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Romane

Die Träumenden von Madras

4,4(79)
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Deutsch
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Über das Buch

»Eines der besten Bücher, die ich je gelesen habe – und ich lese, seit ich drei bin.« Oprah Winfrey

Die bewegende Geschichte einer Familie starker Frauen, die ein besonderes Geheimnis birgt …

Kerala, um 1900: Die junge Mariamma verlässt ihr Zuhause, um bei ihrem neuen Mann in Parambil zu leben, inmitten von Flüssen und Kanälen, Palmen und Jackfruchtbäumen. Sie vermisst ihre Mutter, und ihr Mann scheint sich kaum für sie zu interessieren. Doch bald findet sie in ihrem fünfjährigen Stiefsohn Jojo einen Gefährten, der nicht von ihrer Seite weicht. Als er, der stets das Wasser gescheut hat, bei einem Unfall ertrinkt, kommt sie einem Geheimnis ihrer neuen Familie auf die Spur: Seit Generationen gibt es immer wieder Familienmitglieder, die unerklärliche Angst vor dem Wasser haben; viele von ihnen sind ertrunken. Doch was dahintersteckt, bleibt ein Rätsel.
In den folgenden Jahrzehnten wächst Mariammas Familie und sie wird zur glücklichen Mutter, Großmutter und Matriarchin »Big Ammacchi«. Und auch der Fortschritt hält Einzug in Parambil. Während in der Welt Kriege toben und Indien der Befreiung zustrebt, werden in Parambil Straßen und Schulen gebaut, die Häuser mit Elektrizität versorgt und die Menschen endlich medizinisch betreut– und schließlich kann auch das Rätsel um den »Fluch des Wassers« aufgeklärt werden.

Abraham Verghese schlägt in seinem lang erwarteten, bewegenden und bildgewaltigen neuen Roman einen epischen Bogen durch fast ein ganzes Jahrhundert indischer Geschichte. Er erzählt anhand des Schicksals einer Familie vom Sieg des Wissens und der modernen Medizin, von der Überwindung von Klassen und Kasten – und von den ganz großen Dingen: von Liebe und Tod, Schuld und Erlösung.

Editionen (2)

ISBN9783458778042
VerlagInsel Verlag
Erscheinungsdatum22.08.23
Seitenzahl895

Rezensionen & Bewertungen

79 Bewertungen

19 Rezensionen

4,4

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  • stier
    stier

    246 Follower

    5,0

    Für diesen Epos sollte man sich Zeit nehmen. Es ist eine indische bewegende Familiensaga über fast ein ganzes Jahrhundert zusammenhängend mit der Kolonialzeit und dem Kastenwesen. Es spielt in Südindien, seinen Wasserstraßen, es geht um Medizin, Kunst, Natur, einen treuen Elefanten, ein bisschen Mystik, Religion und natürlich viel Liebe. So ein schönes und einfühlsames Buch.

    11. Jan. 2025

  • zeilenlichtung
    zeilenlichtung

    58 Follower

    5,0

    Wasser trennt. Wasser verbindet. Der Roman entfaltet eine traurig-schöne Erzählung mit interessanten Figuren und erschließt ein Jahrhundert indischer Geschichte: Wir tauchen in einen vielschichtigen Generationenroman ein, erfahren die Beharrlichkeit des Kastensystems sowie die Prägung der britischen Kolonialzeit – und entdecken die Welt der Medizin und Forschung mit ungewöhnlicher Tiefe. Mit zwölf Jahren überquert Mariamma den großen Fluss – und lässt ihre verwitwete, gesellschaftlich ausgestoßene Mutter zurück. Sie heiratet den Herren von Parambil, dessen erste Frau im Fluss ertrank. Zwischen Wasser und Bäumen lebt Mariamma einsam und verloren. Die Trennung von ihrer Mutter schmerzt. Erst durch ihren Stiefsohn Jojo und einen Elefanten findet sie Wärme, Verbundenheit – und ein Gefühl von Familie und Zuhause. Dann ertrinkt Jojo. Mit seinem Tod kommt Mariamma einem Geheimnis auf die Spur: Seit Jahrzehnten sterben Angehörige der Familie im Wasser. „Das Wasser (...) ist schon lange fort und trotzdem da, Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft unerbittlich vereinigt (...). Dies ist der Wasserbund: dass alle unausweichlich verbunden sind durch ihr Tun und Nichttun.“ Eine Geschichte über das, was Familien verbindet – und das, was zwischen ihnen verschwiegen bleibt. Über Liebe, die trägt, Freundschaft, die heilt, und Menschlichkeit, die sich inmitten von Schmerz und generationsübergreifenden Geheimnissen bewahrt. Das Buch hat mich durch seine mehrdimensionale, ergreifende Erzählung, seine Wärme für das Individuum mit seinen zerbrechlichen Facetten sowie die starken Figuren tief berührt und begeistert. Gleichzeitig haben mich seine immer spürbare Spannung und die Tiefe der medizinischen Einblicke beeindruckt.

    2. Aug. 2025

  • afrikane
    afrikane

    54 Follower

    5,0

    Ein grandioses Buch, das ich nur weiterempfehlen kann. Bitte nicht von den fast 900 Seiten abschrecken lassen. Die Geschichte mehrerer Familien über drei Generationen hinweg liest sich leicht, birgt Poesie, Kunst, Geschichte, medizinische Wissenschaft, Spannung und Emotionen. So schön geschrieben! Ein Lesegenuß ❤️

    21. Okt. 2024

3 von 19 Rezensionen

SocialReads

Seitenbasierte Kommentare

Seite 172%
milynya
milynya10. Juni 2026

Beautiful descriptions of the scenery so far! Right alongside the tragically young bride... :')

Seite 659%

1 Kommentar verdeckt

Seite 25735%

1 Kommentar verdeckt

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Autorin / Autor

Über Abraham Verghese

Abraham Verghese wurde als Sohn indischer Eltern in Äthiopien geboren. Er wuchs in der Nähe von Addis Abeba auf und studierte Medizin. Nach seiner Übersiedlung in die USA arbeitete er als Arzt, unter anderem in einer Klinik für Aids-Patienten, zu einer Zeit, in den achtziger Jahren, als noch wenig für sie getan werden konnte. Über diese Erfahrung schrieb er sein erstes Buch, My Own Country. A Doctor's Story, das in den Vereinigten Staaten zum Bestseller wurde. Er hat mehrere Romane verfasst, darunter sein Weltbestseller Rückkehr nach Missing, der sich seit seinem Erscheinen in den USA 2009 dort mehr als 1,5 Millionen Mal verkauft hat und mehr als zwei Jahre auf der Bestsellerliste stand. Er erschien in über zwanzig Sprachen. An seinem neuen Roman Die Träumenden von Madras hat Verghese rund zehn Jahre gearbeitet. Verghese veröffentlicht regelmäßig Artikel, in denen er die Wichtigkeit und die wunderbare Erfahrung der persönliche Beziehung zwischen Arzt und Patient in einer Welt der hochgerüsteten Maschinenmedizin beschreibt. Seit 2007 ist Abraham Verghese Professor für Theorie und Praxis der Medizin an der Stanford University. Er lebt in Palo Alto, Kalifornien.

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