Sternstunden der Menschheit
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Beschreibung
Zeitlose Buchklassiker neu entdecken: hochwertige Ausgaben der Weltliteratur
Sie haben Sprichwörter geprägt, stehen auf Lehrplänen weltweit und ihre Autor:innen sind unvergessen: Zeitlose Buchklassiker gehören zum festen Kanon der Weltliteratur und faszinieren Leser:innen seit Generationen. Werke, die Jahrzehnte oder sogar Jahrhunderte überdauern und heute aktueller sind denn je.
Seit 2013 finden diese literarischen Meisterwerke in der Reihe „Erlesenes Lesen“ aus dem Alfred Kröner Verlag eine besondere Heimat.
Ergänzt durch fundierte Anmerkungen und ein einordnendes Nachwort ermöglichen diese Werkausgaben vor allem Studierenden, Literaturbegeisterten und kulturinteressierten Leser:innen einen einfachen, zugleich tiefgehenden Zugang zur großen Literatur und wecken nachhaltig die Freude am Lesen zeitloser Werke.
- Innen und außen besonders: Klassiker, die man gelesen haben muss
- Renommierter Verlag mit Tradition: der Alfred Kröner Verlag, inspiriert von Nietzsche
- „Erlesenes Lesen“: Weltliteratur zugänglich gemacht für alle Leser:innen
- Große Autor:innen von der Antike bis zur Moderne: von Marc Aurel über Büchner bis Stefan Zweig
- Klassische Literatur in hochwertig gestalteten Leinenbänden mit besonderer Haptik
Viele große Werke der Literatur wirken auf den ersten Blick anspruchsvoll oder sogar einschüchternd. Doch genau hier setzt der Alfred Kröner Verlag an: Die Kombination aus hochwertiger Gestaltung und verständlicher Aufbereitung macht klassische Literatur zugänglich, lesbar und neu erlebbar.
So werden aus vermeintlich anspruchsvollen Buchklassikern vertraute Geschich-ten, die begeistern und die Weltliteratur in jedes Wohnzimmer bringen!
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Stefan Zweig (1881–1942) steht für eine bewegte, bildkräftige und nuancierte Prosa. Er ist Autor von packenden, psychoanalytischen Novellen, lebendigen kulturhistorischen Biographien und Essays sowie großer historischer Romane. Nach seiner Emigration wählte er schließlich, innerlich gebrochen und verzweifelt aufgrund der Zerstörung des geistigen Europa, zusammen mit seiner zweiten Frau den Freitod.
Beiträge
Interessanter Einblick in mehr oder weniger bekannte Geschichten der Menschheit. Natürlich alles sehr subjektiv betrachtet, es ist nun mal kein Geschichtsbuch. Ich mochte aber besonders den emotionalen, epischen Erzählstil - vielleicht auch deshalb, weil ich das Buch zum größten Teil meinem Mann vorgelesen habe. Das machte mir besonders viel Spaß, weil die Sprache doch so anders war, als heute Geschriebenes.
Alles Nichtstun versteckt immer nur eine Feigheit der Seele.
In Sternstunden der Menschheit bringt Stefan Zweig dem Leser seine zwölf persönlich als weltgeschichtlich bedeutend erachteten Momente näher. Dabei deckt er eine beeindruckende Bandbreite ab – von geologischen und kriegerischen bis hin zu musikalischen und dichterisch geprägten Ereignissen. Ob man jeden dieser Momente individuell als gleichermaßen relevant empfindet oder überhaupt kennt, darf dabei durchaus bezweifelt werden. Gerade das macht diese Sammlung von Erzählungen jedoch so lesenswert: Für jeden Leser ist etwas Neues dabei. Zudem besitzt jede Geschichte ihren eigenen stilistischen Charakter. Während die kriegerischen und geologischen Ereignisse eher erzählerisch geprägt sind, weisen die musikalischen und literarischen Kapitel deutlich dichterische Züge auf.
