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Mansfield Park

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Über das Buch

Ein schmuckes Herrenhaus mit Park und Stallungen in der stillen Landschaft von Northamptonshire: das ist «Mansfield Park», der Schauplatz dieses bewegten Familienromans. Im Kreis ihrer begüterten Verwandten hat die scheue Fanny kein leichtes Leben. Doch triumphiert zuletzt Charakterstärke über Geltungssucht, und Treue zu sich selbst wird in reichem Maße belohnt.

In hochsommerlicher Hitze bricht eine Gruppe ausgelassener junger Menschen zu einem Reitausflug auf. Freunde sind zu Besuch im herrschaftlichen «Mansfield Park», und die Söhne und Töchter des Hauses wollen den Gästen die reizvolle Umgebung zeigen. Einzig zurück bleibt – wie so oft – die stille Fanny. Als Kind verarmter Verwandter kann sie sich glücklich schätzen, bei den wohlhabenden Bertrams Aufnahme gefunden zu haben. Doch immer wieder bekommt sie zu spüren, dass man sie nicht als ebenbürtiges Mitglied der Familie betrachtet.

Jane Austens vierter Roman zeigt einen Wandel im Schaffen der großen englischen Autorin an. Der Kreis der Personen weitet sich, und das Augenmerk der Autorin gilt vermehrt auch der Darstellung unterschiedlicher sozialer Milieus. Das dichte Beziehungsgeflecht zwischen den Personen ist aufs kunstvollste gewoben. Die Charakterschilderungen erreichen ein Höchstmaß an Verfeinerung und Nuanciertheit.

Dem bunten Reigen der Eitelkeiten, die Jane Austen mit gewohnt treffsicherer Ironie entlarvt, setzt sie mit Fanny eine fast unscheinbare Heldin entgegen. Dank ihrer Menschenkenntnis und Standfestigkeit entpuppt diese sich als prägende Figur des populären, mehrfach verfilmten Romans.

Editionen (36)

ISBN9783717510260
VerlagManesse
Erscheinungsdatum01.09.68
Seitenzahl672

Rezensionen & Bewertungen

398 Bewertungen

45 Rezensionen

3,8

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  • verarscht
    verarscht

    1087 Follower

    4,0

    Jane Austen in der super anspruchsvollen Version.

    Fanny war ein so sympathischer Charakter, ich habe mit ihr um ihre Liebe gebangt und gehofft das sie noch ihren verdienten Verehrer bekommt ♥️ Jane Austen schafft es einfach so tiefgründige Charaktere zu schaffen ! So wie ich Fanny mochte habe ich Mr. Norris verabscheut, diese kleine fiese Person. Der Schreibstil war sehr anspruchsvoll und manchmal anstrengend. Die Sätze haben sich zum Teil über eine halbe Seite gezogen. Es war nicht mein liebster Roman aber eine tolle Geschichte 💕und ich liebe einfach diese wunderschönen Coppenrath Ausgaben

    Jane Austen in der super anspruchsvollen Version.

    9. Mai 2025

  • 4,0

    Heute möchte ich euch den Roman 'Mansfield Park' von Jane Austen vorstellen, der erstmals 1814 erschienen ist. Die deutsche Übersetzung stammt von Margit Meyer. Im Mittelpunkt der Geschichte steht Fanny Price, die aus einfachen Verhältnissen zu ihren wohlhabenden Verwandten, den Bertrams, geschickt wird und dort eher am Rand der Familie aufwächst. Sie entwickelt eine enge Bindung zu ihrem Cousin Edmund, während sie zugleich die moralisch fragwürdigen Einflüsse der charmanten Geschwister Henry und Mary Crawford beobachtet. Als ein geplantes Theaterstück die verborgenen Charakterzüge der Beteiligten ans Licht bringt, geraten Beziehungen ins Wanken und erste romantische Verwicklungen entstehen. Henry versucht, Fanny für sich zu gewinnen, doch sie bleibt standhaft, da sie seine Unbeständigkeit durchschaut. Nach einem Skandal um ihre Cousine Maria zeigt sich schließlich, wie bedeutend Fannys moralische Integrität ist und Edmund erkennt am Ende ihren wahren Wert. Der Roman besticht vor allem durch Austens feinsinnigen Schreibstil, der von subtiler Ironie und einer scharfen Beobachtungsgabe geprägt ist. Ihre Stilmittel wirken dabei nie aufdringlich, sondern entfalten ihre Wirkung leise und oft zwischen den Zeilen. Auch die Figuren sind vielschichtig und differenziert gezeichnet: Fanny Price hebt sich als zurückhaltende, aber moralisch standhafte Protagonistin deutlich von den oft impulsiveren oder berechnenderen Charakteren ihrer Umgebung ab. Besonders die familiären Dynamiken sowie der Einfluss der Crawfords sorgen für spannende Entwicklungen und zwischenmenschliche Konflikte. Die Handlung entfaltet sich ruhig und stark charaktergetrieben, wobei alltägliche Ereignisse und feine Beziehungsgeflechte im Mittelpunkt stehen. Das zentrale Element des Theaterstücks bringt dabei zusätzliche Dynamik in die Geschichte, auch wenn dieser Abschnitt für meinen persönlichen Geschmack etwas zu ausführlich geraten ist. Thematisch setzt sich der Roman mit Moral, gesellschaftlichen Erwartungen, Standesunterschieden und persönlicher Integrität auseinander. Die Atmosphäre bleibt dabei meist zurückhaltend und beobachtend, durchzogen von einer leisen Kritik an den gesellschaftlichen Normen der Zeit. Insgesamt richtet sich das Buch vor allem an Lesende, die klassische Literatur, ruhige Erzählweisen und tiefgehende Figurenstudien schätzen. Wer hingegen eine temporeiche oder stark handlungsgetriebene Geschichte sucht, könnte sich hier etwas schwerer tun. Trotz kleiner Längen würde ich den Roman definitiv empfehlen, besonders für Austen-Fans und alle, die Freude an gesellschaftskritischen Klassikern haben. Bewertung: 4 von 5 Sterne ✨️

