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Romane

Sula

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Über das Buch

Ein berührender Roman über die Freundschaft zweier Frauen. Die fügsame Nel und die Rebellin Sula sind sich seit der Kindheit nahe. Beide leben in ärmlichen Verhältnissen in einer Kleinstadt in Ohio, die ausgerechnet «Bottom» heißt. Sie teilen all ihre Sehnsüchte, Gefühle und Geheimnisse miteinander. Ihre Freundschaft scheint unerschütterbar zu sein, bis Sula eines Tages «Bottom» verlässt und erst nach zehn Jahren wieder zurückkehrt.

Editionen (3)

ISBN9783499238154
VerlagROWOHLT Taschenbuch
Erscheinungsdatum01.11.04
Seitenzahl224

Rezensionen & Bewertungen

59 Bewertungen

8 Rezensionen

3,7

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  • cosmicdream
    cosmicdream

    81 Follower

    3,0

    Ein Gefühl nach Akzeptanz und Freiheit!

    Ich mag den Schreibstil von Toni Morrison mehr als erwartet, ihr Schreibstil lässt sich flüssig lesen kann aber durch die poetische und schwere Sprache durchaus zu Verständnis Problemen führen. Die Geschichte selber erzählt von zwei Frauen die Ende der 20er in einem kleinen Ort in Ohio aufwachsen und zusammen dort groß werden. Nel möchte nichts sehnlicher als dazu zu gehören und sich anzupassen, während Sula das genaue Gegenteil will. Nämlich nicht in die Rollen zu fallen, welche die Gesellschaft für sie vorgibt. Insgesamt ein sehr interessantes Buch. Jedoch muss ich sagen das die Charaktere mich nicht zu 100% überzeugen konnten. Zusätzlich sind auch viele Charaktere und Szenarien vorgestellt worden die dann ein paar Seiten später schon wieder uninteressant waren und gar nicht viel zu der Story beitragen konnten. Leider ist auch vieles nicht erklärt worden, was ich generell nicht schlimm finde, aber hier hat es mich ehr verwirrt als das es mich neugierig gemacht hat. Alles in allem würde ich jedoch sagen das es sich dennoch lohnt das Buch zu lesen, es ist nicht schlecht. Es fehlte nur das gewisse Etwas.

    1. Okt. 2025

  • reality_escapist
    reality_escapist

    40 Follower

    4,0

    "Du sagst, ich bin eine Frau und farbig. Ist das nicht dasselbe wie ein Mann?" (S. 131)

    "Sula" ist eigentlich die Geschichte zweier Freundinnen - Nel und Sula -, und doch auch die von Nels und Sulas Müttern und deren Müttern, und die Geschichte der Schwarzen von Medaillon, von Shadrak, der den Ersten Weltkrieg nur durch Wahnsinn überlebte und den nationalen Selbstmordtag und Medaillon einführte. Toni Morrison schafft es wie keine Zweite, ein Bild von Gemeinschaft zu zeichnen - in all ihren Facetten, nicht nur den schönen. Wie Hass uns verändern und Angst unsere Gewohnheiten anpassen kann. Wie uns manchmal das, was wir nicht wissen, mehr verrät als das, was wir wissen, und wie viele Arten von Mutterliebe es gibt. Und was ist eigentlich Einsamkeit? Woher stammt sie? Der Schreibstil ist ganz morrisonhaft, teils sehr lange Sätze, teils kurze, in denen fünf verschiedene Bedeutungen liegen, also nichts, was sich "Mal eben so dahinlesen" lässt. Dafür taucht sie tief in die menschliche Psyche ein und beschenkt einen mit Verständnis, wunderbaren Bildern und einer leisen Ahnung davon, wie die Menschen in Medaillon (und somit stellvertretend in ganz Amerika) gelebt haben (mussten). Außerdem ist Toni Morrison wohl die Mutter von morally grey Charakteren. Niemand hier ist ohne Fehler, genauso wie selbst Sulas Großmutter Eva nicht nur aus Missgunst besteht. Wie immer großartig. ❤️

    "Du sagst, ich bin eine Frau und farbig. Ist das nicht dasselbe wie ein Mann?" (S. 131)

    24. Feb. 2024

  • ancla_books4life
    ancla_books4life

    214 Follower

    5,0

    Die Komplexität und Einfachheit einer Freundschaft

    **** Worum geht es? **** Die Geschichte beginnt kurz nach dem ersten Weltkrieg und endet im Jahr 1965. Ein halbes Jahrhundert verfolgt der Leser eine außergewöhnliche Freundschaft zwischen Nel und Sula. Während Nel den traditionellen Weg der Heirat verfolgt, löst sich Sula von den Konventionen und verschwindet für 10 Jahre aus dem ärmlichen Bottom, das Zuhause der People of Color in Ohio. Als Sula zurückkehrt ist zwischen ihr und Nel nichts wie vorher. Wo fängt Verrat an und wo hört Verzweiflung auf? **** Mein Eindruck **** Die Freundschaft und ihre Abwege zwischen Sula und Nel sind der Kernpunkt dieser Geschichte und dennoch geht es vielmehr um all die Zwischentöne, die diese aufgrund der Gegebenheiten in der Welt beeinflusste. Auf den ersten 60 Seiten wird man mit einer kompromisslosen Welt vertraut gemacht. Alles erscheint zunächst diffus. Aufgrund des radikalen Schreibstils durchlief ich fassungslos mehrere Szenen, die sich im Fortlaufen der Geschichte miteinander verknüpften und die Protagonistin, die Welt die sie prägte und ihre Entwicklung bestimmte. Dennoch scheint Sula davon losgelöst zu existieren und einer Welt zu folgen die für den Leser nicht immer greifbar wird. Sula, eine äußerst schroffe und moralisch fragwürdig Person, weckt dennoch Sympathie in dem Leser. Ich habe Mitleid für sie empfunden. Eine Geschichte die mich als Leserin immer wieder wachrüttelte. Die einzelnen Szenen stellen die Ungerechtigkeit der Zeit offen und schonungslos da. Die menschliche Natur mit ihren Urbedürfnissen treibt die Handlung in eine für den Leser unbestimmte Richtung. Auf den nächsten Seiten schien wiederholt alles passieren zu können, der Handlung wurden keine Grenzen gesetzt. Eine erschütternde und gleichzeitig grandiose Botschaft die hier auf den knapp 200 Seiten transportiert wird. **** Empfehlung? **** Eine äußerst komplexe und vielschichtige Erzählung um eine tiefe Freundschaft zwischen zwei Frauen.

    9. Feb. 2024

3 von 8 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Toni Morrison

Toni Morrison wurde 1931 in Lorain, Ohio, geboren. Sie studierte an der renommierten Cornell University Anglistik und hatte an der Princeton University eine Professur für afroamerikanische Literatur inne. Zu ihren bedeutendsten Werken zählen «Sehr blaue Augen», «Solomons Lied», «Beloved», «Jazz» und ihr essayistisches Schaffen. Sie war Mitglied des National Council on the Arts und der American Academy of Arts and Letters. Ausgezeichnet mit zahlreichen Preisen, u. a. mit dem National Book Critics' Circle Award und dem American-Academy-and-Institute-of-Arts-and-Letters Award für Erzählliteratur. 1993 erhielt sie den Nobelpreis für Literatur, und 2012 zeichnete Barack Obama sie mit der Presidential Medal of Freedom aus. Toni Morrison starb am 5. August 2019.

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