Blick ins Buch

Romane

Der Sandmaler

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Über das Buch

Stefan und Elisabeth treffen sich auf dem Flug nach Afrika kurz nach dem Abitur wieder. Gegen Ende der Schulzeit hatten sie eine flüchtige Beziehung. Während Stefan das Strandleben genießt, will Elisabeth das fremde Land in Afrika verstehen. Sie freundet sich mit einem Lehrer an, der ihr die historischen Hintergründe erklärt, und der einheimische Guide Ndou führt sie durch die ärmsten Viertel. Elisabeth lernt, die Welt und ihr eigenes Leben mit anderen Augen zu sehen. Bereits in Mankells erstem Afrika-Roman sind seine späteren großen Themen versammelt: die Schönheit der Natur, die Überlebenskunst der Einheimischen, die Gedankenlosigkeit der weißen Touristen und die Nachwirkungen des Kolonialismus.

Editionen (4)

ISBN9783552058545
VerlagZsolnay, Paul
Erscheinungsdatum21.08.17
Seitenzahl160

Rezensionen & Bewertungen

24 Bewertungen

4 Rezensionen

3,9

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  • ronafelicitas
    ronafelicitas

    572 Follower

    5,0

    Mich hat Das Buch richtig wütend gemacht, so gut ist es geschrieben. Es geht um Rassismus und um die Kolonialzeit. Henning Mankell war ein toller Autor. Ich liebe all seine Werke. Die ich bis jetzt gelesen habe. Er nimmt kein Blatt vor den Mund . Er ist drastisch und hart. Aber deshalb mag ich ihn so sehr. Ich kann jedem das Buch empfehlen.

    23. Okt. 2024

  • zeilenlichtung
    zeilenlichtung

    58 Follower

    4,0

    Elisabeth und Stefan sind lose aus der Schulzeit miteinander verbunden, als sie sich zufällig am Flughafen wiederbegegnen – und im selben Flieger nach Afrika sitzen. Was als autonome Reise in die Einsamkeit beginnt, wird zu einer gemeinsamen Erfahrung. Mit unterschiedlichen Hintergründen und Haltungen erkunden sie das bereiste Land. Während Elisabeth sich der historischen Verantwortung des Kolonialismus stellt und sich der Kultur öffnet, reist Stefan – ohne Fragen zu stellen, ohne zu sehen. Ein Roman über das Erbe des Kolonialismus, über Ignoranz und Verantwortung – und darüber, wie Reisen unseren Blick auf die Welt verändert. Kurzweilig und klar führt Mankell in die Diskrepanz zwischen kolonialistischer Verantwortung und aneignendem Verhalten – und weckt damit meine Wut auf die Gleichgültigkeit. "Und dann fügte er hinzu, die Bilder seien ein Geschenk für sie, aber sie könne es nicht mitnehmen, wie die Touristen es machten. Daraufhin berührte er flüchtig ihre Wange und ging davon."

    18. Okt. 2025

  • limona
    limona

    6 Follower

    5,0

    1:1 Bines rating von 2017: "Mir hat das Buch extrem gut gefallen. Viel besser als ich dachte, hatte ich doch immer im Hinterkopf, dass es sich hierbei um ein sehr frühes Werk von Henning Mankell handelt. Eigentlich ist es eher ein neutraler Reisebericht, als eine spannende Story, doch gerade das hat mir so gut an dem Buch gefallen. Es werden einige Perspektiven auf das afrikanische Land südlich der Sahara aufgemacht, die eine mehr, die andere weniger. So steht das touristische Vergnügen neben furchtbarer Armut und Elend. Dieser Kontrast, ohne wertende Kommentare, hat mir einige Male den Atem stocken lassen. In jedem Fall bleibt viel Platz, sich selber Gedanken zu machen. Die leichte, geradlinige Sprache trägt dazu bei, dass man selber im Kopf viel ergänzt und die Gedanken schweifen lässt. Wenn ein Buch so etwas schafft, ist es für mich ein gutes Buch. Man merkt, dass hinter der Handlung eine echte Reise nach Afrika steht, denn die Beobachtungen der Charaktere wirken sehr authentisch. Als Leser fühlt man sich, als bereise man das Land selber. Ein wirklich toller Roman, der unaufgeregt daherkommt, leicht zu lesen ist und neue Perspektiven eröffnet, die auch nicht immer moralisch korrekt sind, aber eben berücksichtigt werden und so dem Leser ein eigenes Urteil überlassen wird. Sehr empfehlenswert! (less)"

    28. Jan. 2023

3 von 4 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Henning Mankell

Henning Mankell (1948 - 2015) lebte als Schriftsteller und Theaterregisseur in Schweden und Maputo (Mosambik). Seine Romane um Kommissar Wallander sind internationale Bestseller. Zuletzt erschienen bei Zsolnay Treibsand (Was es heißt, ein Mensch zu sein, 2015), die Neuausgabe von Die italienischen Schuhe (Roman, 2016), Die schwedischen Gummistiefel (Roman, 2016) und die frühen Romane Der Sandmaler (2017), Der Sprengmeister (2018) und Der Verrückte (2021).

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