Außergewöhnlich und aufwühlend: einer der besten Krimis der Saison!
Giftiger Grund ist der 2. Krimi des preisgekrönten Autors Thomas Knüwer, dessen schnörkelloser Schreibstil Gänsehaut erzeugt - nichts für schwache Nerven!
Für Joran, frisch aus dem Jugendknast entlassen, werden die ersten Tage in Freiheit zum Desaster: Sein Vater erpresst ihn und auf Jobsuche wird er erniedrigt und schikaniert. Verzweifelt schleicht er schließlich nachts zu der Tankstelle, die er vor sieben Jahren überfallen hat. Seine letzte Hoffnung ist die Beute, die er vor seiner Festnahme in einem Kanalschacht verstecken konnte. Die Tankstelle ist längst verlassen - ein Lost Place - doch statt der Beute findet Joran im Schacht eine Leiche: Aras, sein damaliger Freund und Komplize. Ist der Dritte im Bunde sein Mörder? Entsetzt merkt Joran, dass er nicht allein ist auf dem heruntergekommenen Gelände. Da ist Edda, ein kleines Mädchen im Schlafanzug. Und Charu, die sich als Fotografin von Lost Places einen Namen machen will. Der Tote im Schacht wird für alle drei zu einer schicksalhaften Verbindung.
Anspruchsvoller Krimi, der zwischenmenschliche Abgründe auslotet
Der vielschichtige und sozialkritische Kriminalroman führt tief in die deutsche Provinz - dorthin, wo niemand mehr so genau hinschauen will. Hochspannend, erschütternd und absolut süchtig machend!
Für sein Debüt Das Haus, in dem Gudelia stirbt wurde Thomas Knüwer mit dem Deutschen Krimipreis und dem Stuttgarter Krimipreis ausgezeichnet sowie für den Friedrich-Glauser-Preis nominiert.
Der etwas andere Kriminalroman. Er kommt gänzlich ohne Ermittlungen aus.
Der Autor schafft es mit Tiefe und Humor einen Plot zu erzählen, der überzeugt.
Man nimmt ihm die Charaktere ab und auch deren Geschichten in all ihrer Vielfalt.
Das Setting, ein Lost Place, auf und um eine Tankstelle habe ich so noch nicht gelesen und hat mir sehr gut gefallen.
Einzig die Schlussphase wäre meiner Meinung nach deutlich ausbaufähig gewesen. Das Ende kam mir zu plötzlich und gefiel mir nicht wirklich.
7. Apr. 2026
4,0
Der etwas andere Kriminalroman. Er kommt gänzlich ohne Ermittlungen aus.
Der Autor schafft es mit Tiefe und Humor einen Plot zu erzählen, der überzeugt.
Man nimmt ihm die Charaktere ab und auch deren Geschichten in all ihrer Vielfalt.
Das Setting, ein Lost Place, auf und um eine Tankstelle habe ich so noch nicht gelesen und hat mir sehr gut gefallen.
Einzig die Schlussphase wäre meiner Meinung nach deutlich ausbaufähig gewesen. Das Ende kam mir zu plötzlich und gefiel mir nicht wirklich.
Inhalt:
Joran will ein neues Leben anfangen.
Edda ist auf der Suche nach Sicherheit.
Und Charu sucht nach den besten Lost Places.
3 Schicksale, die von einer verlassenen Tankstelle zusammengeführt werden. Doch welche Richtung diese Schicksale nehmen, ob zum Guten oder nicht, das muss sich weisen.
Meine Meinung:
Wenn es Nacht wird an der Tankstelle….
Was hat mir schon allein die Farbe außen am Buch gefallen! Das ist doch mal ein Eyecatcher. In Verbindung mit dem Titel „Giftiger Grund“ war ich dann auch total auf dem falschen Dampfer, was die Hintergründe der Geschichte angeht. Aber das war dann für mich ganz persönlich eine super Überraschung und so hat das Buch wenigstens eins schon mal geschafft, mich zu überraschen.
