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Romane

Pina fällt aus

4,6(1534)
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Über das Buch

Wenn du weißt, dass du für jemanden die ganze Welt bist

Als Pina mitten auf der Straßenkreuzung zusammenbricht, hat sie nur einen Gedanken: Wer kümmert sich jetzt um Leo? Ihr Sohn ist zwanzig Jahre alt und lebt in seiner eigenen Welt, die außer ihm nur Pina kennt. Morgens verlässt er das Bett erst, wenn eine grüne Blase in seiner Lavalampe aufsteigt. Wenn er Treppen geht, dann in seinem eigenen Rhythmus: immer zwei Schritte vor und einen Schritt zurück. Die übrigen Hausbewohner verstehen den merkwürdigen Jungen nicht. Die sechzehnjährige Schulabbrecherin Zola, der resignierte Einsiedler Wojtek und die lebensmüde Seniorin Inge haben mit sich selbst schon genug zu tun. Doch jetzt liegt Pina auf der Intensivstation und Leo ist zum ersten Mal allein in der Wohnung. Die Nachbarn sind in Schockstarre. Sie können doch wohl nicht zuständig sein! Aber Leo braucht sie. Und während diese ungewöhnliche Truppe durch einen völlig neuen Alltag stolpert, realisiert jeder Einzelne von ihnen: Sie brauchen Leo auch.

Editionen (1)

ISBN9783748405597
VerlagAudio Verlag München
Erscheinungsdatum30.03.26

Merkmale

3 Bewertungen

SympathischGlaubwürdigHerzerwärmendEntwickelndVielschichtigNachdenklich

Rezensionen & Bewertungen

1534 Bewertungen

405 Rezensionen

4,6

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  • meinleseich
    meinleseich

    27 Follower

    4,0

    Herzerwärmende Geschichte, in der 3 völlig unterschiedliche Hausbewohner sich um den autistischen Leo kümmern …

    Leo lebt mit seiner alleinerziehenden Mutter Pina zusammen, als eines Tages Pina plötzlich zusammenbricht. Wer soll dich jetzt um Leo, einen autistischen jungen Mann kümmern? Nach und nach finden 3 sehr unterschiedliche „Vögel“ der Hausgemeinschaft zusammen und übernehmen die die nicht ganz einfach Betreuung von Leo. Leo will Busfahrer werden… . So finden am Ende alle wonach sie gesucht und nicht gesucht haben. Herzerwärmende und amüsante Geschichte in der generationsübergreifend jeder seinen Platz findet.

    4 Stunden vor

  • theagri
    theagri

    778 Follower

    5,0

    "...Störsteine. Es braucht sie sogar ganz dringend. Und sie müssen mitten im Fluss stehen, nicht am Rand." Eigentlich wollte ich nicht zu diesem bereits ab Erscheinen sehr gut besprochenen Buch greifen, bis ich las, dass es um ein Kind mit Behinderung geht. Mitten im Sozialstaat Deutschland. Eine Mutter, alleinerziehend und originelle Nachbarn. Das hat meine Neugier geweckt. Zudem ist es mein erstes Buch dieser vielfach gut besprochenen Autorin. Pina ist Mutter von Leo und hat Sorgen, "Denn immer, immer, wenn sie an ihren Tod denkt, sieht sie Leo einsam auf einer Lichtung stehen." Theo lebt mit Einschränkungen, ist "behindert". Doch Pina gelingt es, ihren Alltag zu zweit zu meistern bis sie tatsächlich ausfällt. Als Leo allein gelassen bei der alten Nachbarin zurückbleibt und niemand von offizieller Stelle die Not begreift, müssen die Nachbarn einspringen. Auch alle allein, belastet, kautzig und überfordert. Wie das gelingt und was es mit den Charakteren macht, beschreibt Vera Zischke gekonnt in diesem Roman. In den flüssig, anschaulich, modern, leicht verständlich Text habe ich mühelos hinein gefunden. Alles mit einer Prise Humor unterlegt, wird die Problematik der alleinerziehenden Pina mit dem inzwischen 20 jährigen schnell deutlich und man fühlt mit. Herzergreifend, wie geduldig und liebevoll sie ist, noch Zeit für die bedürftige Nachbarin aufbringt und zu wenig an sich selbst denkt. Auch die weiteren Charaktere sind anschaulich geschildert und ihre Handlungen wirken glaubhaft und passend. In so vielen Situationen kann man sich aufregen, bangen und hoffen, dass jeder seinen Weg finden wird und die Nächstenliebe siegt. Auch wenn der Lauf der Geschehnisse ein wenig idealisiert erscheint, gibt gerade das der Geschichte die Wertigkeit und unterstreicht die Botschaft. Dies ist eine außergewönlich gut erzählte Geschichte warmherzig, mitreißend und mit Tiefgang, die jedem zu empfehlen ist. »Leo ist Teil dieser Welt wie alle anderen auch. Ich will nicht, dass er versorgt ist. Ich will, dass er dazugehört."

