
224 Follower
Trotz Schwächen ein Meisterwerk 👍😎.
Gipfelstürmer Ich habe es geschafft! Ich bin am Ziel! Ich habe den „Zauberberg“ erklommen und stehe am Gipfelkreuz 😎. Die Reise hat zwar keine sieben Jahre gedauert, aber mit mehr als drei Monaten war es doch schon ein beachtlicher (zeitlicher) Trip. Oft war ich kurz davor, die Reise abzubrechen, musste auch mal ein paar Tage Pause einlegen, um mich zu erholen, um Kraft zu tanken…Und doch habe ich mich immer wieder aufgerafft, bin weitergewandert, immer den Gipfel im Blick. Hat sich der Aufwand, hat sich die Zeit gelohnt? Ja und gleichzeitig nein. Ja, weil ich trotz allen unterwegs ausgestoßenen Flüchen, Verwünschungen etc. eine wunderbare (literarische) Reise hinter mir habe, die ich nicht so schnell vergessen werde. Nein, weil mir viele Passagen zu lang, zu philosophisch, zu viel belangloses Drumherum-Gerede war; der Roman hätte also gut (oder mindestens) 400 Seiten weniger haben können. Andererseits zeigt Thomas Mann hier (und insbesondere in den „langatmigen“ Passagen) sein ganzes Können als brillanter und (vielseitig belesener) Beobachter menschlicher „Untiefen“, Sitten und Gebräuche. Dies zeigt sich in Haupt- und zahlreichen Nebenfiguren, die mit zum Teil auf die Spitze treibenden ironisch und fein gezeichneten (auch mal filigranen) Merkmalen ausgestattet wurden, die den Leser:innen erlauben, tief in die Psyche oder die Gedankenwelt der Figuren „abzutauchen“ oder auch nur oberflächlich wahr zu nehmen – je nach Standpunkt und ob einem die Figur sympathisch ist oder nicht. Haltet mich für verrückt oder lebensmüde oder sonst etwas: mit (großem) zeitlichen Abstand werde ich dem Zauberberg einen weiteren Besuch abstatten – um dann hoffentlich wieder glücklich vom Gipfel hinab gucken zu können und zu denken „Du hast es (wieder) geschafft.“ 5* (trotz kleiner Kritikpunkte). © kingofmusic
18. Feb. 2026
Trotz Schwächen ein Meisterwerk 👍😎.
Gipfelstürmer Ich habe es geschafft! Ich bin am Ziel! Ich habe den „Zauberberg“ erklommen und stehe am Gipfelkreuz 😎. Die Reise hat zwar keine sieben Jahre gedauert, aber mit mehr als drei Monaten war es doch schon ein beachtlicher (zeitlicher) Trip. Oft war ich kurz davor, die Reise abzubrechen, musste auch mal ein paar Tage Pause einlegen, um mich zu erholen, um Kraft zu tanken…Und doch habe ich mich immer wieder aufgerafft, bin weitergewandert, immer den Gipfel im Blick. Hat sich der Aufwand, hat sich die Zeit gelohnt? Ja und gleichzeitig nein. Ja, weil ich trotz allen unterwegs ausgestoßenen Flüchen, Verwünschungen etc. eine wunderbare (literarische) Reise hinter mir habe, die ich nicht so schnell vergessen werde. Nein, weil mir viele Passagen zu lang, zu philosophisch, zu viel belangloses Drumherum-Gerede war; der Roman hätte also gut (oder mindestens) 400 Seiten weniger haben können. Andererseits zeigt Thomas Mann hier (und insbesondere in den „langatmigen“ Passagen) sein ganzes Können als brillanter und (vielseitig belesener) Beobachter menschlicher „Untiefen“, Sitten und Gebräuche. Dies zeigt sich in Haupt- und zahlreichen Nebenfiguren, die mit zum Teil auf die Spitze treibenden ironisch und fein gezeichneten (auch mal filigranen) Merkmalen ausgestattet wurden, die den Leser:innen erlauben, tief in die Psyche oder die Gedankenwelt der Figuren „abzutauchen“ oder auch nur oberflächlich wahr zu nehmen – je nach Standpunkt und ob einem die Figur sympathisch ist oder nicht. Haltet mich für verrückt oder lebensmüde oder sonst etwas: mit (großem) zeitlichen Abstand werde ich dem Zauberberg einen weiteren Besuch abstatten – um dann hoffentlich wieder glücklich vom Gipfel hinab gucken zu können und zu denken „Du hast es (wieder) geschafft.“ 5* (trotz kleiner Kritikpunkte). © kingofmusic
18. Feb. 2026






