Blick ins Buch

Romane

Das ist Alise

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Über das Buch

“Dem Sog dieses Buchs kann man sich nur schwer entziehen.” (Süddeutsche Zeitung)
In einem Haus am Fjord steht Signe am Fenster und sieht ihren Mann Asle mit seinem kleinen Boot auf den Fjord hinausfahren. Vergeblich wartet sie auf seine Rückkehr – wie viele Jahre zuvor Asles Großmutter Alisa, die jede Nacht ein Feuer entzündete, in der Hoffnung, dass ihr Mann den Weg finde.
„Es gab Henrik Ibsen, dann kam nichts – jetzt gibt es Fosse.“ (Die Woche)

Editionen (6)

ISBN9783499238741
VerlagROWOHLT Taschenbuch
Erscheinungsdatum01.03.05
Seitenzahl116

Rezensionen & Bewertungen

48 Bewertungen

16 Rezensionen

3,4

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  • i_heart_books
    i_heart_books

    123 Follower

    4,0

    In dieser schmalen Novelle in einem Haus am Fjord geht es um die alternde Signe, deren Mann Asle - den es immer wieder in seinem kleinen Boot auf den Fjord hinauszog - vor über 20 Jahren verschwunden ist. Signe sieht sich selbst in der Gegenwart und Vergangenheit, begegnet in Gedanken aber auch Asles Vorfahren, die seit Generationen in dem Haus leben. Von der Grundidee hat mir dieses Buch gut gefallen, allerdings ist der Stil etwas speziell mit Bandwurmsätzen, die sich über Seiten erstrecken. Das ist sicher auch Geschmackssache, aber ich musste mich erst in den Schreibstil einfinden und mein Fall war er nicht, daher "nur" 4 Sterne.

    18. Sept. 2024

  • estrelas
    estrelas

    59 Follower

    3,0

    „Gut so, sagt Signe Nur ein bisschen spazieren, sagt Asle Ja, geh du ruhig ein bisschen spazieren, sagt Signe“ Ein innerer Dialog zwischen Mann und Frau. Poetisch und etwas schwer greifbar, diese Sätze ohne Punkt (mit Komma).

    2. Apr. 2025

  • papierverzaubert
    papierverzaubert

    34 Follower

    3,0

    Literaturnobelpreis-Autor lesen ist manchmal verwirrend

    Die Geschichte fängt mit einer Frau an, die darüber siniert allein alt geworden zu sein, weil Ihr Partner vor 30 Jahren bei schlechtem Wetter mit seinem Boot auf den Fjord fuhr und nie zurückkehrte. Die Dialoge zwischen den beiden karg, in der Erinnerung der Frau. Hätte sie etwas ändern können. Ihn zurückhalten? Wer weiß. Irgendwann vermischt sich die Gegenwart mit der Vergangenheit. Sind es Albträume, Erinnerungen oder Gedanken? Keine Ahnung. Die Verwandten haben auch schonmal geliebte Menschenverloren. Kinder sind ertrunken. Der Schmerz der verschiedenen Frauen, die den Verlust erlebten, parallel, obwohl Jahrzehnte dazwischen liegen. Verwirrend.

    11. Apr. 2025

3 von 16 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Jon Fosse

Jon Fosse, 1959 in der norwegischen Küstenstadt Haugesund geboren und am Hardangerfjord aufgewachsen, gilt als einer der bedeutendsten europäischen Schriftsteller unserer Zeit. 2023 wurde er mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet. Internationale Bekanntheit erlangte Fosse zunächst als Dramatiker. Seine mehr als dreißig Theaterstücke werden weltweit aufgeführt und brachten ihm zahlreiche Preise ein. In deutscher Übersetzung erschienen zunächst die Romane "Melancholie", "Morgen und Abend" und "Das ist Alise". Für sein Prosawerk "Trilogie" bekam er 2015 den Literaturpreis des Nordischen Rates verliehen, den renommiertesten Literaturpreis Skandinaviens. Mit "Der andere Name", dem ersten Band seines Romanprojekts "Heptalogie", war er 2020 für den International Booker Prize nominiert, mit dem letzten Band "Ein neuer Name" stand er 2022 auf der Shortlist und wurde mit den wichtigsten norwegischen Literaturpreisen Brageprisen und Kritikerprisen ausgezeichnet. Seit 2011 genießt er lebenslanges Wohnrecht in der "Grotte", einer Ehrenwohnung des norwegischen Königs am Osloer Schlosspark, und lebt mitunter auch in Hainburg an der Donau/Österreich oder in Frekhaug/Norwegen. Seit 2022 ist er Mitglied der Akademie der Künste in Berlin.

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