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Lyrik & Dramen

Die Dreigroschenoper

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Über das Buch

»Sie werden heute abend eine Oper für Bettler sehen. Weil diese Oper so prunkvoll gedacht war, wie nur Bettler sie erträumen, und weil sie doch so billig sein sollte, daß Bettler sie bezahlen können, heißt sie ›Die Dreigroschenoper‹.«

In den düsteren Straßen Londons kämpft der skrupellose Gangster Macheath, genannt Mackie Messer, um Macht und Liebe ‒ doch sein größter Gegner ist nicht das Gesetz, sondern die noch korruptere Gesellschaft um ihn herum. Als er heimlich die schöne Polly, Tochter des zwielichtigen Bettlerkönigs Peachum, heiratet, entfaltet sich ein intrigantes Spiel um Verrat, Geld und Moral, in dem niemand wirklich unschuldig ist, denn in einer Welt, in der Geschäft und Verbrechen kaum zu unterscheiden sind, hat jeder seine ganz eigene Moral …

Bertolt Brechts Welterfolg, Die Dreigroschenoper , ist ein mitreißendes Theaterstück voller scharfer Gesellschaftskritik und bissigem Humor ‒ in Schwung gebracht von der unvergesslichen Musik Kurt Weills.

Der Anhang enthält ausführliche Selbstaussagen Bertolt Brechts zum Stück sowie eine Zeittafel zur Dreigroschenoper.
Eines der erfolgreichsten Theaterstücke aller Zeiten mit seinen legendären Welthits ‒ in einer schön gestalteten, preiswerten Neuausgabe.

Editionen (8)

ISBN9783518784822
VerlagSuhrkamp
Erscheinungsdatum19.11.25
Seitenzahl144

Rezensionen & Bewertungen

121 Bewertungen

9 Rezensionen

3,5

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  • cupcake_kathi
    cupcake_kathi

    130 Follower

    4,0

    Scharfe Gesellschaftskritik: Die Dreigroschenoper entlarvt Moral als Fassade – provokant, distanziert und zum Nachdenken

    Im Zentrum steht der Verbrecher Macheath (Mackie Messer), der in London als eleganter Gangster lebt. Heimlich heiratet er Polly Peachum, die Tochter von Jonathan Peachum, der ein „Bettlergeschäft“ betreibt und Londons Bettler organisiert. Peachum ist empört über die Ehe und will Mackie loswerden. Er verrät ihn an die Polizei, obwohl der Polizeichef Tiger Brown eigentlich ein alter Freund von Mackie ist. Im Kern zeigt Brecht, dass sich Kriminalität und bürgerliche Gesellschaft kaum unterscheiden. Figuren wie Peachum verdienen ihr Geld mit organisiertem Betteln, während Mackie als Verbrecher offen das tut, was andere im Verborgenen tun: Profit auf Kosten anderer machen. Damit stellt Brecht die Frage: Wer ist eigentlich „moralischer“ – der ehrbare Geschäftsmann oder der Verbrecher? Auch das Ende ist ziemlich künstlich und unglaubwürdig. Dies zeigt, dass es eigentlich keine Gerechtigkeit in dieser Welt existiert. Die Dreigroschenoper entlarvt eine Gesellschaft, in der Geld wichtiger ist als Moral und in der sich Recht und Unrecht vermischen. Brecht zwingt das Publikum, die bestehenden sozialen Verhältnisse zu hinterfragen. Man merkt auch dieses übertrieben, dass den Leser bei diesem Stück nicht emotional mitnehmen soll, sondern eher darüber nachdenken muss.

    3. Mai 2026

  • schokobook
    schokobook

    31 Follower

    5,0

    Wie im wahren Leben

    Mackie Messer ist sicher vielen ein Begriff, ebenso der Song mit dem Textanfang: Und der Haifisch der hat Zähne… oder der Ausspruch: Erst kommt das Fressen, dann die Moral. Aber habt ihr Bertholt Brecht‘s Dreigroschenoper mal gelesen oder die tolle Verfilmung mit Curd Jürgens und Hildegard Knef gesehen? Die Verfilmung kannte ich noch dunkel, hab es aber nochmals nachgeholt. Mega! Ebenso die Lektüre, an der aber leider die Songs natürlich nur gelesen werden können. Aber auch das ist schon eine Sternstunde. Denn Brecht hält uns allen den Spiegel vor. Genauso wie das, was zwischen Mackie Messer und seine Kollegen, Peachum, Polizist Brown und Polly und Lucy passiert, ebenso wie die Szenen im Freudenhaus, zeigt wie Betrug, Korruption, Geldwäsche, und andere Machenschaften funktionieren und wie die Typen sich gegenseitig den eigenen A*sch immer wieder retten und von oben nach unten und unten nach oben,operieren,. Und wie WIR die Augen davor verschließen. Wenn du Die Dreigroschenoper gelesen und dir den Film angesehen hast, hast du keine Fragen mehr, wieso es auf der Welt so ungerecht zugeht und zwar immer noch und immer wieder. #Dreigroschenoper gehört absolut zur Schullektüre und sollte anhand von heutigen Beispielen auch nachgearbeitet werden. Es gibt unzählige Beispiele dafür. Ebenso ist die Dreigroschenoper ein schöner und noch vergleichsweise leichter Einstieg in die Werke von Brecht. Wirklich zeitlos. Und das ist das beängstigende daran. Die Welt lernt - nichts! Gar nichts. Und solange wird Ausbeutung in jeglicher Form jeden Tag stattfinden.

    15. Dez. 2025

  • muri
    muri

    6 Follower

    4,0

    Hab es in einem Rutsch durchgelesen, weil es (wenn man einmal drin war) wirklich fesselnd und gut geschrieben war :)

    28. Feb. 2024

3 von 9 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Bertolt Brecht

Bertolt Brecht wurde am 10. Februar 1898 in Augsburg geboren und starb am 14. August 1956 in Berlin. Von 1917 bis 1918 studierte er an der Ludwig-Maximilians-Universität München Naturwissenschaften, Medizin und Literatur. Sein Studium musste er allerdings bereits im Jahr 1918 unterbrechen, da er in einem Augsburger Lazarett als Sanitätssoldat eingesetzt wurde. Bereits während seines Studiums begann Brecht Theaterstücke zu schreiben. Ab 1922 arbeitete er als Dramaturg an den Münchener Kammerspielen. Von 1924 bis 1926 war er Regisseur an Max Reinhardts Deutschem Theater in Berlin. 1933 verließ Brecht mit seiner Familie und Freunden Berlin und flüchtete über Prag, Wien und Zürich nach Dänemark, später nach Schweden, Finnland und in die USA. Neben Dramen schrieb Brecht auch Beiträge für mehrere Emigrantenzeitschriften in Prag, Paris und Amsterdam. 1948 kehrte er aus dem Exil nach Berlin zurück, wo er bis zu seinem Tod als Autor und Regisseur tätig war.

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