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"...Störsteine. Es braucht sie sogar ganz dringend. Und sie müssen mitten im Fluss stehen, nicht am Rand." Eigentlich wollte ich nicht zu diesem bereits ab Erscheinen sehr gut besprochenen Buch greifen, bis ich las, dass es um ein Kind mit Behinderung geht. Mitten im Sozialstaat Deutschland. Eine Mutter, alleinerziehend und originelle Nachbarn. Das hat meine Neugier geweckt. Zudem ist es mein erstes Buch dieser vielfach gut besprochenen Autorin. Pina ist Mutter von Leo und hat Sorgen, "Denn immer, immer, wenn sie an ihren Tod denkt, sieht sie Leo einsam auf einer Lichtung stehen." Theo lebt mit Einschränkungen, ist "behindert". Doch Pina gelingt es, ihren Alltag zu zweit zu meistern bis sie tatsächlich ausfällt. Als Leo allein gelassen bei der alten Nachbarin zurückbleibt und niemand von offizieller Stelle die Not begreift, müssen die Nachbarn einspringen. Auch alle allein, belastet, kautzig und überfordert. Wie das gelingt und was es mit den Charakteren macht, beschreibt Vera Zischke gekonnt in diesem Roman. In den flüssig, anschaulich, modern, leicht verständlich Text habe ich mühelos hinein gefunden. Alles mit einer Prise Humor unterlegt, wird die Problematik der alleinerziehenden Pina mit dem inzwischen 20 jährigen schnell deutlich und man fühlt mit. Herzergreifend, wie geduldig und liebevoll sie ist, noch Zeit für die bedürftige Nachbarin aufbringt und zu wenig an sich selbst denkt. Auch die weiteren Charaktere sind anschaulich geschildert und ihre Handlungen wirken glaubhaft und passend. In so vielen Situationen kann man sich aufregen, bangen und hoffen, dass jeder seinen Weg finden wird und die Nächstenliebe siegt. Auch wenn der Lauf der Geschehnisse ein wenig idealisiert erscheint, gibt gerade das der Geschichte die Wertigkeit und unterstreicht die Botschaft. Dies ist eine außergewönlich gut erzählte Geschichte warmherzig, mitreißend und mit Tiefgang, die jedem zu empfehlen ist. »Leo ist Teil dieser Welt wie alle anderen auch. Ich will nicht, dass er versorgt ist. Ich will, dass er dazugehört."
11. Apr. 2026
"...Störsteine. Es braucht sie sogar ganz dringend. Und sie müssen mitten im Fluss stehen, nicht am Rand." Eigentlich wollte ich nicht zu diesem bereits ab Erscheinen sehr gut besprochenen Buch greifen, bis ich las, dass es um ein Kind mit Behinderung geht. Mitten im Sozialstaat Deutschland. Eine Mutter, alleinerziehend und originelle Nachbarn. Das hat meine Neugier geweckt. Zudem ist es mein erstes Buch dieser vielfach gut besprochenen Autorin. Pina ist Mutter von Leo und hat Sorgen, "Denn immer, immer, wenn sie an ihren Tod denkt, sieht sie Leo einsam auf einer Lichtung stehen." Theo lebt mit Einschränkungen, ist "behindert". Doch Pina gelingt es, ihren Alltag zu zweit zu meistern bis sie tatsächlich ausfällt. Als Leo allein gelassen bei der alten Nachbarin zurückbleibt und niemand von offizieller Stelle die Not begreift, müssen die Nachbarn einspringen. Auch alle allein, belastet, kautzig und überfordert. Wie das gelingt und was es mit den Charakteren macht, beschreibt Vera Zischke gekonnt in diesem Roman. In den flüssig, anschaulich, modern, leicht verständlich Text habe ich mühelos hinein gefunden. Alles mit einer Prise Humor unterlegt, wird die Problematik der alleinerziehenden Pina mit dem inzwischen 20 jährigen schnell deutlich und man fühlt mit. Herzergreifend, wie geduldig und liebevoll sie ist, noch Zeit für die bedürftige Nachbarin aufbringt und zu wenig an sich selbst denkt. Auch die weiteren Charaktere sind anschaulich geschildert und ihre Handlungen wirken glaubhaft und passend. In so vielen Situationen kann man sich aufregen, bangen und hoffen, dass jeder seinen Weg finden wird und die Nächstenliebe siegt. Auch wenn der Lauf der Geschehnisse ein wenig idealisiert erscheint, gibt gerade das der Geschichte die Wertigkeit und unterstreicht die Botschaft. Dies ist eine außergewönlich gut erzählte Geschichte warmherzig, mitreißend und mit Tiefgang, die jedem zu empfehlen ist. »Leo ist Teil dieser Welt wie alle anderen auch. Ich will nicht, dass er versorgt ist. Ich will, dass er dazugehört."
11. Apr. 2026









