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Das späte Geständnis des Tristan Sadler

4,5(48)
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Sprache
Deutsch
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Über das Buch

Das Leben mit der Schuld ...
London, 1919. Er hat lange mit sich gerungen, doch endlich wagt er den Schritt: Tristan Sadler reist nach Norwich, um mit Marian Bancroft zu sprechen – der Schwester seines toten Kameraden Will, mit dem er Seite an Seite im Ersten Weltkrieg gekämpft hat. In der kleinen Stadt im Osten Englands trifft er die eigenwillige Frau schließlich in einem Café und erzählt ihr von Will: von der ersten Begegnung im Ausbildungslager Aldershot, von der Schiffspassage nach Nordfrankreich, vom Leben und Sterben im Grabenkampf, aber auch von der Freundschaft und dem Halt, den sich die beiden jungen Männer gaben.

Und vor allem legt Tristan Sadler Zeugnis darüber ab, wie Will sein Leben einsetzte, um sich trotz unmenschlicher Bedingungen einen Rest von Menschlichkeit zu bewahren

»Greifen Sie zu John Boyne, Das späte Geständnis des Tristan Sadler. Ja, altmodisch, ja, sehr leise, ja, junge verzweifelte Männer im grausamen ersten Weltkrieg, nein, keine Minute langweilig. Erst die Träume, dann die Sehnsucht nach einem sinnvollen Leben, nach Liebe, auch der Glaube an den Sinn, das Vaterland verteidigen zu müssen, dann die brutale Ausbildung, dann der Krieg, die Angst, die Schmerzen, die Zerstörungen an Leib und Seele, die Schuld. ... Das ist kein Buch über vergangene Zeiten, sondern über ewige bürgerliche Borniertheit.« Elke Heidenreich, Die Welt

Editionen (1)

ISBN9783492302555
VerlagPiper
Erscheinungsdatum17.09.13
Seitenzahl336

Rezensionen & Bewertungen

48 Bewertungen

6 Rezensionen

4,5

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  • antjelovesbooks
    antjelovesbooks

    47 Follower

    4,5

    Berührend, eindringlich – vom Leben mit der Schuld - das wirkt nach

    Wie in auch in seinen anderen Romanen gelingt es John Boyne erneut, den Leser fesselnd zu packen und auf eine Weise emotional zu berühren, die das Weiterlesen unwiderstehlich macht! Das späte Geständnis des Tristan Sadler ist wieder ein wunderbarer und eindringlicher Roman. Die ersten Seiten haben mich fast in den Wahnsinn getrieben. Wann kommt der Hoteljunge endlich auf den Punkt und sagt, warum der Gast sein Zimmer nicht sofort beziehen kann? Und das ist nur der Anfang des Buches! Lange ist im Buch unklar worin das eigentliche Geheimnis besteht. Als Leser glaubt man es zu kennen, aber nein, es kommt anders als gedacht. John Boyne erzählt in diesem Buch die Geschichte von Tristan und Will während des 1.Weltkriegs. Er stellt die verschiedenen Charaktere und Denkweisen auf eine sehr eindrucksvolle Weise dar. John Boyne beleuchtet Aspekte wie Ehrgefühl, Mut, Verzweiflung, Erschöpfung, Wahnsinn, Brutalität, Gehorsam, Prinzipientreue, Gleichgültigkeit, Feigheit und Idealismus. Besonders bemerkenswert ist, dass Boynes Figuren nicht einfach in die Kategorien „gut“ oder „böse“ eingeteilt werden. Trotz aller Umstände, hofft und fühlt der Leser mit den Hauptfiguren mit. John Boyne zeigt vielmehr auf, dass ein Mensch nie nur eine Seite hat und in extremen Situationen oft völlig unerwartet handelt. Tristan hat den Ersten Weltkrieg überlebt, während sein Freund Will nicht zurückkehrte, und dieser Verlust wird ihn sein Leben lang belasten. Er möchte Marian alles erzählen, doch er findet kaum den Mut, ihr vom tragischen Tod seines Freundes zu berichten. Dieses bewegende und tiefgründige Buch ist nicht nur eine Anklage gegen den Krieg und die damit verbundene Ungerechtigkeit, sondern auch ein eindringliches Plädoyer für Menschlichkeit. Thematisch bleibt das Buch auch heute noch von großer Relevanz.

    25. Nov. 2025

  • lk2207
    lk2207

    4 Follower

    5,0

    Klassischer Boyne

    Es passiert nicht oft das ich ein Buch nach dem Lesen zusammenklappe und erstmal minutenlang anstarre und erstmal einen Tee zur beruhigung brauche. Bei Boyne dagegen ist das der Regelfall. Wie immer ein Buch das bis zur letzten Seite spannend ist. Bei den meisten Romanen fallen mir die letzten 30 Seiten schwer zu lesen weil das Buch eigentlich zu Ende ist. Bei diesem hier -wie bei allen Büchern des Autors die ich bis jetzt lesen durfte- runden die letzten Seiten die Geschichte aber nochmal ab. Ein durchwegs spannendes Buch das einem die Weltanschauung mal wieder auf den Kopf stellt und mich noch Tagelang beschäftigen wird.

    19. März 2024

  • sadiehermine
    sadiehermine

    19 Follower

    5,0

    Einfach sprachlos. Ein sehr bewegendes Buch mit ein paar gut gemachten Überraschungen. Und natürlich wie immer bei John Boyne, ich wollte es eigentlich in einem Rutsch lesen, weil man so sehr in der Geschichte gefangen ist.

    7. März 2023

3 von 6 Rezensionen

Autorin / Autor

Über John Boyne

John Boyne, geboren 1971 in Dublin, ist einer der renommiertesten zeitgenössischen Autoren Irlands. Seine Bücher wurden in mehr als vierzig Sprachen übersetzt und mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Der internationale Durchbruch gelang ihm mit seinem Roman »Der Junge im gestreiften Pyjama«, der weltweit zum Bestseller wurde und von der Kritik als »ein kleines Wunder« (The Guardian) gefeiert wurde. Zuletzt erschien von ihm das in zahlreiche Sprachen übersetzte Quartett »Die Elemente«.

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