Blick ins Buch

Biografien

Solito

4,3(73)
Sprache
Deutsch
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Über das Buch

Als Kind allein in Amerika – eine wahre Geschichte, die die Welt bewegt

»Die herzzerreißende Geschichte eines neunjährigen Kindes, das in Südamerika aufbricht, um zu seinen schon geflüchteten Eltern in Kalifornien zu kommen. Ich habe geweint, vor Mitleid und vor Wut.« Lea Ypi

Javier Zamora wächst bei seinen Großeltern in El Salvador auf, seine Eltern sind vor dem Bürgerkrieg in die USA geflohen. Als er neun Jahre alt ist, beauftragen sie einen Schlepper, den Jungen zu ihnen zu bringen. Eine monatelange Odyssee beginnt. Inmitten einer kleinen Gruppe fremder Erwachsener, die für ihn zur Ersatzfamilie werden, durchquert er Wüsten, übersteht Festnahmen und blickt in Gewehrläufe. Schließlich trifft er seine Eltern wieder – und spricht jedoch kaum über seine Erlebnisse. Sein Buch darüber wurde ein von der Kritik gefeierter Bestseller.

Editionen (2)

ISBN9783462055856
VerlagKiepenheuer & Witsch
Erscheinungsdatum13.08.26
Seitenzahl496

Rezensionen & Bewertungen

73 Bewertungen

25 Rezensionen

4,3

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  • anette_liest
    anette_liest

    139 Follower

    4,5

    Klappentext: „ Javier Zamora wächst in einer kleinen Stadt in El Salvador bei seinen Großeltern auf. Seine Eltern sind vor Jahren vor dem Bürgerkrieg geflohen und leben in den USA, er kann sich kaum an sie erinnern. Eines Tages beauftragen sie einen Schlepper damit, ihren Sohn zu ihnen zu bringen, quer durch Mittelamerika. Als Javier abgeholt wird, rechnet er damit, dass die Reise zwei Wochen dauert. Er freut sich darauf, seine Eltern wiederzusehen - und kann sich nicht vorstellen, was auf ihn zukommt. Er reist allein, inmitten einer kleinen Gruppe fremder Erwachsener, die für ihn auf dem monate-langen Trip zu einer Art Familie wird. Er erlebt lebensgefährliche Fahrten mit Booten, wandert in erbarmungsloser Hitze durch lebensfeindliche Wüsten, lernt, sich als ein anderer auszugeben, wird festgenommen und eingesperrt, steht vor schussbereiten Gewehren, erlebt Einsamkeit, Täuschungen, Gefahren - und, immer wieder, an unerwarteten Stellen auch Freundlichkeit, Hilfe, Liebe.“ Eine unglaubliche, berührende und bewegende Geschichte. Das Buch wird noch lange nachhallen.

    3. Mai 2025

  • stier
    stier

    246 Follower

    4,0

    Wahre Geschichte über dramatische und traumatische Erinnerungen eines 9jährigen.

    2. Okt. 2025

  • crura
    crura

    127 Follower

    4,0

    Mit neun Jahren durch die unerbittliche Sonora-Wüste (World-Challenge 17|194, neu 🇸🇻)

    🏜 Ganz allein („solito“) ohne vertraute Gesichter versucht Javier mit neun Jahren von El Salvador in die USA zu gelangen, um seine Eltern wiederzusehen. Eine „Reise“, die zwei Wochen dauern sollte, zieht sich über beschwerliche zwei Monate. Das Buch erzählt die autobiographische Migrationsgeschichte von Javier Zamora, die mit enormen Risiken verbunden war. Javier bricht auf, in der Hoffnung auf ein besseres, und doch illusorisches Leben. So glaubt er, dass seine Eltern in den USA einen eigenen Pool und mehrere Bedienstete haben. Zamora führt uns eindrücklich durch die einzelnen Stationen: Die wackelige Bootsfahrt über den Pazifik, das ungewisse Warten isoliert in Motels, Angst beim Passieren der Kontrollpunkte. Der Höhepunkt ist die Wanderung durch die Sonora-Wüste und die Konfrontation mit der Migrationspolizei. Zamora beschreibt die Flucht über Stacheldrahtzäune, Wanderungen durch die glühende Sonne und den Verlust von Weggefährten. Dabei erlebt er einerseits Verrat, andererseits jedoch sehr viel Zuneigung von unbekannten Menschen (Chino, Patricia, Carla), die zu seiner Ersatzfamilie werden. Die Erzählperspektive ist besonders interessant: Die kindlichen Beobachtungen werden gepaart mit erwachsenen Einordnungen. Mit jeder Station wird deutlicher, wie absurd jung Javier für diese Reise eigentlich ist. Er ist schüchtern, unsicher und hat eigentlich Angst vor allem. So will er nicht die Toilette benutzen, weil sie ihn ins Meer saugen könnte und er hat Angst, vor den anderen im Schlaf zu pupsen. Im gesamten Buch spricht Javier selten – stattdessen erfahren wir viele Eindrücke, die er hört, sieht und riecht. Biographisch ist das Buch also spannend, literarisch jedoch eher bieder. Zamora schildert oft zu detailreich und wiederholend. Die Emotionalität fehlt – vermutlich auch aus eigener Distanzierung in der Überwindung des Traumas. Viele spanische Wendungen verleihen dem Text zwar mehr Authentizität, jedoch ist das Glossar umständlich und unvollständig. Somit sollte das Buch wegen seines Inhalts und nicht wegen der sprachlichen Qualität gelesen werden. Es ist umso trauriger, zu überlegen, dass die Handlung im Jahr 1999 spielt – und dass Kinder diese Reise heute wohl unter noch grausameren Bedingungen antreten müssen.

    Mit neun Jahren durch die unerbittliche Sonora-Wüste
(World-Challenge 17|194, neu 🇸🇻)

    25. Mai 2026

3 von 25 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Javier Zamora

Javier Zamora wurde 1990 in El Salvador geboren und wuchs bei seinen Großeltern auf. Seine Eltern flohen vor den Todesschwadronen des salvadorianischen Bürgerkriegs in die Vereinigten Staaten. Im Alter von neun Jahren lief er quer durch Guatemala und Mexiko in die USA. Heute lebt er als Autor in Arizona. Für »Solito« wurde er mit dem The Los Angeles Times-Christopher Isherwood Prize ausgezeichnet.

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