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Parallelwelten
Zoë Beck entwirft in Paradise City ein düsteres Zukunftsszenario, das erschreckend realistisch wirkt. Der Thriller punktete vor allem mit einem rasant entwickelnden Plot, der stets übersichtlich bleibt und sich nicht in allzu komplexen Verstrickungen verliert. Besonders spannungsgeladen war die erste Hälfte des Romans, in der die Handlung mit Tempo voranschreitet. Leider verliert sich der anfängliche Thrill im letzten Drittel in bemühten Erklärungen und verpufft somit spürbar. Da sich Zoe Beck auch in diesem Thriller einem gesellschaftlichen brisanten Thema wie dem Gesundheitssystem widmet, hatte der Text nicht nur Unterhaltungscharakter. Es ist schließlich nicht ganz abwegig, dass unsere Gesundheitsdaten immer mehr zentralisiert werden und damit neben all den Vorteilen auch Missbrauch begünstigt wird. Schon jetzt müssen wir uns ja die Frage stellen, wer als „gesund genug“ für die Gesellschaft gilt. Diese dystopische Vision einer abgeschlossenen Spaltung der Gesellschaft, hat Beck gut als Parallelwelten illustriert. Insgesamt ist Paradise City ein lesenswerter Thriller mit einer spannenden Grundidee und einem flüssigen Erzählstil. Aufgrund der erzählerischen Schwächen wird er mir aber wahrscheinlich nicht nachhaltig in Erinnerung bleiben.
20. Feb. 2025
Parallelwelten
Zoë Beck entwirft in Paradise City ein düsteres Zukunftsszenario, das erschreckend realistisch wirkt. Der Thriller punktete vor allem mit einem rasant entwickelnden Plot, der stets übersichtlich bleibt und sich nicht in allzu komplexen Verstrickungen verliert. Besonders spannungsgeladen war die erste Hälfte des Romans, in der die Handlung mit Tempo voranschreitet. Leider verliert sich der anfängliche Thrill im letzten Drittel in bemühten Erklärungen und verpufft somit spürbar. Da sich Zoe Beck auch in diesem Thriller einem gesellschaftlichen brisanten Thema wie dem Gesundheitssystem widmet, hatte der Text nicht nur Unterhaltungscharakter. Es ist schließlich nicht ganz abwegig, dass unsere Gesundheitsdaten immer mehr zentralisiert werden und damit neben all den Vorteilen auch Missbrauch begünstigt wird. Schon jetzt müssen wir uns ja die Frage stellen, wer als „gesund genug“ für die Gesellschaft gilt. Diese dystopische Vision einer abgeschlossenen Spaltung der Gesellschaft, hat Beck gut als Parallelwelten illustriert. Insgesamt ist Paradise City ein lesenswerter Thriller mit einer spannenden Grundidee und einem flüssigen Erzählstil. Aufgrund der erzählerischen Schwächen wird er mir aber wahrscheinlich nicht nachhaltig in Erinnerung bleiben.
20. Feb. 2025