Aber das ist nicht das einzige, was ich hier bemerkenswert finde. Wie überall zu lesen ist, gibt’s hier keinen klassischen Ermittler-Krimi. Alles spielt sich ganz ohne einen Ermittlungsansatz ab und trotzdem war da ein Sog, dem ich mich absolut nicht entziehen konnte und so war es wirklich ein Lesegenuss mit guter Spannung.
Die Figuren konnte man sich alle sehr gut ausmalen. Ihre Beweggründe waren schlüssig, sie waren nahbar und glaubwürdig.
So konnte man es nachvollziehen, was Charu z.B. macht, dass sie auf der Jagd nach DEM Shot ist, inklusive des ganz eigenen Merkmals für ihre Fotos. Hat man alles bei Instagram schon gesehen, dass Leute ihren Fotos einen gewissen Marker zufügen, an dem man ganz genau erkennen kann, wer hier postet. Und ganz nebenbei, darüber habe ich selbst auch schon nachgedacht.
Joran war für mich interessant, weil ich selbst mit genau solchen Jugendlichen berufsbedingt tagtäglich zu tun habe. Und auch hier war sein Verhalten wirklich schlüssig, seine Gedanken, seine Geschichte nicht unnormal oder konstruiert wirkend. Deswegen war ich schon sehr an seiner Seite und hätte ihm gern geholfen oder Ratschläge gegeben.
Die kleine Edda sollte dann alle empathischen Menschen erreichen, mit ihrem Schicksal, ihrer Situation.
Und dann die krassen Verbindungen und wie alles zum Ende hin sich findet und zuspitzt, das war schon sehr spannend und hat die Seiten fliegen lassen.
Es hat wirklich Spaß gemacht, dem gut lesbaren Stil des Autors zu folgen und sich mitreißen zu lassen und so finde ich schon, dass das ein Kriminalroman ist, den man gut weiterempfehlen kann.
Fazit:
Sehr gut lesbarer Kriminalroman, der mit etlichen „Oh Nein“s aufwarten kann und doch ganz ohne Ermittler auskommt. Wer Lust auf einen gut geschriebenen, spannenden Krimi mit realitätsnahen Figuren hat, ist hier gut aufgehoben.
23. Apr. 2026
4,0
Inhalt:
Joran will ein neues Leben anfangen.
Edda ist auf der Suche nach Sicherheit.
Und Charu sucht nach den besten Lost Places.
3 Schicksale, die von einer verlassenen Tankstelle zusammengeführt werden. Doch welche Richtung diese Schicksale nehmen, ob zum Guten oder nicht, das muss sich weisen.
Meine Meinung:
Wenn es Nacht wird an der Tankstelle….
Was hat mir schon allein die Farbe außen am Buch gefallen! Das ist doch mal ein Eyecatcher. In Verbindung mit dem Titel „Giftiger Grund“ war ich dann auch total auf dem falschen Dampfer, was die Hintergründe der Geschichte angeht. Aber das war dann für mich ganz persönlich eine super Überraschung und so hat das Buch wenigstens eins schon mal geschafft, mich zu überraschen.
Aber das ist nicht das einzige, was ich hier bemerkenswert finde. Wie überall zu lesen ist, gibt’s hier keinen klassischen Ermittler-Krimi. Alles spielt sich ganz ohne einen Ermittlungsansatz ab und trotzdem war da ein Sog, dem ich mich absolut nicht entziehen konnte und so war es wirklich ein Lesegenuss mit guter Spannung.
Die Figuren konnte man sich alle sehr gut ausmalen. Ihre Beweggründe waren schlüssig, sie waren nahbar und glaubwürdig.
So konnte man es nachvollziehen, was Charu z.B. macht, dass sie auf der Jagd nach DEM Shot ist, inklusive des ganz eigenen Merkmals für ihre Fotos. Hat man alles bei Instagram schon gesehen, dass Leute ihren Fotos einen gewissen Marker zufügen, an dem man ganz genau erkennen kann, wer hier postet. Und ganz nebenbei, darüber habe ich selbst auch schon nachgedacht.
