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Frauenprobleme

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Über das Buch

Wie leben Frauen heute? Wie gehen sie um mit Schicksalsschlägen, dem gesellschaftlichen Wandel, dem Älterwerden, der Erschöpfung? Dies ist der Versuch einer Bestandsaufnahme, in der die Frauen selbst zu Wort kommen. Frauen, die wütend sind, die alleinerziehend sind, die ihre Heimat verloren haben, ihre Eltern, ihre Nerven. Sie haben kleine oder große Kinder, die sie lieben, aber sie sind zerrissen. Es geht ihnen gut, sagen sie. Sie hatten Glück im Leben, sagen sie. Sie brauchen ihre Freundinnen mehr denn je, sagen sie. 33 Sprachnachrichten von Frauen, die in der Mitte des Lebens stehen, in denen sie offen, intim und halb anonym über all das sprechen, was man mal abfällig Frauenprobleme nannte. Ein Chor weiblicher Stimmen, der unbeschönigt zeigt, wo eine ganze Generation steht.

Editionen (2)

ISBN9783732486663
Verlagargon Sachhörbuch
Erscheinungsdatum27.01.26

Rezensionen & Bewertungen

55 Bewertungen

13 Rezensionen

3,8

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  • birgits_books
    birgits_books

    278 Follower

    4,5

    Ich habe die Texte mit grosser Neugier gelesen - aber wegen der Fülle guter Gedanken nie mehr als zwei oder drei Nachrichten am Stück. Ich habe seitenweise Notizen gemacht und viele Zitate markiert. Ich werde weiter mit dem Buch arbeiten, es weitergeben und mit anderen darüber sprechen. Ich kann es sehr empfehlen - auch für Lesekreise - und habe es in die Liste meiner Highlights 2026 aufgenommen.

    Passend zum Internationalen Frauentag möchte ich heute das Buch "Frauenprobleme" vorstellen, das vor wenigen Wochen erschienen ist. Dafür hat die Herausgeberin Lina Muzur 27 Frauen gebeten, Sprachnachrichten aufzunehmen und zu schildern, was sie in ihrer Lebensmitte bewegt. Die Frauen sind zwischen 1972 und 1988 geboren, haben keine, eins, zwei oder mehr Kinder und kommen aus Berlin oder von anderswo auf der Welt. Die meisten dieser Frauen bleiben anonym. Einige werden mit ihren wirklichen Vornamen genannt, mitunter lässt sich dann aus dem Kontext erschliessen, um welche Persönlichkeiten aus dem Kultur- oder Literaturbetrieb es sich handeln könnte. Herausgekommen ist ein vielschichtiger Statusüberblick, in dem die Reflektierenden Bilanz ziehen und von ihren Ideen für die Zukunft sprechen. Ein grosses Thema ist die Erschöpfung berufstätiger Mütter / Eltern. Antonia sagt: "An irgendeiner Front ist es immer zu wenig." Der Wunsch nach einem Leben im eigenen Tempo klingt mehrfach an. Auch Themen wie Angst vor Altersarmut, Perfektion, Einsamkeit sowie das Verhältnis zur eigenen Mutter oder zum Vater, die eng damit zusammenhängen, werden angesprochen. Daneben geht es auch um die Lage in der Welt - den Klimawandel, die Angriffe auf Frauenrechte, die immer grösser werdende Ungleichverteilung von Ressorcen und die wachsende Anzahl von kriegerischen Konflikten, die in Alltag der Frauen hineinstrahlen. Die Frauen sind sich dessen bewusst, etwas erreicht und Erfahrung gesammelt zu haben, die eine solide Basis für ihre Weiterentwicklung bilden. Sie haben Auswege entdeckt, wie weniger gefallen zu wollen, sich selbst mehr zu fühlen, die eigene Wut konstruktiv zu nutzen und das Altern anzunehmen. Sie feiern Schwesterlichkeit und füreinander einstehen. Julia fasst es mit diesen Worten gut zusammen: "Ich wünsche uns allen, dass wir weniger fertig sind und dass unsere Kinder mit den vielen Herausforderungen der Zukunft umgehen können, vielleicht auch, weil sie gesehen haben, wie doll ihre Eltern gestruggelt haben in diesem System..."

    8. März 2026

  • pyxi_booklover
    pyxi_booklover

    104 Follower

    3,0

    🌟🌟🌟Kann man (Frau) lesen, muss man aber auch nicht

    Hier bekommst du: Viele verschiedene Lebenswelten, Ansichten, politischen Meinungen und Perspektiven unterschiedlicher Frauen zwischen ca. Mitte 30-50. Manchmal viel es mir schwer dranzubleiben, da die Wortwahl für mich fremd klang. Das kann aber daran liegen, dass sie nicht meinem Sprachgebrauch entspricht. Dennoch war es stellenweise interessant, in andere Leben einzutauchen und von den Geschichten der Frauen zu erfahren. Gegen Ende habe ich hier und da einige Seiten übersprungen, da es mir zu anstrengend wurde. Was man berücksichtigen muss, es sind Freundinnen der Autorin die hier zu Wort kommen, entsprechend des Umfeldes, ist aus meiner Sicht, die Sichtweise der Frauen eingefärbt. Ich vermute, andere Frauen haben ähnliche vielleicht aber auch andere Sichtweisen und Lebenserfahrung gemacht. 🔹🔹🔹Ein schöner Gedanke der einen trägt🔹🔹🔹 Das Leben geht leichter, wenn man ohne (selbstauferlegte) Eile lebt und arbeitet. Ich muss mich nicht ständig beeilen 🙏🏼. „Die Langsamkeit ist die Freundin.“

    4. Feb. 2026

  • laroute
    laroute

    131 Follower

    4,0

    Lina Muzur hat Frauen gebeten, ihr ca 15minütige Sprachnachrichten zu schicken und darin zu beschreiben, wie es ihnen geht, was sie beschäftigt... Die meisten Frauen sind zwischen Ende 30 und Anfang 50 und so ergibt sich ein Bild, was Frauen in der Altersgruppe aktuell umtreibt. Es ist kein allumfassendes Bild, denn die Befragten scheinen sich alle in einem ähnlichen Milieu zu bewegen, was eben daran liegt, dass die Herausgeberin mit ihnen allen persönlich bekannt ist. Dies hat sie als Voraussetzung für die gewünschte und entstehende Intimität in den Sprachnachrichten gesehen. Es ist aber trotzdem ein vielfältiges Bild. Ich habe dieses Buch mit einer Freundin ausgetauscht (bzw ihr in die Mutter-Kind-Kur geschickt) und es lädt sehr dazu ein ins Nachdenken zu kommen und auch in den Austausch miteinander zu gehen.

    9. Mai 2026

3 von 13 Rezensionen

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