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Romane

Das Lied des Dionysos

4,0(36)
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Über das Buch

»Natasha Pulleys phantastischer wilder Dionysos wird Sie völlig in seinen Bann ziehen!« Luna McNamara

Der junge Krieger Phaidros rettet in Theben ein ausgesetztes Baby, von dem eine ganz eigenartige Faszination ausgeht, vor dem sicheren Tod und bringt es zum Tempel der Artemis, in dem verwaiste Kinder aufgezogen werden. Wer kann schon ahnen, dass mit dem kleinen Jungen unvergleichliches Unheil über ganz Theben, ja über der ganzen Welt aufzieht.

Was hat es mit dem Findlingskind auf sich? Ist es ein Bastard oder vielleicht gar von Zeus gezeugt? Jahre später, Troja ist gefallen und die Soldaten um Phaidros rüsten die Schiffe zur Heimfahrt. Da begegnen sie auf einer Insel einem seltsam schönen Jüngling und nehmen ihn gefangen. Ihm droht nun das Los als, Sklave verkauft zu werden, – was für ein Frevel! Das Kentern des Schiffs ist erst der Beginn einer verheerenden Rache, des gedemütigten Dionysos. Über Theben breitet sich eine nie dagewesene Dürre aus. Aber noch schlimmer: Eine seltsame Macht ergreift Gemüt und Verstand der Menschen, der Wahnsinn geht um. Und doch hängt das Herz von Phaidros an dem Gott, der ihm in vielerlei Gestalt begegnet. Natasha Pulley erzählt so spannend und lebendig von der Antike, als wäre es es gestern gewesen.

»Ein schillerndes Labyrinth von einem Buch, das einen nicht loslässt. Pulleys phantastischer wilder Dionysos die Leserinnen völlig in seinen Bann ziehen, und Phaidros sprühender Geist und Humor schlägt einen auf jeder Seite. Eine überwältigende Hommage an den Gott des göttlichen Wahnsinns.« – Luna McNamara, Autorin von PSYCHE AND EROS

Editionen (1)

ISBN9783608966848
VerlagKlett-Cotta
Erscheinungsdatum16.08.25
Seitenzahl544

Merkmale

4 Bewertungen

VielschichtigSympathischEntwickelndGlaubwürdigVerstörendMittel

Rezensionen & Bewertungen

36 Bewertungen

15 Rezensionen

4,0

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  • dinne
    dinne

    169 Follower

    3,0

    Slow Burn in der Antike mit Beigeschmack

    Natasha Pulley und ein Buch das sich mit einer mythologischen Figur auseinander setzt? Das kann nur gut werden - dachte ich. Tatsächlich ist dieses Werk für mich das schwächste bisher. Ich finde die Welt die sie erschaffen hat wirklich gut - wir scheinen uns in Theben der mykenischen Zeit zu befinden, also so um 1200 v. Chr. Ihre Version des Dionysos ist wirklich spannend, denn er ist nicht richtig greifbar und dabei so komplex und so subtil. Phaidros des Hauptcharakter und Erzähler der Geschichte wächst einen ans Herz. Er ist ein tief traumatisierter Krieger, der viel Verlust erlitten hat und dennoch so voller Ehre und Pflichterfüllung ist. Die Beziehung zwischen den beiden entfaltet sich auch sehr sehr langsam. Gefühlt eigentlich nur in den letzten hundert Seiten und bleibt ganz zart. Die beiden sind so bedeutsam für einander. Ich hätte gerne mehr Zeit mit ihnen gehabt. Das Buch lässt sich auch eigentlich gut lesen, aber...Aber. Gleichzeitig ist es auch stellenweise etwas zäh, man tanzt des öfteren dezent im Kreis und die Geschichte hätte man auch wirklich auf weniger Seiten erzählen können. Der Wahnsinn grassiert nicht nur in Theben. Ich hab auch irgendwie was anderes vom Buch erwartet. Wahrscheinlich das die Beziehung zwischen Dionysos und Phaidros mehr im Mittelpunkt steht. Und ein weniger netten Dionysos vielleicht. Für den Gott des Wahnsinns war er doch Recht lieb. Und ein Aspekt möchte ich kritisieren. Die Beziehung zwischen Helios und Phaidros. Helios ist der Bruder der thebanischen Königin. Er hat Phaidros aufgezogen. Ihn zum Krieger ausgebildet. Und die beiden haben sich geliebt. Aber nicht nur als Vater/Sohn oder großer Bruder/kleiner Bruder. Helios war auch der Ehemann von Phaidros und gute 15 Jahre älter. Zwar beschreibt Phaidros das Helios ihn nicht körperlich nah kam, weil Phaidros zu jung war und es wird auch nicht ganz klar, ob ihr Verhältnis je in diese Richtung ging, aber irgendwie ist der Subtext da? Also mindestens Grooming ist hier. Und ja, historisch betrachtet gab es Päderastie. Aber dann hätte die Autorin das irgendwie anders behandeln können/ oder anders adressieren?- so ist es zugegeben subtil und nur zwischen den Zeilen geschrieben. Aber irgendwie war die Andeutungen da.

