Blick ins Buch

Romane

Kaffee und Zigaretten

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Über das Buch

»Kaffee und Zigaretten« verwebt autobiographische Erzählungen, Aperçus, Notizen und Beobachtungen zu einem erzählerischen Ganzen, in dem sich Privates und Allgemeines berühren, verzahnen und wechselseitig spiegeln. Es geht um prägende Erlebnisse und Begegnungen des Erzählers, um flüchtige Momente des Glücks, um Einsamkeit und Melancholie, um Entwurzelung und die Sehnsucht nach Heimat, um Kunst und Gesellschaft ebenso wie um die großen Lebensthemen Ferdinand von Schirachs, um merkwürdige Rechtsfälle und Begebenheiten, um die Idee des Rechts und die Würde des Menschen, um die Errungenschaften und das Erbe der Aufklärung, das es zu bewahren gilt, und um das, was den Menschen erst eigentlich zum Menschen macht. In dieser Vielschichtigkeit und Bandbreite der erzählerischen Annäherungen und Themen ist »Kaffee und Zigaretten« das persönlichste Buch Ferdinand von Schirachs.

Editionen (5)

ISBN9783641245498
VerlagLuchterhand
Erscheinungsdatum04.03.19
Seitenzahl192

Rezensionen & Bewertungen

855 Bewertungen

115 Rezensionen

3,8

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  • ebob
    ebob

    300 Follower

    5,0

    Wow, schreibt der gut!

    Ich bin sprachlos. Von Schirach schreibt so bewegend und zieht dich in den Plot, ohne viele Worte zu benutzen. Beispiel gefällig? Näher kann man einem Suizidversuch gedanklich nicht kommen: „Er nimmt den schwarzen Lauf des Gewehrs in den Mund, er ist eigenartig kalt auf der Zunge. Dann drückt er ab.“ Zum Glück ist nichts passiert, da der Mann im Suff vergessen hatte, Patronen einzulegen. Das Buch ist abwechslungsreich, unterhaltsam, geistreich und lehrreich. Selten findet man heute ein Medium das all dies wiedergibt. Und wie gesagt, eine schriftstellerische Meisterleistung! Chapeau!

    5. Apr. 2025

  • buchfluesterin
    buchfluesterin

    150 Follower

    3,0

    Autobiographische Splitter – mal glänzend, mal flüchtig

    In Kürze 📌 Das wohl persönlichste Buch von Ferdinand von Schirach: Eine Komposition aus autobiographischen Erzählungen, Erlebnissen und Begegnungen. Rezension 💭 Ein Buch wie „Kaffee und Zigaretten“ von Ferdinand von Schirach zu bewerten, finde ich aufgrund der autobiographischen Züge ziemlich schwierig. Wie soll man auch Erlebnisse und Begegnungen von anderen Menschen bewerten? Sie sind, was sie sind. Aber sind sie es auch wert erzählt zu werden? Da bin ich bei diesem Buch ehrlich gesagt etwas gemischter Meinung. Manche der Texte empfand ich als spannende oder interessante Erzählungen. Vor allem durch die kurzen Kapitel fand ich es beeindruckend, mit wie wenigen Worte von Schirach die Erlebnisse und Begegnungen in meinem Kopf zum Leben erwecken konnte. Manchmal hätte ich nur zu gerne gewusst, wie es weiter ging. Während mich die Texte über Recht und Menschenwürde besonders inspiriert haben, wirkten andere Erzählungen auf mich sehr willkürlich und unbedeutend. Vielleicht hat es mir dabei auch einfach an Verständnis gemangelt, erreichen konnten sie mich jedoch nicht. Im Nachhinein ist das Buch leider schneller verblasst als gehofft. Fazit ✨ Wer gerne Bücher von Ferdinand von Schirach liest, freut sich sicherlich über die persönliche Note, die die Erzählungen umgeben. Mit wenigen Worten schafft es von Schirach wieder, seine Leser zu fesseln und Geschichten zu erzählen, deren Ende man unbedingt erfahren möchte. Dennoch erschienen mir manche Texte eher beiläufig und sind in meiner Erinnerung schnell verblasst.

    Autobiographische Splitter – mal glänzend, mal flüchtig

    17. Aug. 2025

  • mary_shelley
    mary_shelley

    47 Follower

    3,5

    Glück ist eine Farbe und immer nur ein Moment.

    Es ist eine Gedankensammlung. Manche Kapitel sind so kurz, daß sie wahrscheinlich nicht mehr sind als eine Kritzelei im Notizbuch. Andere sind tatsächlich Kurzgeschichten und hinterlassen eine Farbe, eine Gefühl. Oft sind scheinbar willkürliche Gedanken zu einem harmonischen Ganzen verflochten - und manchmal ist das Ganze überhaupt nicht harmonisch. Schirach schreibt klar und nüchtern. Und ich glaube mir ist bei diesem Buch (nachdem ich schon drei weitere von ihm gelesen hatte) zum ersten Mal aufgefallen, wie wenig seine Perspektive meiner eigenen gleicht. In seinem Nüchternen Ton beschreibt er Menschen am Scheitern, beim Stolpern oder im Unglück ihrer Existenz. Und beim Lesen denkt man sich: ja so sind Menschen. So leben und so sterben wir. Dabei ist das gar nicht so. Man kann Menschen auch anders sehen als Schirach es tut.

    10. Aug. 2025

3 von 115 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Ferdinand von Schirach

Der Spiegel nannte Ferdinand von Schirach einen »großartigen Erzähler«, die New York Times einen »außergewöhnlichen Stilisten«, der Independent verglich ihn mit Kafka und Kleist, der Daily Telegraph schrieb, er sei »eine der markantesten Stimmen der europäischen Literatur«. Seine Bücher wurden vielfach verfilmt und zu millionenfach verkauften internationalen Bestsellern. Sie erschienen in mehr als vierzig Ländern. Die Theaterstücke Terror und Gott zählen zu den erfolgreichsten Dramen unserer Zeit, und Essaybände wie Die Würde des Menschen ist antastbar sowie die Gespräche mit Alexander Kluge Die Herzlichkeit der Vernunft und Trotzdem standen monatelang auf den deutschen Bestsellerlisten. Ferdinand von Schirach wurde vielfach mit Literaturpreisen ausgezeichnet. Er lebt in Berlin. Zuletzt erschienen von ihm u.a. die Erzählsammlung Nachmittage sowie der Theatermonolog Regen.

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