Spannende Einblicke.
Das Buch ist wirklich sehr interessant und gibt dem Leser viele spannende Einblicke in die für den Autor besonderen „Sternstunden der Menschheit“. Viele der Ereignisse mag man kennen, jedoch werden sie nochmal tiefer beleuchtet und man lernt noch einiges dazu. Wirklich informativ, spannend und trotzdem unterhaltsam!
What I didn't know when starting this book was that Stefan Zweig did indeed coin the German term "Sternstunde" as an extraordinary or decisive event in history. However the selection of these events seems quite random so I have to guess they may just have been historical events which excited him personally – also considering the pathos with which he retells them.For me the book definitely has more to say about how history was regarded in the German 1920s than the actual historical events described here.
Erstaunlich, wie wenig mir diese Sammlung von 12 historischen Miniaturen gefallen hat. Es steckt natürlich viel Phantasie und Subjektivität darin, wenn sich ein Schriftsteller zwei Dutzend weltbewegende Sekunden herauspickt, in denen das Schicksal der Menschheit eine neue Wendung bekam. Genauso theatralisch wie dieser Satz, war auch die Erzählweise Zweigs. Von dem hervorragenden Novellisten konnte ich nichts entdecken. Er überzieht die Geschehnisse mit einem wertenden Pathos, der mich fast an kleine Epen erinnern ließ. Und ich mag diese Art der Heldenverehrung nicht. Dostojewskis Hinrichtung, die kurz vor Vollzug, gestoppt wird, schreibt Zweig sogar in einer Art Versform. Und Tolstois Flucht vor der Frau, um in Ruhe sterben zu können, ist schon fast ein kitschiges Schauspiel.
Leider nicht so spannend.
Puh, nicht ganz mein Buch. Irgendwie konnte ich die Aufmerksamkeit nicht halten und bin gedanklich beim Lesen immer wieder abgedriftet. Hab mir dann das Hörbuch, eingelesen von Stefan Kaminsky, zur Hilfe geholt. Damit ging es dann. War trotzdem leider kein Highlight für mich.
Wir haben das Buch im November bei Literat besprochen. Hier ein paar Hintergrund-Infos zu dem Buch und Autor. Meine persönliche Rezension ist am Ende. Stefan Zweig wurde 1881 in Wien in eine großbürgerlich-jüdische Familie geboren – eine Familie, die zwar jüdische Wurzeln hatte, aber nicht religiös lebte. Zweig wuchs in einer Atmosphäre von Bildung, Kunst und internationalem Austausch auf, und das hat ihn sehr geprägt. Schon in jungen Jahren reiste er viel und bewegte sich selbstverständlich in europäischen Kulturkreisen – er verstand sich als Weltbürger, als jemand, dessen kulturelle Heimat nicht ein einzelnes Land war, sondern Europa als geistige Gemeinschaft. Außerdem war Zweig überzeugter Pazifist – nach den Erfahrungen des Ersten Weltkrieges setzte er sich für ein friedliches, geeintes Europa ein. Das ist wichtig, um sein späteres Werk und auch seine persönliche Tragik zu verstehen. In den 1920er Jahren wurde er zu einem der beliebtesten Schriftsteller des deutschsprachigen Raums. Thomas Mann hat in z.B. sehr geschätzt. Seine Novellen und Biografien zeichneten sich durch dramatische Erzählspannung und zugleich eine sehr feine psychologische Beobachtungsgabe aus. Er hat Arbeiten zu großen Frauenfiguren geschrieben, wie Maria Stuart oder Marie Antoinette. Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten änderte sich Zweigs Leben radikal. Seine Bücher wurden 1933 verbrannt und verboten. Wegen seiner jüdischen Herkunft und seiner pazifistischen Haltung geriet er zunehmend unter Druck. 