Blick ins Buch

Romane

Was ich von ihr weiß

4,2(49)
Sofort lieferbarKostenloser Versand
Jetzt kaufen

Über das Buch

Der sensationelle Romanerfolg aus Frankreich: Die Geschichte eines Paares, das gegen die Konventionen der Zeit kämpft. »Ein zauberhaftes Buch über eine unerschütterliche Liebe.« Le Figaro Magazine. Lieblingsbuch der Buchhändler*innen in Frankreich. Ausgezeichnet mit dem Prix Goncourt.

»Über manches, was uns fehlt, kommen wir nie hinweg.« Im großen Spiel des Schicksals hat Mimo – Michelangelo Vitaliani - die falschen Karten gezogen. In Armut geboren, wird er als kleiner Junge zu seinem Onkel nach Italien gegeben, um das Handwerk eines Bildhauers zu erlernen. Dort, in dem kleinen ligurischen Dorf Pietra d’Alba, begegnet er Viola, Tochter aus gutem Hause und jüngstes Kind der Orsinis, einer angesehenen Adelsfamilie. Viola scheint vom Glück begünstigt zu sein, doch sie ist eine junge Frau, die nicht in die Zeit passt. Sie will »fliegen« - auf eigenen Beinen stehen, aus dem engen gesellschaftlichen Korsett ausbrechen, das für eine Frau ihres Standes nur die Ehe vorsieht. Von ihrer ersten Begegnung an durchleben Viola und Mimo Seite an Seite die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts, den Aufstieg des Faschismus und die Unruhen der Weltkriege. Er, der ungewöhnlich kleine Bildhauer, wird ein von der Elite gefeierter Künstler; sie versucht unermüdlich, ihre Träume als emanzipierte Frau zu verfolgen. Beide werden sich immer wieder verlieren und finden, als Verbündete oder Gegner, ohne ihre Freundschaft jemals aufzugeben. Aber was nützt Mimo aller Ruhm, wenn er Viola am Ende doch ziehen lassen muss?

Editionen (3)

ISBN9783641319366
VerlagLuchterhand
Erscheinungsdatum01.04.25
Seitenzahl512

Rezensionen & Bewertungen

49 Bewertungen

16 Rezensionen

4,2

Tippen zum Filtern

  • lydik
    lydik

    197 Follower

    4,5

    Das Buch lässt mich irgendwie sprachlos zurück. Eine Geschichte, die ein ganzes Leben erzählt. Hier geht es um den kleinen Mimo, der nach dem Tod des Vaters zu seinem „Onkel“ kommt. Er kommt aus Frankreich, nach Italien und landet in Pietra d‘Alba. Dort erlernt er bei seinem fiesen Onkel das Bildhauen. Eines Tages lernt er Viola Orsini kennen und die Beiden verbindet seitdem eine tiefe, fast seelenverwandte Verbindung. Allerdings wird diese Verbindung durch die Herkunft der Beiden immer gestört. Viola kommt aus einem reichen Haus, während Mimo aus einfachen Verhältnissen stammt. Doch nun beginnt ein Abenteuer, welches aus Mut, Bildhauen, Politik, Faschismus, der Natur, Betrug und Verlust geebnet wird. Mimo und Viola finden immer zusammen und es ist die einzige Konstante die sie am Leben hält. Ein wirklich wunderschön erzähltes Buch… Man kann Italien fühlen, den bearbeiteten Stein auf der Haut spüren. ▪️ francese ▪️Freundschaft ▪️die Bärin Bianca ▪️ Flügel ▪️Bildhauen ▪️ pietra ▪️ Brüder ▪️ Florenz ▪️ der Vatikan ▪️ Lieben ▪️ Uniformen ▪️Mussolini ▪️ Krieg ▪️was siehst du?

    17. Aug. 2025

  • stier
    stier

    248 Follower

    4,0

    Eine inspirierende Erzählung, teilweise langatmig, über die Herausforderungen und Erfolge eines Paares, das gegen die Konventionen der Zeit kämpft. Der kleinwüchsige Mimo und die adelige Viola stehen für eine unerschütterliche Liebe, die stärker ist als jede gesellschaftliche Norm.

