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„Heart of Night and Fire“ von Nisha J. Tuli ist der Auftakt ihres „Nachtfeuer-Quartetts“. Eine Romantasy inspiriert von der südasiatischen und insbesondere der indischen Mythologie. Was tatsächlich der einzige Grund ist, wieso ich der Autorin noch eine Chance gebe, nachdem sie mich mit ihren „Artefakten von Ouranos“ so zermürbt hat. Doch meine Buchbestie und ich sind immer auf der Suche nach Fantasygeschichten, die abseits unserer heimischen Sagen und Märchen angesiedelt sind, also konnten wir nicht widerstehen. Ein Glück, denn „Heart of Night and Fire“ ist so viel besser als jeder einzelne Band ihrer vorherigen Buchreihe. Natürlich ist es immer noch in vielen Belangen eine recht typische Romantasy mit den allseits bekannten Tropen, es ist aber gleichzeitig eine Geschichte mit eigenen Ideen und von der Norm abweichenden Dynamiken. „Die Artefakte von Ouranos“ hingegen sind ein Sammelsurium aus beliebten Trendbüchern, die zu einer halbwegs funktionalen Geschichte zusammengesetzt wurden. Das einzig Interessante war für mich die Welt, die sie erschaffen hatte. Es wundert also wenig, dass diese mich auch in „Heart of Night and Fire“ wieder am meisten in ihren Bann ziehen konnte. Zwar ist die Welt recht klein, aber das kann ja auch ein Vorteil sein. Gut, dass die deutsche Ausgabe sowohl mit einer Karte als auch einem Glossar daherkommt. Letzteres habe ich übrigens erst nach dem Lesen entdeckt, was mich sehr geärgert hat. Leider hatten wir beide trotzdem einen schweren Start miteinander. Ich habe einen Tag in das Hörbuch „reingehört“ und es ist buchstäblich nichts hängen geblieben. Fast 200 Seiten, an die ich keinerlei Erinnerung hatte. Erst befürchtete ich, es läge an dem Buch selbst, aber es stellte sich dann heraus, dass mein Kopf nur eine Pause benötigte. Ich habe diese 200 Seiten dann also noch einmal quergelesen und dann war ich endlich in der Geschichte drin. Zugegeben, die Charaktere machen es uns Lesern aber auch nicht leicht. Im Verlauf der Handlung entwickelt sich eine schöne Wahlfamilie mit herrlich diversen Persönlichkeiten, die aber allesamt nicht die einfachsten Typen sind. Die Protagonistin ist trotz ihrer 21 Jahre im Grunde noch ein Teenager, da sie „überbehütet“ aufgewachsen ist. Sie hat ein nachvollziehbar schwieriges Verhältnis zu den beiden Männern, mit denen sie aufgewachsen ist. Diese kommen zwar einem Vater und einem Bruder sehr ähnlich, sind aber eben auch gleichzeitig die Menschen, die sie auf ihrem Stück Land eingesperrt haben. Neuen Bekanntschaften vertraut sie entweder zu schnell oder gar nicht – als Leser habe ich im Grunde sowieso jedem misstraut. Da muss man sich tatsächlich etwas durchbeißen bis wir die verschiedenen Persönlichkeiten besser kennen und verstehen lernen. Es lohnt sich! Handlungstechnisch liest sich „Heart of Night an Fire“ wie ein langes Exposé, doch auch das ist völlig in Ordnung bei einer vierteiligen Buchreihe. Tuli steckt hier viel Arbeit in den Weltenbau, die Vorstellung der verschiedenen Fabelwesen und das Kennenlernen der Charaktere. Es gibt am Ende noch keinen straff gespannten roten Faden, aber man hat zumindest schon einmal eine Ahnung, wo die Reise denn hingehen könnte. Alles in allem bin ich ausgesprochen positiv überrascht und freue mich schon auf die Fortsetzung. 3,5/5 Sterne.