1934 floh er aus Österreich nach London. Dort lebte er zunächst als sogenannter Enemy Alien, also als „feindlicher Ausländer“, was ein Gefühl von Fremdheit und Misstrauen im Alltag bedeutete. 1940 emigrierte er weiter nach Brasilien. Äußerlich war er also in Sicherheit – innerlich aber zunehmend entwurzelt. Für Zweig bedeutete Exil nicht nur der Verlust eines Wohnortes, sondern die Verlust seiner sprachlichen Heimat. Dieses innere Heimatlos-Werden führte schließlich 1942 zum gemeinsamen Suizid mit seiner Frau Lotte. In seinem Abschiedsbrief schreibt er: ‚Die Welt meiner eigenen Sprache ist für mich untergegangen.‘ Das ist ein Schlüsselsatz für sein Werk in dieser Zeit: Die Sprache, in der er dachte, fühlte und schrieb, war nicht mehr an einen gemeinsamen, lebendigen kulturellen Raum gebunden. Gerade deshalb ist Sternstunden der Menschheit spannend: Zweig beschreibt dort Momente in der Geschichte, in denen Menschen scheinbar dem Schicksal für einen Augenblick entgegenstehen und die Welt verändern. Man spürt zwischen den Zeilen seine Sehnsucht nach Sinn, nach Menschlichkeit und nach einem Europa, das mehr verbindet als trennt. Zu den Miniaturen: Die ersten fünf Miniaturen erschienen bereits 1927, also noch vor Zweigs Exil, in einer Zeit, in der er als gefeierter europäischer Intellektueller lebte — voller Vertrauen in die kulturelle und geistige Verbindungskraft Europas. Die späteren Miniaturen dagegen wurden während seiner Exiljahre ergänzt und teils sogar erst nach seinem Tod veröffentlicht. 1927 (1912-1926) •Die Weltminute von Waterloo •Die Marienbader Elegie •Die Entdeckung Eldorados •Heroischer Augenblick •Der Kampf um den Südpol 1936 •Die Eroberung von Byzanz •Händels Auferstehung 1943 - posthum •Flucht in die Unsterblichkeit •Das Genie einer Nacht •Die ersten Worte über den Ozean •Die Flucht zu Gott •Der versiegelte Zug •Cicero •Wilson versagt Rezension: Mir hat das Lesen wenig Freund bereitet. Einiges war sehr schön zu lesen wie ‚Die ersten Worte über den Ozean‘ oder interessant wie ‚Cicero‘. Aber vieles war langweilig. Ich lande bei nur 2⭐️,da ich es nicht zu Ende gelesen hätte, wäre ich nicht als Moderator bei Literat eingeplant gewesen. Wir haben es unter der Republik Exilliteratur gelesen. Das war weniger gut gewählt. Wahrscheinlich war es von Zweig auch nie so gemeint, dass die Miniaturen als ein zusammenhängendes Werk gelesen werden können. Heiß disktutiert wurde auch das Fehlen von Miniaturen, in denen Frauen eine wesentliche Rolle spielen. Frauen kommen nur nebenbei vor und dann oft in weniger schönen Positionen als Tratschende oder Goethe-angeifernde-Groupies. Diese Darstellung hat mich seht gestört. Das Fehlen von „Frauen-Miniaturen“ weniger. Ich finde es schwierig jemand dafür zu kritisieren, etwas nicht geschrieben zu haben. Insbesondere in diesem Fall fehlt mir zu sehr das Verständnis warum Zweig diese Miniaturen gewählt hat und was ihm an historischen Material zur Verfügung stand. in dem Zuge dieser Diskussion kam auch das Thema Eurozentrismus auf. Was Positives zum Abschluss: Meine Ausgabe von Alfred Kröner Verlag ist sehr schön. Macht sich gut im Regal. Und die enthält alle 14 Miniaturen. Das ist nämlich nicht immer der Fall. Oft sind es nur 12 oder gar nur 5. Gerade Cicero gehört zu den interessanteren Miniaturen.
