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Sommerhaus am See

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Über das Buch

Sechs Menschen, drei Tage, ein Familientreffen. »Poissant ist einer der besten jungen Erzähler Amerikas.« Lauren Groff

Kraftvoll und mit feinem Gespür für das Zwischenmenschliche erzählt David Poissant von den Verwerfungen innerhalb einer Familie: von seelischen Verwundungen, sorgsam gehüteten Geheimnissen, von Untreue, Alkoholsucht, Homosexualität, Rivalität und Eifersucht, aber auch von der Kraft der Versöhnung.

Die Familie Starling lebt über das ganze Land verstreut, im Sommer aber kommen sie alle in dem kleinen Häuschen am See in North Carolina zusammen. Die Eltern Lisa und Richard stehen nach einer langen Karriere an der Cornell University kurz vor der Pensionierung und wollen das Sommerhaus der Familie verkaufen und sich nach Florida zurückziehen. Diese Entscheidung überrascht ihre beiden erwachsenen Söhne, Michael, einen Verkäufer, und Thad, einen aufstrebenden Dichter. Zusammen mit ihren Lebenspartnern fahren die beiden Brüder für ein letztes Wochenende an den Ort, der mit so vielen schönen Erinnerungen verbunden ist. Doch als ein Kind vor den Augen von Michael ertrinkt, der vergeblich versucht, es zu retten, gerät das über Jahre fein austarierte Gleichgewicht der Familie aus den Fugen. Alle sechs sehen sich auf einmal gezwungen, die Untiefen ihrer eigenen Schwächen und Ängste zu erkunden, sich ihren eigenen Lebenslügen zu stellen. Die drei Tage am See nehmen eine unerwartete Wendung.

Editionen (2)

ISBN9783641269760
Verlagbtb
Erscheinungsdatum11.04.24
Seitenzahl384

Rezensionen & Bewertungen

84 Bewertungen

18 Rezensionen

3,7

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  • minijane
    minijane

    166 Follower

    4,0

    Von wegen Familienidylle im Sommerhäuschen Dieser Familienroman ist alles andere als leicht. Familie Starling trifft sich ein letztes Mal im Sommerhäuschen der Eltern Lisa und Richard, weil diese entschieden haben zur Pensionierung nach Florida umzusiedeln und ihren Besitz am Christopher Lake in North Carolina aufzugeben. Hier hat die Familie viele glückliche Sommer verbracht. Die erwachsenen Söhne Michael und Thad reisen mit ihren Partnern an. Michael ist mit seiner Frau Diane gekommen, die er sogar am See kennengelernt hat und Thad hat seinen Lebenspartner Jake mitgebracht. Es könnte ein harmonisches und friedvolles Wochenende werden. Doch dann passiert ein tragisches Unglück am See, bei dem ein kleiner Junge stirbt und alles Leid, dass die Familienmitglieder mit sich herumschleppen, wird an die Oberfläche gespült. Michael ist schwerer Alkoholiker, unglücklich im Job und hochverschuldet. Jetzt wird er auch noch Vater, obwohl er mit Diane die Vereinbarung hatte keine Kinder in die Welt zu setzten. Sein Bruder Thad hat sich nach Depressionen mehrfach versucht das Leben zu nehmen und ist ständig bekifft. Außerdem lebt sein Freund Jake seine Lust in einer offenen Beziehung aus, mit der Thad nicht umgehen kann. Und auch bei den Eltern ist nicht alles in Ordnung. Lisa hat entdeckt, dass Richard fremdgegangen ist und beide trauern noch um ihr erstes Kind, dass nur 1 Monat alt geworden ist. Der Autor schafft tiefgründige Figuren und zeichnet ein gesellschaftskritisches Bild des heutigen Amerika. Dabei gelingt es ihm Klischees und Kitsch zu vermeiden. Trotzdem war mir der Schluss zu versöhnlich. Es passte nicht zu der Menge an Leid und Düsternis, die sich durch den Roman ziehen und wirkt am Ende leider nicht mehr ganz authentisch.

    20. Juni 2024

  • corphi
    corphi

    157 Follower

    4,0

    Ein Roman über ein Familientreffen mit vielen sorgsam gehüteten Geheimnisse.....

    Ein Roman über ein Familientreffen mit vielen sorgsam gehüteten Geheimnisse.....

    25. Juli 2025

  • leselicht78
    leselicht78

    201 Follower

    4,0

    Erzählung über eine amerikanische Familiengeschichte

    Der Roman ist eine Erzählung einer Familiengeschichte. Sechs Menschen, drei Tage, ein Familientreffen. Lisa und Richard laden ein letztes Mal ein, ein langes Wochenende im Ferienhaus an einem See zu verbringen. Sie stehen kurz vor der Pensionierung und wollen das Haus dann verkaufen. In dem Haus tauchen alte Erinnerungen auf. Es scheint ähnlich von der Zeit gebeutelt zu sein wie die Familie selbst, hat Blessuren davon getragen und ist reparaturbedürftig. Die Geschichte beginnt gleich mit einer Metapher: ein Kind ertrinkt in den Tiefen des Sees, Sohn Michael will es retten, verliert aber während der Bergung den Kontakt, so dass es ertrinkt. Sein scheinbaren Versagen begleitet sowohl ihn als auch seinen depressiven Bruder Thad. Beide Söhne haben es trotz hohem Intellekt nicht geschafft, etwas aus ihrem Leben zu machen. Der eine ist unmotivierter Schuverkäufer à la Al Bundy, der andere ein Dichter ohne Veröffentlichungen und Kiffer. Die Familie trägt Altlasten und destruktive Strukturen mit sich, die sich im Laufe des Romans entblättern. David James Poissant durchleuchtet dabei kritisch die amerikanische Gesellschaftsstruktur. Von Trump bis Obama, von der intelektuellen Elite, der arroganten Kunstszene, dem Umgang der Amerikaner mit Homosexualität bis zum Abgrund, dem Bodensatz der Gesellschaft, taucht der Leser während des Lesens in den amerikanischen Sumpf wie Sohn Michael zu Beginn auf den Grund des Sees taucht. Wer könnte dieses Buch mögen? Mich erinnerte der Schreibstil an Joël Dicker, nur weniger langweilig.Wer psychologische und gesellschaftskritische Erzählungen mag liegt hier auf jeden Fall richtig.

    1. Apr. 2024

3 von 18 Rezensionen

Autorin / Autor

Über David James Poissant

David James Poissant zählt zu den vielversprechenden, hochgelobten Erzähltalenten Amerikas. Für seinen mehrfach preisgekrönten Kurzgeschichtenband »The Heaven of Animals« wurde er bereits mit Richard Ford und Raymond Carver verglichen. »Sommerhaus am See« ist sein Romandebüt, »so scharfsinnig, so berührend, so beeindruckend erzählt, dass man kaum glauben kann, dass es von jemandem geschrieben wurde, der noch am Anfang seiner Karriere steht.« (Atlanta Journal). David Poissant unterrichtet Creative Writing an der University of Central Florida und lebt mit seiner Frau und seinen Töchtern in Orlando.

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