mit so feinen Worten und Metaphern beschrieben, dass man lange nichts vergleichbar schönes Lesen wird. Weswegen das Buch trotzdem unterschiedliche Gefühle hervorruft, ist, dass die Passagen, in denen im Dorf Trauer verarbeitet wird oder gar schlichtweg nichts passiert, auch sehr zäh sind und die fehlende Entwicklung der Zeit in diesem Dorf vorbeugen geführt wird. Das ist für den Lesefluss in einigen Momenten doch hinderlich. Nichtsdestotrotz sprechen wir hier von einem sanften, einfühlsamen Buch, welches man bedenkenlos weiterempfehlen kann. Es kann Menschen in der Leserschaft in schweren Zeiten mit Sicherheit Trost schenken.
19. Nov. 2025
Durch die Schenkung meiner Schwester zum Geburtstag war dieses Buch nunmehr eine Art Zufallsfund als der selbstbestimmte Kauf. Der Tod unserer Großmutter kurz vor entsprechendem Geburtstag gibt der Geschichte eine noch größere Bedeutung als zuvor geahnt. Die Zeitsprünge, in denen Mariana Leky dieses Buch verfasst hat, sind bemerkenswert. In einigen Momenten der Geschichte bekommt man das Gefühl, die Zeit würde stehen bleiben. Während in anderen Momenten das gefühlt ganze Leben in einem Kapitel an einem vorbeizieht. In den Abschnitten, in denen die Zeit nicht vergeht, erfährt man jedoch so viel über die einzelnen Figuren dieses Romans, dass man sich ihnen und den Verbindungen untereinander fast unheimlich nah fühlt. Dieses Dorf, in dem nicht nur die Zeit stehen geblieben zu sein scheint, sondern auch alle untereinander eine große Gemeinschaft des Vertrauens pflegen, ist ein herzerwärmendes Konstrukt. Die Bewohner:innen des Dorfes, in dem dieser Roman spielt, sind so voller Herzensgüte, dass man mit jedem Menschen, den sich der Tod mit der Zeit holt, mitfühlt. Die grundsätzliche Beschreibung von Gefühlen, Zeit und dem Tod ist Mariana Leky auf eine unvergleichliche Art und Weise gelungen. Jedoch fremdelte ich an einigen Stellen des Buches mit dem Vorgreifen in der Geschichte, in dem ein Ereignis angeteasert wurde und die Erzählung zurücksprang um die teilweise jahrelange Entwicklung, bis hin zu dem Ereignis, aufzuarbeiten. In diesem Buch lernt man viel über Liebe egal welchen Alters, jahrelange familiäre Bande eines ganzen Dorfes und über das Ausbrechen aus gewohnten Strukturen. Dies ist alles mit so feinen Worten und Metaphern beschrieben, dass man lange nichts vergleichbar schönes Lesen wird. Weswegen das Buch trotzdem unterschiedliche Gefühle hervorruft, ist, dass die Passagen, in denen im Dorf Trauer verarbeitet wird oder gar schlichtweg nichts passiert, auch sehr zäh sind und die fehlende Entwicklung der Zeit in diesem Dorf vorbeugen geführt wird. Das ist für den Lesefluss in einigen Momenten doch hinderlich. Nichtsdestotrotz sprechen wir hier von einem sanften, einfühlsamen Buch, welches man bedenkenlos weiterempfehlen kann. Es kann Menschen in der Leserschaft in schweren Zeiten mit Sicherheit Trost schenken.
19. Nov. 2025