Beschreibung
Zeitlose Buchklassiker neu entdecken: hochwertige Ausgaben der Weltliteratur
Sie haben Sprichwörter geprägt, stehen auf Lehrplänen weltweit und ihre Autor:innen sind unvergessen: Zeitlose Buchklassiker gehören zum festen Kanon der Weltliteratur und faszinieren Leser:innen seit Generationen. Werke, die Jahrzehnte oder sogar Jahrhunderte überdauern und heute aktueller sind denn je.
Seit 2013 finden diese literarischen Meisterwerke in der Reihe „Erlesenes Lesen“ aus dem Alfred Kröner Verlag eine besondere Heimat.
Ergänzt durch fundierte Anmerkungen und ein einordnendes Nachwort ermöglichen diese Werkausgaben vor allem Studierenden, Literaturbegeisterten und kulturinteressierten Leser:innen einen einfachen, zugleich tiefgehenden Zugang zur großen Literatur und wecken nachhaltig die Freude am Lesen zeitloser Werke.
- Innen und außen besonders: Klassiker, die man gelesen haben muss
- Renommierter Verlag mit Tradition: der Alfred Kröner Verlag, inspiriert von Nietzsche
- „Erlesenes Lesen“: Weltliteratur zugänglich gemacht für alle Leser:innen
- Große Autor:innen von der Antike bis zur Moderne: von Marc Aurel über Büchner bis Stefan Zweig
- Klassische Literatur in hochwertig gestalteten Leinenbänden mit besonderer Haptik
Viele große Werke der Literatur wirken auf den ersten Blick anspruchsvoll oder sogar einschüchternd. Doch genau hier setzt der Alfred Kröner Verlag an: Die Kombination aus hochwertiger Gestaltung und verständlicher Aufbereitung macht klassische Literatur zugänglich, lesbar und neu erlebbar.
So werden aus vermeintlich anspruchsvollen Buchklassikern vertraute Geschich-ten, die begeistern und die Weltliteratur in jedes Wohnzimmer bringen!
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Stefan Zweig (1881–1942) steht für eine bewegte, bildkräftige und nuancierte Prosa. Er ist Autor von packenden, psychoanalytischen Novellen, lebendigen kulturhistorischen Biographien und Essays sowie großer historischer Romane. Nach seiner Emigration wählte er schließlich, innerlich gebrochen und verzweifelt aufgrund der Zerstörung des geistigen Europa, zusammen mit seiner zweiten Frau den Freitod.
Beiträge
Interessanter Einblick in mehr oder weniger bekannte Geschichten der Menschheit. Natürlich alles sehr subjektiv betrachtet, es ist nun mal kein Geschichtsbuch. Ich mochte aber besonders den emotionalen, epischen Erzählstil - vielleicht auch deshalb, weil ich das Buch zum größten Teil meinem Mann vorgelesen habe. Das machte mir besonders viel Spaß, weil die Sprache doch so anders war, als heute Geschriebenes.
Alles Nichtstun versteckt immer nur eine Feigheit der Seele.
In Sternstunden der Menschheit bringt Stefan Zweig dem Leser seine zwölf persönlich als weltgeschichtlich bedeutend erachteten Momente näher. Dabei deckt er eine beeindruckende Bandbreite ab – von geologischen und kriegerischen bis hin zu musikalischen und dichterisch geprägten Ereignissen. Ob man jeden dieser Momente individuell als gleichermaßen relevant empfindet oder überhaupt kennt, darf dabei durchaus bezweifelt werden. Gerade das macht diese Sammlung von Erzählungen jedoch so lesenswert: Für jeden Leser ist etwas Neues dabei. Zudem besitzt jede Geschichte ihren eigenen stilistischen Charakter. Während die kriegerischen und geologischen Ereignisse eher erzählerisch geprägt sind, weisen die musikalischen und literarischen Kapitel deutlich dichterische Züge auf.
Spannende Einblicke.
