Blick ins Buch

Biografien

3096 Tage

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Über das Buch

Vom Schulweg ins Verlies, ein Schicksal, das Europa erschütterte

Über Jahre lebte Natascha Kampusch als Kind an einem Ort ohne Zeugen. Schule, Freunde und Familie gab es für sie nur noch in der Erinnerung. Schritt für Schritt beschreibt sie, wie Angst, Kontrolle und kleine Freiräume ihren Alltag bestimmten.

Der Fall von Natascha Kampusch gehört zu den bekanntesten Entführungen der jüngeren europäischen Geschichte. Als Zehnjährige verschwindet sie auf dem Schulweg und lebt fortan in einem abgeschotteten Versteck, kontrolliert von ihrem Entführer, dem Nachrichtentechniker Wolfgang Priklopil. Über viele Jahre entwickelt sie Routinen, um den Alltag in der Gefangenschaft zu überstehen. In »3096 Tage« spricht sie erstmals ausführlich über die Entführung, die Zeit der Isolation, ihr schwieriges Verhältnis zu Wolfgang Priklopil und darüber, wie es ihr gelang, dieser Hölle zu entkommen und den Weg zurück in ein eigenes Leben zu finden. So setzt sie den Bildern von außen eine präzise und persönliche Darstellung ihrer Geschichte entgegen.

Das Buch zeigt, wie eng persönliche Erfahrung, mediale Deutung und gesellschaftliche Erwartungen miteinander verbunden sind. So wird »3096 Tage« zu einem eindringlichen Zeugnis moderner Zeitgeschichte.

»Das Dokument einer Selbstermächtigung und die Zurückweisung der banalen Psychologisierungsmuster des Boulevards ... Ein gutes Buch.« Der Tagesspiegel, Dennis Scheck


Editionen (7)

ISBN9783548374260
VerlagUllstein Taschenbuch Verlag
Erscheinungsdatum13.01.12
Seitenzahl288

Merkmale

3 Bewertungen

SpannendVerstörendGlaubwürdigEntwickelndSympathischVielschichtig

Rezensionen & Bewertungen

411 Bewertungen

71 Rezensionen

4,4

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  • tahlly
    tahlly

    410 Follower

    5,0

    Ein Buch, das ich eigentlich gar nicht bewerten möchte.

    "Niemand kommt als Monster auf die Welt. Wir alle werden durch unseren Kontakt mit der Welt, mit anderen Menschen zu dem, was wir sind. Und damit tragen wir alle letzlich eine Verantwortung für das, was in unseren Familien, in unserem Umfeld passiert." Ehrlich gesagt fällt es mir schwer, dieses Buch so zu bewerten, wie ich andere Bücher bewerte. Es ist ein Erfahrungsbericht. Es ist ein sehr persönlicher und intensiver Einblick in das Leben von Natascha Kampusch und deshalb fühlt es sich für mich einfach falsch an, hier nach Kriterien wie Spannung oder Unterhaltung zu bewerten. Für mich war es eine sehr intensive Erfahrung, ihre Geschichte einmal komplett aus ihrer eigenen Perspektive zu hören. Natürlich kennt man den Fall aus den Medien, aber das, was man im Fernsehen oder in Nachrichten sieht, ist nur ein Bruchteil dessen, was sie tatsächlich erlebt hat. Zu lesen, wie sie mit dieser Situation umgegangen ist, war für mich echt krass. Wie reflektiert sie über ihre Situation spricht, beeindruckt mich. Dass sie bis zum Ende versucht, das Verhalten ihres Täters zu verstehen, ohne ihn dabei zu entschuldigen, finde ich bemerkenswert. Nach allem, was sie erlebt hat, sagt sie trotzdem, dass Menschen nicht von Grund auf böse sind, sondern dass Lebensumstände Menschen zu dem machen, was sie sind. Auch ihre Haltung gegenüber den Medien fand ich sehr interessant. Gerade die Schilderungen darüber, wie einige Journalisten versucht haben, aus ihrem Leid eine Sensation zu machen, haben mich sehr nachdenklich gemacht. Insgesamt hat mich dieses Buch ziemlich baff zurückgelassen. Nicht, weil es „spannend“ im klassischen Sinne war, sondern weil es so ehrlich und direkt ist.

    Ein Buch, das ich eigentlich gar nicht bewerten möchte.

    9. März 2026

  • sarinabookworm
    sarinabookworm

    164 Follower

    5,0

    Unglaublich

    Ich bin schockiert. Ich habe geweint. Ich war außer mir...... es tut mir schrecklich leid Natascha ❤️‍🩹

    Unglaublich

    24. Feb. 2026

3 von 71 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Natascha Kampusch

Natascha Kampusch, Jahrgang 1988, war zehn Jahre alt, als sie auf dem Schulweg entführt wurde. Erst nach über acht Jahren gelang ihr die Flucht. Seitdem versucht sie, ihr Leben in Freiheit zu meistern. Seit einigen Jahren engagiert sie sich für traumatisierte Jugendliche.

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