    26. Mai 2026

  • siralexfelixson
    siralexfelixson

    323 Follower

    4,5

    Ein wirklich großartiger Roman

    "Mit meinen dreizehn Jahren war ich frühreif, aber so sah man es damals nicht. Die Welt war sehr viel einfacher. Man war reich oder arm, tot oder lebendig. Die Zeiten kannten kein Dazwischen." Ein paar wirklich schöne und intensive Lesestunden hat mir Jean-Baptiste Andrea mit seinem Roman "Was ich von ihr weiß" beschert. Übersetzt aus dem Französischen von Thomas Brovot. Michelangelo (Mimo) Vitalianikommt als Sohn italienischer Auswanderer 1904 in Frankreich zur Welt. Mimos Vater ist Bildhauer und bringt ihm alles bei, was er wissen muss. Doch dann kommt der Krieg, aus dem Mimos Vater nicht zurückkehrt. Da das Geld knapp ist, schickt Mimos Mutter ihren Sohn zu einem Verwandten nach Italien. Italien, ein Land, das zwar in seinem Blut ist, das er aber nicht kennt. Mimo ist ein Freigeist, der mehr sein möchte als man ihm zugestehen will. Und er kämpft darum größer zu sein. "Ich verdanke alles meinem Vater, unserem viel zu kurzen Miteinander auf dieser Magmakugel. Man hat mir schon Gleichgültigkeit unterstellt, weil ich nur wenig von ihm gesprochen habe. Hat mir vorgeworfen, ich hätte ihn vergessen. Vergessen? In jeder meiner Bewegungen hat mein Vater gelebt. Bis zu meinem letzten Werk, bis zu meinem letzten Schlag." Viola Orsini ist ebenfalls ein Freigeist. Sie gehört einer adligen und einflussreichen Familie an, von denen niemand weiß, wo sie eigentlich herkommen. Schon als junges Mädchen trotzt sie den gesellschaftlichen Normen. Auch sie will hoch hinaus, obwohl das etwas ist, dass einem Mädchen einfach nicht zusteht. Viola will fliegen, doch das gesellschaftliche Korsett engt sie ein. "Glaubst du, die Kriege werden von den Toten geführt? Dass sie dir am Wegesrand auflauern? Die Toten sind unsere Freunde. Du solltest lieber Angst haben vor den Lebenden." Das erste Aufeinandertreffen ist seltsam, das zweite umso mehr. Doch Mimo und Viola sind kosmische Zwillinge - zwei Magnete, die sich immer wieder zueinander hinziehen. Ihre Leben sind vom ersten Moment bis zuletzt eng miteinander verwoben. "Weggehen wird nichts ändern. Die schlimmste Gewalt ist die Gewohnheit. Die Gewohnheit, die dazu führt, dass eine Frau wie ich, intelligent, denn dafür halte ich mich, nicht über sich selbst bestimmen kann." "Was ich von ihr weiß" ist eine traurige Lebensgeschichte, die uns die Hauptfigur Michelangelo Vitaliani auf seinem Sterbebett erzählt. Es ist die Geschichte eines oftmals sehr schweren Lebens, die hier und da von ein paar Glanzpunkten erhellt wird. Eine Geschichte die geprägt ist von Vorurteilen und Intoleranz, von Tragik und Momenten des Glücks und vor allem von dem Kampf seine Träume und Wünsche zu erfüllen. Durchbrochen wird diese Geschichte von Michelangelos letzten Stunden und dem Geheimnis um seine Pietà. In der ersten Hälfte des Buches haben mich diese Unterbrechungen schon ziemlich gestört, doch im Laufe der Geschichte wurde mir dann einiges im Bezug auf diese Statue klarer. Trotzdem hätte es diese Abschnitte für mich im Grunde nicht gebraucht. Andrea hat in seinem Roman auch einige geschichtliche Begebenheiten einfließen lassen, die der Geschichte einen sehr authentischen Rahmen bieten. Insgesamt war das für mich eine wirklich großartige Lektüre, auch wenn es nicht ganz für ein Highlight gereicht hat. Irgendwas fehlte mir noch, damit es mich vollends umgehauen hätte, allerdings kann ich dieses Etwas gerade noch nicht greifen. "Wenn Christus das Leiden ist, dann ist, ob es euch gefällt oder nicht, Christus eine Frau."

    Ein wirklich großartiger Roman

    8. Mai 2025

3 von 16 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Jean-Baptiste Andrea

Jean-Baptiste Andrea, 1971 in Cannes geboren, ist Romanautor und Filmemacher. Er wurde für »Was ich von ihr weiß« mit dem renommierten Prix Goncourt ausgezeichnet und gilt »in Frankreich als einer der vielversprechendsten Autoren seiner Generation« (DER SPIEGEL). Jean-Baptiste Andrea studierte Politik- und Wirtschaftswissenschaften in Paris. Seine Romane wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Er lebt in Cannes.

Lesen ist schöner mit der READO App.

Bücher entdecken, tracken, gemeinsam lesen.

Bibliothek

Behalte den Überblick