Das Buch ist wirklich sehr interessant und gibt dem Leser viele spannende Einblicke in die für den Autor besonderen „Sternstunden der Menschheit“. Viele der Ereignisse mag man kennen, jedoch werden sie nochmal tiefer beleuchtet und man lernt noch einiges dazu. Wirklich informativ, spannend und trotzdem unterhaltsam!
What I didn't know when starting this book was that Stefan Zweig did indeed coin the German term "Sternstunde" as an extraordinary or decisive event in history. However the selection of these events seems quite random so I have to guess they may just have been historical events which excited him personally – also considering the pathos with which he retells them.For me the book definitely has more to say about how history was regarded in the German 1920s than the actual historical events described here.
Erstaunlich, wie wenig mir diese Sammlung von 12 historischen Miniaturen gefallen hat. Es steckt natürlich viel Phantasie und Subjektivität darin, wenn sich ein Schriftsteller zwei Dutzend weltbewegende Sekunden herauspickt, in denen das Schicksal der Menschheit eine neue Wendung bekam. Genauso theatralisch wie dieser Satz, war auch die Erzählweise Zweigs. Von dem hervorragenden Novellisten konnte ich nichts entdecken. Er überzieht die Geschehnisse mit einem wertenden Pathos, der mich fast an kleine Epen erinnern ließ. Und ich mag diese Art der Heldenverehrung nicht. Dostojewskis Hinrichtung, die kurz vor Vollzug, gestoppt wird, schreibt Zweig sogar in einer Art Versform. Und Tolstois Flucht vor der Frau, um in Ruhe sterben zu können, ist schon fast ein kitschiges Schauspiel.
Leider nicht so spannend.
Puh, nicht ganz mein Buch. Irgendwie konnte ich die Aufmerksamkeit nicht halten und bin gedanklich beim Lesen immer wieder abgedriftet. Hab mir dann das Hörbuch, eingelesen von Stefan Kaminsky, zur Hilfe geholt. Damit ging es dann. War trotzdem leider kein Highlight für mich.
Wir haben das Buch im November bei Literat besprochen. Hier ein paar Hintergrund-Infos zu dem Buch und Autor. Meine persönliche Rezension ist am Ende. Stefan Zweig wurde 1881 in Wien in eine großbürgerlich-jüdische Familie geboren – eine Familie, die zwar jüdische Wurzeln hatte, aber nicht religiös lebte. Zweig wuchs in einer Atmosphäre von Bildung, Kunst und internationalem Austausch auf, und das hat ihn sehr geprägt. Schon in jungen Jahren reiste er viel und bewegte sich selbstverständlich in europäischen Kulturkreisen – er verstand sich als Weltbürger, als jemand, dessen kulturelle Heimat nicht ein einzelnes Land war, sondern Europa als geistige Gemeinschaft. Außerdem war Zweig überzeugter Pazifist – nach den Erfahrungen des Ersten Weltkrieges setzte er sich für ein friedliches, geeintes Europa ein. Das ist wichtig, um sein späteres Werk und auch seine persönliche Tragik zu verstehen. In den 1920er Jahren wurde er zu einem der beliebtesten Schriftsteller des deutschsprachigen Raums. Thomas Mann hat in z.B. sehr geschätzt. Seine Novellen und Biografien zeichneten sich durch dramatische Erzählspannung und zugleich eine sehr feine psychologische Beobachtungsgabe aus. Er hat Arbeiten zu großen Frauenfiguren geschrieben, wie Maria Stuart oder Marie Antoinette. Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten änderte sich Zweigs Leben radikal. Seine Bücher wurden 1933 verbrannt und verboten. Wegen seiner jüdischen Herkunft und seiner pazifistischen Haltung geriet er zunehmend unter Druck. 