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Der gelbe Bleistift

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Über das Buch

Phnom Penh, Peshawar, Vientiane, Tokio, Rangun. Als ausgewiesener Asien-Kenner und ehemaliger Indien-Korrespondent des »Spiegel« zeigt Christian Kracht dem Leser Asien, wie er es bislang noch nicht erleben durfte. Lakonisch beobachtend, nie zynisch, flaniert er durch den Kontinent und knüpft hierbei an die große angloamerikanische Tradition der Reiseschriftstellerei an.

Editionen (2)

ISBN9783596185313
VerlagFISCHER Taschenbuch
Erscheinungsdatum09.10.12
Seitenzahl192

Rezensionen & Bewertungen

15 Bewertungen

2 Rezensionen

3,8

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  • readzilla
    readzilla

    147 Follower

    3,0

    Zwischen Beobachtung und Kulturschock ✏️

    "Der gelbe Bleistift" war für mich ein Buch, an das ich zunächst mit völlig anderen Erwartungen herangegangen bin. Ohne vorher viel über Christian Kracht zu wissen, hatte ich eher mit einem privaten Reisebericht gerechnet — bekommen habe ich jedoch etwas deutlich Eigenwilligeres und dadurch auch Interessanteres. Das Buch funktioniert nämlich weniger als Reiseführer, sondern vielmehr als Sammlung persönlicher Beobachtungen, Begegnungen und teils skurriler Erlebnisse eines Journalisten und Drehbuchautors, der mit einem sehr eigenen Blick durch verschiedene Teile Asiens reist. Gerade dadurch entstehen Eindrücke, die man auf gewöhnlichen Urlaubsreisen vermutlich nie erleben oder überhaupt wahrnehmen würde. Besonders angenehm fand ich dabei den Schreibstil. Kracht schreibt oft trocken, leicht distanziert und mit einem Humor, der sich eher zwischen den Zeilen entfaltet. Manche Szenen wirken fast beiläufig erzählt und bleiben gerade deshalb im Kopf. Gleichzeitig merkt man immer wieder, dass hier jemand schreibt, der beobachtet statt bewertet — auch wenn gelegentlich eine gewisse Ironie oder Absurdität mitschwingt. Das Buch lebt weniger von einer großen Handlung als von Atmosphäre und Perspektive. Es sind diese kleinen kulturellen Eigenheiten, absurden Situationen und kurzen Begegnungen, die den Reiz ausmachen. Gerade für Menschen, die sich für Asien interessieren, bietet das Buch deshalb spannende Einblicke fernab typischer Klischees oder Hochglanz-Reiseberichte. Man kann "Der gelbe Bleistift" problemlos an einem Tag lesen, doch genau diese Leichtigkeit macht es perfekt für zwischendurch — wie eine kleine Reise durch fremde Orte der 90er und Gedankenwelten des Christian Kracht.

    Zwischen Beobachtung und Kulturschock ✏️

    25. Mai 2026

  • jari
    jari

    56 Follower

    3,0

    Seit ich meinen ersten Kracht gelesen habe, begeistert er mich immer wieder. Natürlich greife ich deshalb auch gerne zu seinen älteren Titeln, wie eben diesem hier. In "Der gelbe Bleistift" sind Reiseberichte von Krachts Asienaufenthalten in den 90ern gesammelt, was sehr viel des Charmes dieser Sammlung ausmacht. Eben aufgrund des Alter kann man als lesende Person davon ausgehen, dass sich in den bereisten Ländern unterdessen so viel verändert hat, dass vieles davon nicht mehr stimmig sein mag. Deshalb kann man sich ganz und gar auf den Kern der Texte konzentrieren: Christian Kracht. Krachts Art und Weise seine Erlebnisse zu erzählen ist eine Kunst für sich. Er erschafft eine heitere, stets neugierige Atmosphäre und berichtet abseits des gängigen Reiseformats. Die Beiträge erinnern im Gegenteil eher an private Tagebucheinträge. Der Autor schreibt auch mit seiner eigenen Art von Humor, spritzig, manchmal auch mit einem zwinkernden Auge. Stets bewegt er sich auch im Kreise der Literatur, der Musik und des Films. Meine Ausgabe ist voller bunter Zettel mit Hinweisen auf diverse künstlerische Werke, die ich mir genauer anschauen möchte. Somit ist mein Buch von aussen genauso bunt wie der Inhalt innen.

    21. Dez. 2024

Autorin / Autor

Über Christian Kracht

In Saanen in der Schweiz wurde Christian Kracht am 29. Dezember 1966 geboren. Nach der Schule nahm er in den USA das Studium der Filmwissenschaften auf, arbeitete bei verschiedenen Presseerzeugnissen und begann dann zu reisen – durch Asien ebenso wie durch Afrika oder den Südpazifik. Er zählt zu den modernen deutschsprachigen Schriftstellern. Seine Werke sind in 30 Sprachen übersetzt. 2012 erhielt Christian Kracht den Wilhelm-Raabe-Preis, für den Roman »Die Toten« 2016 den Schweizer Buchpreis sowie den Hermann-Hesse-Literaturpreis; als auch 2022 den Wolfgang-Koeppen-Preis. Zuletzt erschienen die Romane »Eurotrash« und »Air«.

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