    4. Mai 2026

  • emilo
    emilo

    434 Follower

    4,5

    keineswegs Austens schwächster Roman

    Für mich ist Mansfield Park keineswegs Jane Austens schwächerer Roman, nur ihr unbequemster. Er ist weniger romantisch, sprachlich herausfordernder und ernster im Ton. Meine Theorien, warum einige das Buch als schwach bezeichnen: 1. Fanny erscheint oft passiv, aber ich empfinde sie als moralisch stark. Ihr Nein zu Henry, ihr Widerstand gegen Gruppenzwang und gesellschaftlichen Druck; das ist keine Schwäche oder Passivität. Es ist nicht leicht (aktiv) Nein zu sagen. 2. Mary funktioniert für mich heute nicht mehr eindeutig als Gegenfigur. Vieles, was im Roman kritisch angelegt ist, ihr Pragmatismus, ihre Direktheit, ihr gesellschaftlicher Blick, wirkt aus moderner Perspektive eher selbstbewusst und klug als unmoralisch. Ja sie ist kein Engel aber sie verstellt sich nicht und sagt was sie denkt. Heute nennt man so was eine Power Frau. 3. Das Ende ist für manche vermutlich unbefriedigend, da Fanny wie eine 2. Wahl wirkt. So ist das Ende zwar realistischer und passend zum Moral des Buches, aber es ist auch weniger romantisch, weniger Austenlike. Das Buch spricht allerdings Themen an, die aktueller sind als man erwartet. 1. Nein heißt Nein: Henrys anhaltendes Werben, obwohl Fanny klar ablehnt, sowie die Art wie alle versuchen, Fanny zu überreden. 🤯 2. Gaslighting: Die Art, wie Fanny immer wieder eingeredet wird, sie solle dankbar sein oder übertreibe... Gaslighting 🚩 Ein bisschen erinnert mich Mansfield Park an due Romane der Bronte Schwestern. Für mich ist MP also nicht schwächer, nur ernster.

    15. Feb. 2026

3 von 45 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Jane Austen

Jane Austen (1775–1817) wurde in Steventon, Hampshire, geboren und wuchs im elterlichen Pfarrhaus auf. Nach Meinung ihres Bruders führte sie »ein ereignisloses Leben«. Sie heiratete nie. Ihre literarische Welt war die des englischen Landadels, deren wohl kaschierte Abgründe sie mit feiner Ironie und Satire entlarvte. Psychologisches Feingefühl und eine lebendige Sprache machen ihre scheinbar konventionellen Liebesgeschichten zu einer spannenden Lektüre. Vor einigen Jahren wurde Jane Austen auch vom Kino wiederentdeckt: »Sinn und Sinnlichkeit« mit Emma Thompson und Kate Winslet gewann 1996 den Golden Globe als bester Film des Jahres und den Oscar für das beste Drehbuch; »Stolz und Vorurteil« mit Keira Knightley war 2006 für vier Oscars nominiert. »Emma« wurde 2009 von der BBC als vierteilige Fernsehserie gezeigt und mit einem Emmy ausgezeichnet. »Verstand und Gefühl« wurde 2011 gleich zweimal, 2014 ein weiteres Mal in modernen Adaptionen verfilmt. Ihre Werke »Verstand und Gefühl«, »Northanger Abbey«, »Überredung«, »Mansfield Park«, »Überredung« und »Emma« sind auch als hochkarätige Hörspielinszenierungen erschienen.

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