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Romane

Antwort aus der Stille

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Über das Buch

Max Frisch debutierte 1934 mit dem Roman Jürg Reinhart. Eine sommerliche Schicksalsfahrt. Drei Jahre später publizierte er, ebenfalls in der Deutschen Verlagsanstalt (Stuttgart / Berlin), die »Erzählung aus den Bergen« mit dem Titel Antwort aus der Stille. In der Ausgabe seiner Gesammelten Werke, veranstaltet anläßlich des 60. Geburtstags, erscheint diese Erzählung auf Wunsch des Autors nicht. Mehr als 70 Jahre später ist dieses Frühwerk nun zum ersten Mal wieder zugänglich. Bereits hier wird das in Frischs Oeuvre dominante Motto der biographischen Identität – das in dieser Lebensphase des Autors auch eine autobiographische Dimension besitzt – zum Thema: Gibt es eine Selbstverwirklichung außerhalb der künstlerischen Existenz? Oder in den Worten der Antwort aus der Stille: War man nur ein zu verachtender »gewöhnlicher Bürger«, wenn man auf das Wagnis des Außerordentlich verzichtet? Wenn Max Frisch das kurz nach Erscheinen von Antwort aus der Stille abgelegte Gelübde, nie wieder etwas zu schreiben, bricht – dann ist die Erklärung der Entscheidung für den Beruf des Schriftstellers in dieser Erzählung zu finden: Sie bildet somit das zentrale Movens seines gesamten Schaffens.

Editionen (2)

ISBN9783518421284
VerlagSuhrkamp
Erscheinungsdatum21.09.09
Seitenzahl171

Rezensionen & Bewertungen

17 Bewertungen

2 Rezensionen

3,9

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  • lisapoem
    lisapoem

    11 Follower

    3,0

    Ganz nett und schnell gelesen war dieses frühe Werk des Autors. Ein Mann hadert damit, nicht erfolgreich zu sein, und versucht auf ganz spezielle Weise etwas zu schaffen: Er will einen Berg besteigen, ganz allein und bei sehr bedrohlichen Bedingungen. 📘Es läßt sich übrigens erraten, was Irene mit dem Bergführer gesprochen hat; sicher über das Wetter, und dann wohl über den Nordgrat, ob der wirklich so schwer sei, wie man immer sage. Er lächelt nur, der Bergführer, und nimmt nicht einmal die Pfeife aus dem Mund. Er könnte ihr eine Geschichte erzählen, die sie vor zwei Jahren erlebt haben; zwei eigene Vettern waren es, die er damals auf dem oberen Sandgletscher zusammensuchte und deren gemeinsame Reste man in einem einzigen Sarg begrub, da man sie nicht unterscheiden konnte.📘 Die beiden Frauen in der Erzählung sind wohl die Verkörperungen der Lebensentwürfe, zwischen denen der Protagonist schwankt. Beständigkeit und Verantwortung versus Neues und Spannendes. Was er zum Ende wählt, werde ich hier nicht verraten, aber er bekommt die Antwort auf diese Frage am Berg, in der Extremsituation, aus der Stille. Ich hab es ganz gern gelesen, auch das Nachwort war interessant und informativ, aber es gibt keine uneingeschränkte Empfehlung dafür.

    5 Tage vor

  • brimmschwille
    brimmschwille

    4 Follower

    4,0

    »Das also ist mein Leben, denkt er immer und findet, daß es kein Leben sei, sondern nur ein Dasein.«

    4. Juni 2026

Autorin / Autor

Über Max Frisch

Max Frisch, geboren am 15. Mai 1911 in Zürich, arbeitete zunächst als Journalist, später als Architekt, bis ihm mit seinem Roman Stiller (1954) der Durchbruch als Schriftsteller gelang. Es folgten die Romane Homo faber (1957) und Mein Name sei Gantenbein (1964) sowie Erzählungen, Tagebücher, Theaterstücke, Hörspiele und Essays. Frisch starb am 4. April 1991 in Zürich.

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