    11. Apr. 2026

  • heartfullofcoffee
    heartfullofcoffee

    560 Follower

    4,0

    Eine Geschichte die leise kommt und lange nachhallt.

    Pina bricht mit vollen Einkaufstaschen auf der Straße zusammen und während sie auf der Intensivstation liegt, ist ihr 20-jähriger Sohn Leo zum ersten Mal allein. Leos Diagnose wird im Buch kein einziges Mal genannt, ist aber sonnenklar: Leo ist Autist. Und seine Welt besteht aus Routinen, die jetzt plötzlich wegbrechen. Das hat mich von der ersten Seite an gepackt. Was Vera Zischke hier schreibt, fühlt sich so nah an, weil es so verdammt ehrlich ist. Es geht um Carearbeit und Mental Load, um Behinderung und die daraus resultierende Isolation, um pflegende Elternteile und Hilfssysteme am Limit. Kein Zuckerguss, keine einfachen Antworten – aber auch kein Elendsporno. Der Ton bleibt warm, auch wenn die Themen schwer sind. Die Nachbarn Inge, Wojtek und Zola könnten unterschiedlicher kaum sein. Alle drei haben mit sich selbst genug zu tun. Und trotzdem – oder gerade deshalb – hat mich ihr langsames Zusammenwachsen so bewegt. Weil es nicht kitschig ist. Weil es stolpert, scheitert, wieder aufsteht. Und weil sie irgendwann merken: Sie brauchen Leo auch. Der Schreibstil von Zischke ist wirklich eine Klasse für sich. Klar, präzise, aber mit diesen kleinen Momenten, die einem den Atem verschlagen. „Er braucht sie auch, weil sie die Welt für ihn zusammenhält, sortiert, gelegentlich aussperrt und in verdaubare Häppchen einteilt.” Solche Sätze liest man nicht einfach – man fühlt sie. Einen Stern Abzug gibt es, weil mich das Tempo zwischendrin kurz verloren hat. Aber das Ende hat dann alles wieder eingefangen und mehr. Pina fällt aus ist kein leichtes Buch, aber ein wichtiges. Und vor allem: ein ehrliches. Vera Zischke schreibt aus gelebter Erfahrung, und man spürt das auf jeder Seite. Wer bereit ist, sich darauf einzulassen, bekommt eine Geschichte, die noch lange nachhallt. Rezensionsexemplar von NetGalley. Danke dafür.

    Eine Geschichte die leise kommt und lange nachhallt.

    1. Mai 2026

3 von 405 Rezensionen

SocialReads

Seitenbasierte Kommentare

Seite 145%
ancar
ancar4. Apr. 2026

Ach wie nett: „ …ihr müsst langsam mal miteinander zurecht kommen, die Welt und du…“ Hatte ich mit 20 Jahren auch mal gedacht.

Seite 219%

1 Kommentar verdeckt

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