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"Die letzte Tochter von Versailles" hat im Grunde alles, was ich an einem historischen Roman mag: Er spielt im 18. Jahrhundert, es geht um Frankreich, Versailles und die frz. Revolution. Geschichtsthemen, die mich seit der Schule interessieren, und so war ich auch neugierig auf den Roman. Wenngleich er alle Voraussetzungen erfüllt, ist es für mich nur eine mittelmäßige Umsetzung, und hat ein paar Schwachstellen, die meine Lesefreude trübten. Zum einen bin ich aufgrund des Schreibstils und der zwei unterschiedlichen Zeitformen schwer reingenommen. Erst ab der zweiten Hälfte besserte sich das. Zum anderen blieben leider sowohl die zeitgenössischen Ereignisse als auch die Charaktere oberflächlich und blass. Nur am Rande wurden die historischen Begebenheiten eingeflochten, hier kam mir zugute, dass ich hier über bereits eigenes Wissen verfüge. Gleichzeitig fehlte es den Charakteren an Tiefe, sodass ich keine emotionale Verbindung zu ihnen auf bauen konnte. Zum Schluss störte mich, dass - auch wenn es auf wahren Begebenheiten beruht - sexueller Missbrauch von Minderjährigen romantisiert wird. Ja, mag sein, dass es damals so war. Aber das Buch wurde zu einer Zeit geschrieben, wo man es schon besser wusste - und man muss nicht alles historisch korrekt wiedergeben, um einen guten historischen Roman zu schreiben.
29. Juni 2026
"Die letzte Tochter von Versailles" hat im Grunde alles, was ich an einem historischen Roman mag: Er spielt im 18. Jahrhundert, es geht um Frankreich, Versailles und die frz. Revolution. Geschichtsthemen, die mich seit der Schule interessieren, und so war ich auch neugierig auf den Roman. Wenngleich er alle Voraussetzungen erfüllt, ist es für mich nur eine mittelmäßige Umsetzung, und hat ein paar Schwachstellen, die meine Lesefreude trübten. Zum einen bin ich aufgrund des Schreibstils und der zwei unterschiedlichen Zeitformen schwer reingenommen. Erst ab der zweiten Hälfte besserte sich das. Zum anderen blieben leider sowohl die zeitgenössischen Ereignisse als auch die Charaktere oberflächlich und blass. Nur am Rande wurden die historischen Begebenheiten eingeflochten, hier kam mir zugute, dass ich hier über bereits eigenes Wissen verfüge. Gleichzeitig fehlte es den Charakteren an Tiefe, sodass ich keine emotionale Verbindung zu ihnen auf bauen konnte. Zum Schluss störte mich, dass - auch wenn es auf wahren Begebenheiten beruht - sexueller Missbrauch von Minderjährigen romantisiert wird. Ja, mag sein, dass es damals so war. Aber das Buch wurde zu einer Zeit geschrieben, wo man es schon besser wusste - und man muss nicht alles historisch korrekt wiedergeben, um einen guten historischen Roman zu schreiben.
29. Juni 2026