    22. März 2026

  • ro_ke
    ro_ke

    483 Follower

    3,5

    Das antike Setting überzeugt aber mir war die Umsetzung oft zu „modern“ und die Handlung/Dialoge insgesamt zu ausschweifend-rätselhaft!

    5. Okt. 2025

  • soulfulrina_reads
    soulfulrina_reads

    116 Follower

    5,0

    Meine neue Lieblingsgeschichte aus der Welt der Mythen

    Ich habe mich sofort in die Charaktere verliebt, besonders in Phaidros und Dionysos. Phaidros ist unglaublich vielschichtig: Als Mündel von Helios aufgenommen, wächst er zu einem liebenswerten Jungen heran. Als er der Schwester von Helios begegnet, ist er abgelenkt und fasziniert von einem Baby mit leuchtend blauen Augen. Eines Nachts schleicht er sich unerlaubt durch die Gänge und wird Zeuge eines Blitzeinschlags. Er nimmt das Baby in seine Obhut und bringt es in einen Tempel, um es zu retten. Später, als ausgebildeter Soldat, begegnet er auf einer Insel erneut einem jungen Mann mit denselben Augen. An Bord des Schiffes, das den Jungen in die Sklaverei bringen soll, begegnet dieser allem mit Gleichgültigkeit und einem amüsierten Blick. Plötzlich geschehen auf dem Schiff merkwürdige Dinge: Efeu wächst auf dem Bord, totes Holz wird wieder lebendig. Als das Schiff schließlich sinkt, sagt der Junge zu Phaidros, dass er ihn wiederfinden wird – und Phaidros lebt fortan mit dieser Gewissheit. Pflicht und Loyalität gegenüber der Königin stehen für Phaidros an erster Stelle, doch tief in ihm steckt eine Sehnsucht. Nach Helios’ Verlust funktioniert er nur noch. Alles, was er sich wünscht, ist, dass der Fremde mit den blauen Augen ihn endlich erlöst – doch was für ein Unglück er nach Theben dadurch bringt, damit hätte er niemals gerechnet. Ich habe das Buch in nicht mal drei Tagen verschlungen. Der Schreibstil ist flüssig und fesselnd, aber das Spannendste ist Phaidros selbst: stark, unbeugsam und brutal, wenn es die Pflicht verlangt, und gleichzeitig einsam, liebevoll und von seiner Sehnsucht nach dem blauäugigen Gott geplagt. Besonders gut gefallen hat mir, wie Dionysos als Gott dargestellt wird. Er ist nicht dieses unnahbare, unsterbliche Überwesen, sondern sehr menschlich, verletzlich und emotional. Das macht die Beziehung zwischen ihm und Phaidros besonders spannend und berührend. Action gibt es nicht viel, dafür geht es viel um Politik, Ehrgefühl und Pflicht – gegenüber dem Volk und der eigenen Familie. Immer wieder tauchen philosophische Fragen auf, die Phaidros vor Entscheidungen stellen und seine selbst auferlegte Pflicht hinterfragen. Insgesamt ein großartiges Buch, das mit Leichtigkeit wie ein Tanz im Rausch daherkommt, aber gleichzeitig tiefgründig ist. Die Charaktere sind komplex, und die zarte Liebesgeschichte entwickelt sich langsam und auf absolut menschliche Weise – auch wenn das Ende göttlich ist. Für mich gehört es, neben Madeline Millers Circe - zu den besten mythologisch inspirierten Geschichten, die ich bisher gelesen habe. *unbezahlte Werbung- Rezensionsexemplar

    28. Sept. 2025

3 von 15 Rezensionen

SocialReads

Seitenbasierte Kommentare

Seite 5911%
shura.pineglow
shura.pineglow18. Juni 2026

"Genau so klang seine Stimme: wie der Scheiterhaufen von Königreichen"

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Autorin / Autor

Über Natasha Pulley

Natasha Pulley studierte in Oxford Englische Literatur. Nach Stationen im Buchhandel und bei der Cambridge University Press in den Bereichen Astronomie und Mathematik setzte sie ihre Studien in Tokyo fort. Sie erhielt ein Stipendium der Gladstone’s Library als Writer in Residence. Gegenwärtig hat sie Lehraufträge an den Universitäten von Bath und Cambridge. Ihr Debüt Der Uhrmacher in der Filigree Street gewann den Betty Trask Award und wurde ein internationale Bestseller. Zuletzt erschien in der Hobbit Presse ihr Roman Der Leuchtturm an der Schwelle der Zeit.

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