29. Dez. 2025
„Heart of Night and Fire“ von Nisha J. Tuli ist der Auftakt ihres „Nachtfeuer-Quartetts“. Eine Romantasy inspiriert von der südasiatischen und insbesondere der indischen Mythologie. Was tatsächlich der einzige Grund ist, wieso ich der Autorin noch eine Chance gebe, nachdem sie mich mit ihren „Artefakten von Ouranos“ so zermürbt hat. Doch meine Buchbestie und ich sind immer auf der Suche nach Fantasygeschichten, die abseits unserer heimischen Sagen und Märchen angesiedelt sind, also konnten wir nicht widerstehen. Ein Glück, denn „Heart of Night and Fire“ ist so viel besser als jeder einzelne Band ihrer vorherigen Buchreihe. Natürlich ist es immer noch in vielen Belangen eine recht typische Romantasy mit den allseits bekannten Tropen, es ist aber gleichzeitig eine Geschichte mit eigenen Ideen und von der Norm abweichenden Dynamiken. „Die Artefakte von Ouranos“ hingegen sind ein Sammelsurium aus beliebten Trendbüchern, die zu einer halbwegs funktionalen Geschichte zusammengesetzt wurden. Das einzig Interessante war für mich die Welt, die sie erschaffen hatte. Es wundert also wenig, dass diese mich auch in „Heart of Night and Fire“ wieder am meisten in ihren Bann ziehen konnte. Zwar ist die Welt recht klein, aber das kann ja auch ein Vorteil sein. Gut, dass die deutsche Ausgabe sowohl mit einer Karte als auch einem Glossar daherkommt. Letzteres habe ich übrigens erst nach dem Lesen entdeckt, was mich sehr geärgert hat. Leider hatten wir beide trotzdem einen schweren Start miteinander. Ich habe einen Tag in das Hörbuch „reingehört“ und es ist buchstäblich nichts hängen geblieben. Fast 200 Seiten, an die ich keinerlei Erinnerung hatte. Erst befürchtete ich, es läge an dem Buch selbst, aber es stellte sich dann heraus, dass mein Kopf nur eine Pause benötigte. Ich habe diese 200 Seiten dann also noch einmal quergelesen und dann war ich endlich in der Geschichte drin. Zugegeben, die Charaktere machen es uns Lesern aber auch nicht leicht. Im Verlauf der Handlung entwickelt sich eine schöne Wahlfamilie mit herrlich diversen Persönlichkeiten, die aber allesamt nicht die einfachsten Typen sind. Die Protagonistin ist trotz ihrer 21 Jahre im Grunde noch ein Teenager, da sie „überbehütet“ aufgewachsen ist. Sie hat ein nachvollziehbar schwieriges Verhältnis zu den beiden Männern, mit denen sie aufgewachsen ist. Diese kommen zwar einem Vater und einem Bruder sehr ähnlich, sind aber eben auch gleichzeitig die Menschen, die sie auf ihrem Stück Land eingesperrt haben. Neuen Bekanntschaften vertraut sie entweder zu schnell oder gar nicht – als Leser habe ich im Grunde sowieso jedem misstraut. Da muss man sich tatsächlich etwas durchbeißen bis wir die verschiedenen Persönlichkeiten besser kennen und verstehen lernen. Es lohnt sich! Handlungstechnisch liest sich „Heart of Night an Fire“ wie ein langes Exposé, doch auch das ist völlig in Ordnung bei einer vierteiligen Buchreihe. Tuli steckt hier viel Arbeit in den Weltenbau, die Vorstellung der verschiedenen Fabelwesen und das Kennenlernen der Charaktere. Es gibt am Ende noch keinen straff gespannten roten Faden, aber man hat zumindest schon einmal eine Ahnung, wo die Reise denn hingehen könnte. Alles in allem bin ich ausgesprochen positiv überrascht und freue mich schon auf die Fortsetzung. 3,5/5 Sterne.
29. Dez. 2025








