Blick ins Buch

Fantasy

Der Leuchtturm an der Schwelle der Zeit

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Über das Buch

»Komm nach Hause, wenn du dich erinnerst.«

1898 erwacht Joe Tournier ohne jegliche Erinnerungen am Bahnhof Gare du Roi in Londres. Die Welt steht Kopf: England ist französisch, und Joe wird in eine psychiatrische Klinik eingewiesen. Nur wenig später, als er wieder in Freiheit ist, trifft eine rätselhafte Postkarte bei ihm ein, die 90 Jahre zu ihm unterwegs war.

Auf der Postkarte ist ein Leuchtturm auf einer Insel in den Äußeren Hebriden mit dem Namen Eilean Mor abgebildet, auf der Rückseite steht ein kurzer Text: »Liebster Joe, komm nach Hause, wenn du dich erinnerst. M.« Was hat es mit dem Leuchtturm auf sich und wie kann ein Mann mittleren Alters aus einer 90jährigen Vergangenheit heraus vermisst werden? Und wer ist M.? Joe macht sich schließlich auf die nicht ungefährliche Reise nach Schottland, um den Leuchtturm zu suchen und findet stattdessen einen Weg in die Vergangenheit. Unversehens gerät er in die Turbulenzen der großen Schlachten zwischen England und Frankreich, die lange vor seiner Geburt entschieden wurden. Schnell wird klar, dass jeder Schritt in die Vergangenheit auch seine Zukunft beeinflusst.

»Halten Sie sich das Wochenende frei und lassen Sie sich entführen.« New York Times

Editionen (4)

ISBN9783608986365
VerlagKlett-Cotta
Erscheinungsdatum24.09.22
Seitenzahl544

Rezensionen & Bewertungen

147 Bewertungen

37 Rezensionen

3,8

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  • siralexfelixson
    siralexfelixson

    323 Follower

    3,5

    Gute Unterhaltung mit kleinen Mankos.

    Natasha Pulley hat mit "Der Leuchtturm an der Schwelle der Zeit" einen historischen Zeitreiseroman geschrieben, der es geschafft hat mich insgesamt ganz gut zu unterhalten. (Übersetzt aus dem Englischen von Jochen Schwarzer.) Auf der kleinen schottischen Insel Eilean Mòr steht ein geheimnisvoller Leuchtturm. Je nachdem von wo man einen Blick darauf wirft, sieht er entweder wie eine alte Ruine aus oder wie neu gebaut. Joe ist verwirrt, er kann sich weder an sein Leben noch an seine angebliche Frau Alice erinnern, geschweige denn daran Leibeigener zu sein. Nur an seinen Namen kann er sich erinnern. Und so fügt er sich seinem Schicksal. Als ihn eines Tages eine fast 100 Jahre alte Postkarte mit der Nachricht: "Lieber Joe, komm nach Hause, wenn du dich erinnerst. M." erreicht, auf dem der Leuchtturm von Eilean Mòr abgebildet ist, macht er sich auf den Weg und übertritt vor Ort eine Zeitenschwelle. Plötzlich findet er sich auf dem einem Schiff der englischen Marine mitten im Krieg zwischen England und Frankreich um 1805 wieder. Wie anfangs schon erwähnt, hat mich Pulleys Roman insgesamt gut unterhalten, wenn auch nicht komplett überzeugt. Was an verschiedenen Punkten lag. Einerseits haben mich die Zeitsprünge manchmal etwas verwirrt und andererseits wurde es im mittleren Teil etwas seeehr langatmig - wenn auch historisch interessant. Was mich zusätzlich etwas gestört hat, ist der Umstand, dass die Menschen es in der Story einfach so hingenommen haben, dass da jemand aus der Zukunft kam. Kein wirkliches Innehalten, keine Skepsis, nichts. Da würde man sich doch eigentlich wundern und irritiert sein und das nicht einfach akzeptieren. Das war in meinen Augen schon ein wenig unlogisch. Doch sonst konnte mich die Storyline an sich wirklich packen, wollte ich doch unbedingt wissen, ob Joe sich wieder an alles erinnern kann und natürlich auch, was es überhaupt mit seiner Geschichte auf sich hat. Das Ende fand ich dann auch wieder rund und so entließ mich Pulley zufrieden aus ihrer Geschichte.

    Gute Unterhaltung mit kleinen Mankos.

    22. März 2024

  • milynya
    milynya

    31 Follower

    5,0

    Mein Herz ist ein Schlachtfeld.

    Dieses Buch ist definitiv jetzt schon eins meiner Highlights für dieses Jahr. Ehrlich gesagt war es erst ein Spontankauf, der Klappentext bereitet einen wirklich nicht darauf vor, was einen erwartet! Andererseits kann man auch nicht erwarten, dass er detailliertere Beschreibungen liefert, denn an der Seite von Joe muss der Leser erst einmal dessen Identität finden. Ist das Buch also ein Detektivroman? Was Historisches? Fantasy?! (Denn es geht ja irgendwie auch um Zeitreisen?) Zu allem ja und nein. Wie es bei guten Büchern so ist, gehen sie über Genregrenzen hinaus und ich bin froh, diesen Spontankauf getätigt zu haben. Die Charaktere sind wunderbar komple, geheimnisvoll, aber trotzdem mehr als authentisch motiviert. Es ist traurig, es ist freudig, manchmal brutal, oft spannend... Und das beste ist: Es fühlt sich alles sehr organisch an, man merkt, dass gut recherchiert wurde! Ohne den Leser mit Informationen zu bombardieren wird man geschickt in einen Leuchtturm oder an Bord eines Schiffes versetzt. Und wie die Beziehung der wichtigsten Charaktere sich entwickelt... Diese Spannung, die Widersprüchlichkeiten...unglaublich gut zu lesen! Mehr kann man leider nicht verraten, Spoiler gibt's hier nicht! Große Empfehlung!

    14. März 2025

  • tantedodi
    tantedodi

    41 Follower

    5,0

    Unerwartet aber dafür einfach wunderbar

    10. Mai 2024

3 von 37 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Natasha Pulley

Natasha Pulley studierte in Oxford Englische Literatur. Nach Stationen im Buchhandel und bei der Cambridge University Press in den Bereichen Astronomie und Mathematik setzte sie ihre Studien in Tokyo fort. Sie erhielt ein Stipendium der Gladstone’s Library als Writer in Residence. Gegenwärtig hat sie Lehraufträge an den Universitäten von Bath und Cambridge. Ihr Debüt Der Uhrmacher in der Filigree Street gewann den Betty Trask Award und wurde ein internationale Bestseller. Zuletzt erschien in der Hobbit Presse ihr Roman Der Leuchtturm an der Schwelle der Zeit.

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