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Romane

Voraussetzungen einer Erzählung: Kassandra

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Über das Buch

Christa Wolfs Vorlesungsreihe an der Johann Wolfgang von Goethe–Universität in Frankfurt a. Main im Sommer 1982 wurde zu einem spektakulären Ereignis, die nachfolgende Buchveröffentlichung der Vorlesungen und der Erzählung Kassandra zu einem internationalen Bestseller. Weibliche Subjektwerdung und der Entwurf einer Ästhetik unter dem Stichwort 'weibliches Schreiben' sind die Themen der Texte dieses Bandes, der dem Textstand der zwölfbändigen Werkausgabe folgt und erstmals im Taschenbuch die vollständige Fassung der Frankfurter Poetik-Vorlesungen enthält.

Editionen (2)

ISBN9783630620725
VerlagSammlung Luchterhand
Erscheinungsdatum01.03.04
Seitenzahl240

Rezensionen & Bewertungen

3 Bewertungen

1 Rezensionen

4,0

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  • aristipp_girl
    aristipp_girl

    69 Follower

    5,0

    "Wer sonst ist schon begierig, seine Zukunft zu kennen, als ein Mensch der nicht im Gleichgewicht ist? Wolf berichtet von ihrer Griechenlandreise, den Gesprächen vor Ort, den Erlebnissen. Sie gibt Einblicke in ihr Schreibtagebuch, das weit über das Projekt Kassandra hinaus geht. Es folgt ein Brief und zuletzt Auszüge aus "Kassandra". Ich bin froh dieses Buch gelesen zu haben. Mit einem zweimaligen Leseversuch von Kassandra im Nacken und dem Scheitern an Wolfs dröger Art, muss für mich Verstehen her. Dafür ist dieses Buch bestens geeignet. Sie nimmt einen mit in ihr Denken. Wie sie über einzelne literarische Texte nachdenkt, diese in Alltagssituationen in ihr arbeiten, wie sie die Gedanken dreht und wendet und mit den Themen ihrer und vergangener Zeit verknüpft und reflektiert. Und siehe da, auf einmal erscheint sie mir nicht mehr dröge und angestrengt. Ihre rationale Betrachtungsweise und ihr Verstand sind eine Wohltat. Das Buch ist extrem reichhaltig und erfordert ein langsames Lesen und eintauchen. Ich werde es definitiv ein zweites mal lesen müssen. Ein starker Fokus liegt auf der Frau als Objekt. Dem Ringen um Autonomie. Wie sie an die Sehergabe gekommen ist und der Frage der Ästhetik, so zu schreiben, wie Max Frisch sagte: "als rechne man mit keiner Nachwelt mehr". "Es gibt keinen Spielraum für Veränderung.... Sie sieht die Zukunft weil sie den Mut hat die wirklichen Verhältnisse der Gegenwart zu sehen." Auf gehts! Dritter Anlauf mit "Kassandra"

    3. Sept. 2024

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