Blick ins Buch

Romane

Das Attentat

4,2(25)
Sprache
Deutsch
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Über das Buch

Editionen (3)

ISBN9783499121302
VerlagROWOHLT Taschenbuch
Erscheinungsdatum01.09.89
Seitenzahl192

Rezensionen & Bewertungen

25 Bewertungen

7 Rezensionen

4,2

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  • bellabender
    bellabender

    22 Follower

    5,0

    Ein klares, tiefgründiges Denkmal gegen den Faschismus

    Der junge Anton erlebt im Harleeem der besetzten Niederlanden 1945 mit, wie ein Kollaborateur vor dem Haus seiner Nachbarn erschossen wird. Seine Nachbarn legen die Leiche vor seinem Elternhaus ab, um der Rache der Nazis zu entgehen. Der Vergeltungsakt trifft mit voller Wucht Antons Familie: seine Eltern und sein Bruder werden noch in derselben Nacht erschossen. Nach dem Verlust seiner Familie nehmen Antons Onkel und seine Tante ihn bei sich in Amsterdam auf. Anton erlebt die Befreiung, geht zur Schule, dann studieren und wird Arzt. Er führt ein gewöhnliches Leben, ist für seine Zeit bemerkenswert unpolitisch - hat etwa keine Meinung zum Vietnamkrieg oder zu Atomwaffen. Selbst sein Beruf des Änästhesisten erscheint wie die ultimative Verdrängung, man könnte meinen, Anton verbringt sein Leben in psychischem Dämmerschlaf. Doch man spürt den unsichtbaren Strom in der Tiefe, Mulisch beschreibt knapp, aber präzise, wie Splitter der Vergangenheit Anton über die Jahre immer wieder aus der Bahn werfen. Der Roman verhandelt in schlichter, poetischer Sprache die Frage nach Schuld. Klare Leseempfehlung!

    19. Aug. 2024

  • tarzansuncle
    tarzansuncle

    36 Follower

    3,5

    Im Winter 1945 ist Holland noch von den Nationalsozialisten besetzt. Die Familie von Anton Steenwijk wohnt in Haarlem. Als vor ihrem Haus ein holländischer Polizist erschossen wird, rächen sich die Nazis an der Familie von Anton, die gar nicht an dem Attentat beteiligt war. Das Haus wird niedergebrannt, nur Anton überlebt. Anto wächst bei seinem Onkel in Amsterdam auf, studiert Medizin und wird Arzt. Doch seine Geschichte holt ihn immer wieder ein. Oft versteht er ein seind Handeln erst im Lichte der Geschehnisse dieser Nacht. Und erst vierzig Jahre nach dem Attentat versteht er wieso es geschehen ist. Das wir alle von unserer Vergangenheit geprägt sind ist nicht neues. Harry Mulisch verpackt diese Botschaft in eine dicht erzählte Geschichte. Die Botschaft ist mir jedoch zu fatalistisch.

    10. Jan. 2026

  • leserin1901
    leserin1901

    3 Follower

    5,0

    Das ganze Buch hat mich sehr berührt und der Schluss hat alle meine Gefühle, die ich während des Lesens aufgebaut habe, durcheinander gewirbelt.

    31. Aug. 2025

3 von 7 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Harry Mulisch

Geboren am 29.Juli 1927 in Haarlem, Sohn eines ehemaligen Offiziers aus Österreich-Ungarn, welcher im Zweiten Weltkieg mit den deutschen Besatzern kollaborierte, und einer Jüdin aus Frankfurt; seine später geschiedenen Eltern sprachen Deutsch miteinander. Mulisch verfasste zwischen 1947 und 1959 einige Romane und literarische Artikel und Rezensionen in niederländischen Zeitungen (Berichterstatter u.a. für "Elseviers Weekblad"). Die Teilnahme am Eichmann-Prozeß verarbeitete er in der Reportage "Strafsache 40/61", das 1963 mit dem Vijverberg - Prijs ausgezeichnet wurde. Seither schrieb er Romane, Erzählungen, Gedichte, Dramen, Opernlibretti, Essays, Manifeste und philosophische Werke. Spätestens mit seinem in sechzehn Sprachen übersetzten politischen Roman "Das Attentat" wurde er weltberühmt, die Verfilmung von Fons Rademaker erhielt einen Oskar. Für sein literarisches Schaffen erhielt er 1995 den Niederländischen Literaturpreis.Harry Mulisch starb 2010 im Alter von 83 Jahren.

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