Joran war für mich interessant, weil ich selbst mit genau solchen Jugendlichen berufsbedingt tagtäglich zu tun habe. Und auch hier war sein Verhalten wirklich schlüssig, seine Gedanken, seine Geschichte nicht unnormal oder konstruiert wirkend. Deswegen war ich schon sehr an seiner Seite und hätte ihm gern geholfen oder Ratschläge gegeben.
Die kleine Edda sollte dann alle empathischen Menschen erreichen, mit ihrem Schicksal, ihrer Situation.
Und dann die krassen Verbindungen und wie alles zum Ende hin sich findet und zuspitzt, das war schon sehr spannend und hat die Seiten fliegen lassen.
Es hat wirklich Spaß gemacht, dem gut lesbaren Stil des Autors zu folgen und sich mitreißen zu lassen und so finde ich schon, dass das ein Kriminalroman ist, den man gut weiterempfehlen kann.
Fazit:
Sehr gut lesbarer Kriminalroman, der mit etlichen „Oh Nein“s aufwarten kann und doch ganz ohne Ermittler auskommt. Wer Lust auf einen gut geschriebenen, spannenden Krimi mit realitätsnahen Figuren hat, ist hier gut aufgehoben.
"Giftiger Grund" von Thomas Knüwer hat mich direkt gepackt und nicht mehr losgelassen.
Schon die ersten Seiten bauen eine unterschwellige Spannung auf, die sich langsam, aber intensiv steigert. Nichts wirkt überhastet, sondern genau richtig dosiert, fast schon wie ein Gift, das sich nach und nach entfaltet.
Die Atmosphäre ist dabei besonders stark: düster, beklemmend und gleichzeitig unglaublich fesselnd. Immer wieder hatte ich das Gefühl, dass hinter jeder Szene noch mehr steckt, als man zunächst vermutet. Genau das hat mich ständig weiterlesen lassen.
Was mir besonders gefallen hat, ist die psychologische Tiefe. Die Figuren sind vielschichtig, nicht immer leicht zu durchschauen und genau das macht den Reiz aus. Man beginnt zu zweifeln, zu hinterfragen und eigene Theorien zu entwickeln, nur um kurz darauf wieder überrascht zu werden.
Die Wendungen kommen nicht laut, sondern leise und treffen gerade deshalb umso mehr. Kein klassischer „Schock-Thriller“, sondern ein intelligenter, atmosphärischer Krimi, der sich langsam unter die Haut schleicht.
Ein ruhiger, aber unglaublich intensiver Thriller, der vor allem durch seine Atmosphäre und psychologische Spannung überzeugt. Perfekt für alle, die lieber mitdenken als nur erschreckt werden.
3. Mai 2026
5,0
Spannender und fesselnder Thriller
"Giftiger Grund" von Thomas Knüwer hat mich direkt gepackt und nicht mehr losgelassen.
Schon die ersten Seiten bauen eine unterschwellige Spannung auf, die sich langsam, aber intensiv steigert. Nichts wirkt überhastet, sondern genau richtig dosiert, fast schon wie ein Gift, das sich nach und nach entfaltet.
Die Atmosphäre ist dabei besonders stark: düster, beklemmend und gleichzeitig unglaublich fesselnd. Immer wieder hatte ich das Gefühl, dass hinter jeder Szene noch mehr steckt, als man zunächst vermutet. Genau das hat mich ständig weiterlesen lassen.
Was mir besonders gefallen hat, ist die psychologische Tiefe. Die Figuren sind vielschichtig, nicht immer leicht zu durchschauen und genau das macht den Reiz aus. Man beginnt zu zweifeln, zu hinterfragen und eigene Theorien zu entwickeln, nur um kurz darauf wieder überrascht zu werden.
Die Wendungen kommen nicht laut, sondern leise und treffen gerade deshalb umso mehr. Kein klassischer „Schock-Thriller“, sondern ein intelligenter, atmosphärischer Krimi, der sich langsam unter die Haut schleicht.
Ein ruhiger, aber unglaublich intensiver Thriller, der vor allem durch seine Atmosphäre und psychologische Spannung überzeugt. Perfekt für alle, die lieber mitdenken als nur erschreckt werden.