1934 floh er aus Österreich nach London. Dort lebte er zunächst als sogenannter Enemy Alien, also als „feindlicher Ausländer“, was ein Gefühl von Fremdheit und Misstrauen im Alltag bedeutete. 1940 emigrierte er weiter nach Brasilien. Äußerlich war er also in Sicherheit – innerlich aber zunehmend entwurzelt. Für Zweig bedeutete Exil nicht nur der Verlust eines Wohnortes, sondern die Verlust seiner sprachlichen Heimat. Dieses innere Heimatlos-Werden führte schließlich 1942 zum gemeinsamen Suizid mit seiner Frau Lotte. In seinem Abschiedsbrief schreibt er: ‚Die Welt meiner eigenen Sprache ist für mich untergegangen.‘ Das ist ein Schlüsselsatz für sein Werk in dieser Zeit: Die Sprache, in der er dachte, fühlte und schrieb, war nicht mehr an einen gemeinsamen, lebendigen kulturellen Raum gebunden. Gerade deshalb ist Sternstunden der Menschheit spannend: Zweig beschreibt dort Momente in der Geschichte, in denen Menschen scheinbar dem Schicksal für einen Augenblick entgegenstehen und die Welt verändern. Man spürt zwischen den Zeilen seine Sehnsucht nach Sinn, nach Menschlichkeit und nach einem Europa, das mehr verbindet als trennt. Zu den Miniaturen: Die ersten fünf Miniaturen erschienen bereits 1927, also noch vor Zweigs Exil, in einer Zeit, in der er als gefeierter europäischer Intellektueller lebte — voller Vertrauen in die kulturelle und geistige Verbindungskraft Europas. Die späteren Miniaturen dagegen wurden während seiner Exiljahre ergänzt und teils sogar erst nach seinem Tod veröffentlicht. 1927 (1912-1926) •Die Weltminute von Waterloo •Die Marienbader Elegie •Die Entdeckung Eldorados •Heroischer Augenblick •Der Kampf um den Südpol 1936 •Die Eroberung von Byzanz •Händels Auferstehung 1943 - posthum •Flucht in die Unsterblichkeit •Das Genie einer Nacht •Die ersten Worte über den Ozean •Die Flucht zu Gott •Der versiegelte Zug •Cicero •Wilson versagt Rezension: Mir hat das Lesen wenig Freund bereitet. Einiges war sehr schön zu lesen wie ‚Die ersten Worte über den Ozean‘ oder interessant wie ‚Cicero‘. Aber vieles war langweilig. Ich lande bei nur 2⭐️,da ich es nicht zu Ende gelesen hätte, wäre ich nicht als Moderator bei Literat eingeplant gewesen. Wir haben es unter der Republik Exilliteratur gelesen. Das war weniger gut gewählt. Wahrscheinlich war es von Zweig auch nie so gemeint, dass die Miniaturen als ein zusammenhängendes Werk gelesen werden können. Heiß disktutiert wurde auch das Fehlen von Miniaturen, in denen Frauen eine wesentliche Rolle spielen. Frauen kommen nur nebenbei vor und dann oft in weniger schönen Positionen als Tratschende oder Goethe-angeifernde-Groupies. Diese Darstellung hat mich seht gestört. Das Fehlen von „Frauen-Miniaturen“ weniger. Ich finde es schwierig jemand dafür zu kritisieren, etwas nicht geschrieben zu haben. Insbesondere in diesem Fall fehlt mir zu sehr das Verständnis warum Zweig diese Miniaturen gewählt hat und was ihm an historischen Material zur Verfügung stand. in dem Zuge dieser Diskussion kam auch das Thema Eurozentrismus auf. Was Positives zum Abschluss: Meine Ausgabe von Alfred Kröner Verlag ist sehr schön. Macht sich gut im Regal. Und die enthält alle 14 Miniaturen. Das ist nämlich nicht immer der Fall. Oft sind es nur 12 oder gar nur 5. Gerade Cicero gehört zu den interessanteren Miniaturen.






















