Blick ins Buch

Romane

Antwort aus der Stille

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Über das Buch

»Warum leben wir nicht, wo wir doch wissen, daß wir nur ein einziges Mal da sind, nur ein einziges und unwiederholbares Mal, auf dieser unsagbar herrlichen Welt!« Balz Leuthold wollte nie »gewöhnlich« sein, doch Außergewöhnliches hat er kurz vor seinem dreißigsten Geburtstag nicht vorzuweisen. Nun will er am Berg erzwingen, was ihm in Kunst und Literatur nicht gelang: die heroische Tat, die endlich sein »Dasein« in ein echtes »Leben« verwandelt. Mehr als siebzig Jahre nach Erscheinen ist diese frühe Erzählung von Max Frisch jetzt wieder zugänglich. Drängend und ungeschliffen noch begegnet bereits hier die Frage nach der biographischen Identität, die sein gesamtes Schaffen prägen sollte: Was macht ein erfülltes Leben aus? »Finden wir heraus, warum Frisch diese höchst ungewöhnliche und äußerst dichte, meisterhafte Erzählung verbannt hat, welche Züge seiner Figur ihm peinlich waren? Die Antwort kommt in diesem Buch tatsächlich aus der Stille; jeder Leser wird durch seine eigenen Lektüre eine für sich zutreffende finden. Diese Lektüre schafft man in wenigen, besonders lohnenden Stunden.« Andreas Müller, Darmstädter Echo

Editionen (2)

ISBN9783518462195
VerlagSuhrkamp
Erscheinungsdatum16.03.11
Seitenzahl172

Rezensionen & Bewertungen

17 Bewertungen

2 Rezensionen

3,9

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  • lisapoem
    lisapoem

    11 Follower

    3,0

    Ganz nett und schnell gelesen war dieses frühe Werk des Autors. Ein Mann hadert damit, nicht erfolgreich zu sein, und versucht auf ganz spezielle Weise etwas zu schaffen: Er will einen Berg besteigen, ganz allein und bei sehr bedrohlichen Bedingungen. 📘Es läßt sich übrigens erraten, was Irene mit dem Bergführer gesprochen hat; sicher über das Wetter, und dann wohl über den Nordgrat, ob der wirklich so schwer sei, wie man immer sage. Er lächelt nur, der Bergführer, und nimmt nicht einmal die Pfeife aus dem Mund. Er könnte ihr eine Geschichte erzählen, die sie vor zwei Jahren erlebt haben; zwei eigene Vettern waren es, die er damals auf dem oberen Sandgletscher zusammensuchte und deren gemeinsame Reste man in einem einzigen Sarg begrub, da man sie nicht unterscheiden konnte.📘 Die beiden Frauen in der Erzählung sind wohl die Verkörperungen der Lebensentwürfe, zwischen denen der Protagonist schwankt. Beständigkeit und Verantwortung versus Neues und Spannendes. Was er zum Ende wählt, werde ich hier nicht verraten, aber er bekommt die Antwort auf diese Frage am Berg, in der Extremsituation, aus der Stille. Ich hab es ganz gern gelesen, auch das Nachwort war interessant und informativ, aber es gibt keine uneingeschränkte Empfehlung dafür.

    5 Tage vor

  • brimmschwille
    brimmschwille

    4 Follower

    4,0

    »Das also ist mein Leben, denkt er immer und findet, daß es kein Leben sei, sondern nur ein Dasein.«

    4. Juni 2026

Autorin / Autor

Über Max Frisch

Max Frisch, geboren am 15. Mai 1911 in Zürich, arbeitete zunächst als Journalist, später als Architekt, bis ihm mit seinem Roman Stiller (1954) der Durchbruch als Schriftsteller gelang. Es folgten die Romane Homo faber (1957) und Mein Name sei Gantenbein (1964) sowie Erzählungen, Tagebücher, Theaterstücke, Hörspiele und Essays. Frisch starb am 4. April 1991 in Zürich.

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