Blick ins Buch

Homo faber

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Über das Buch

Editionen (18)

ISBN9783458340447
VerlagInsel Verlag
Erscheinungsdatum15.12.94
Seitenzahl298

Rezensionen & Bewertungen

807 Bewertungen

76 Rezensionen

3,2

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  • ebob
    ebob

    300 Follower

    4,5

    „Ich hatte ein Leben, aber ich habe es nicht gelebt.“

    Als technisch affiner Mensch hat mich „Homo Faber“ sowohl damals als auch heute tief beeindruckt. Es war das Buch, das meine Begeisterung für die Literatur entfacht hat, wie ein Motor, der sich entzündet. Max Frisch gelingt es meisterhaft, die Kälte und Präzision moderner Technik mit den unvorhersehbaren Wendungen des Lebens zu verbinden. Besonders die Entscheidung, die Geschichte aus der Ich-Perspektive von Walter Faber zu erzählen, liess mich vollständig in seine Welt eintauchen. Faber ist ein rationaler Ingenieur, der an Technik und nicht an Zufall glaubt, bis ihn das Leben mit seiner Vergangenheit konfrontiert. Das Buch stellt dabei die Frage, ob man tatsächlich das Leben führt, das man eigentlich leben möchte oder nur existiert. Ein tiefgründiger Roman, der mich nachhaltig bewegt hat.

    „Ich hatte ein Leben, aber ich habe es nicht gelebt.“

    12. Mai 2025

  • _martin_kopp_
    _martin_kopp_

    283 Follower

    5,0

    Ein Meisterwerk, sprachlich, thematisch sowie emotional.

    Ein Reisebericht eines zynischen Prakmatikers. Ein Mensch der hauptsächlich Groll hegt und die Schönheit des Lebens nicht erkennen kann, wird unverhofft spontan auf eine Abenteuerreise geführt und beginnt langsam Emotionen und Liebe zu entdecken. Und zwar weil er seine bisher unbekannte Tochter kennenlernt, mit der er aus Unwissenheit eine Liebesbeziehung eingeht. Walter Faber ist ein Mensch, der sein Leben der Arbeit widmet und dem eigenen privaten Leben ständig davon läuft. Von Schuld nahezu zerfressen flieht er nach dem tragischen Tod seiner jüngst erst entdeckten Tochter kreuz und quer durchs Land. Irgendwas will Faber, von Schuld getrieben, wieder gutmachen, schafft es aber nicht, sich selbst Glück zuzugestehen. Max Frisch’ Sprache ist direkt, schnell und spannend. Pfeilschnell, legt er uns die Gedanken aus dem Kopf des Protogonisten dar, so wie sie kommen und gehen. Das macht es spannend und ist nahezu einzigartig. Man kann dieses Buch aufgrund des schnellen Handlungsverlaufs kaum aus der Hand legen. Der Autor schreibt in bestimmten Situation wahnsinnig visuell und gegenwärtig. Er beschreibt und umschreibt kleine Details, ohne ihnen mehr als 3 Worte zu schenken. Und das in teils unendlich langen Sätzen. Beim letzten Drittel des Buches übertrifft sich Frisch in meinen Augen und schreibt immer emotionaler und lässt die Geschichte sich wunderbar zuspitzen. Es liest sich wie ein Wasserfall. Einfach nur ein richtig gutes Buch!

    Ein Meisterwerk, sprachlich, thematisch sowie emotional.

    21. Juni 2025

  • mai.lieee
    mai.lieee

    333 Follower

    2,5

    Verwirrend, distanziert, traurig.

    Ich muss ehrlich sagen, dass mich dieses Buch ziemlich ratlos zurücklässt. Ich habe nicht alles verstanden, und irgendwie hat mich die Geschichte eher verwirrt als wirklich mitgenommen. Vor allem die vielen Ortswechsel waren irgendwann einfach zu viel – ich wusste manchmal gar nicht mehr, wo ich gerade bin oder wie das alles zusammenhängt. Die Geschichte selbst ist total traurig, das auf jeden Fall. Aber trotzdem hatte ich nie das Gefühl, den Hauptfiguren wirklich nahe zu kommen. Walter Faber bleibt irgendwie distanziert, und das macht es schwer, mit ihm mitzufühlen oder seine Entscheidungen wirklich nachzuvollziehen. Ich verstehe, warum Homo Faber als Klassiker gilt, aber für mich war es keine einfache oder besonders fesselnde Lektüre. Gerade als Schullektüre finde ich es eher ungeeignet – es gibt sicher Bücher, die zugänglicher und weniger verwirrend sind.

    28. März 2025

3 von 76 Rezensionen

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