Blick ins Buch

Romane

Deutschstunde

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Über das Buch

Siggi Jepsen, Insasse einer Anstalt für schwererziehbare Jugendliche, soll einen Aufsatz über das Thema "Die Freuden der Pflicht" schreiben. Nicht daß ihm nichts dazu einfiele - das Thema ist ihm vertraut wie keinem sonst: Sein Vater, der "nördlichste Polizeiposten Deutschlands", war den Pflichten seines Amtes so rückhaltlos ergeben, daß er nicht zögerte, seinem Jugendfreund, dem international bekannten Maler Nansen, das von den Nazis über ihn verhängte Malverbot eigenhändig zu überbringen und seine Einhaltung persönlich zu überwachen. Siggi, zu dieser Zeit noch ein Kind, wird Zeuge eines stillen, aber erbitterten Kampfes. Sein Vater ist nun einmal sein Vater, aber seine Zuneigung gehört dem Maler und seinen farbglühenden Bildern. In der Erinnerung wird sein Deutschaufsatz zum Lebensbericht, zum Versuch, sich selbst zu begreifen. "Ein Meisterwerk, dessen Ernst voller Trauer ist - wie es nur bei einem Beobachter sein mag, der Humor hat." (Die Zeit) Diese E-Book-Ausgabe von "Deutschstunde" wird durch zusätzliches Material zu Leben und Werk Siegfried Lenz' ergänzt.

Editionen (19)

ISBN9783455810813
VerlagHoffmann und Campe
Erscheinungsdatum04.10.12
Seitenzahl592

Rezensionen & Bewertungen

92 Bewertungen

17 Rezensionen

3,8

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  • goedi
    goedi

    83 Follower

    3,5

    Ein Buch zum gemeinsamen Lesen

    Dieser Roman hat mich echt gefordert. Teilweise liest sich das Buch flüssig, wird sogar etwas spannend. Größtenteils ist es allerdings sehr dicht und zäh geschrieben. Trotzdem ist es durchweg interessant und unmittelbar. Ich bin der Meinung, man sollte es mit anderen zusammen lesen und sich ständig darüber austauschen. Dadurch bekommt der Inhalt noch mehr Gewicht. Rückblickend bin ich froh, mich an dieses Werk getraut zu haben.

    16. März 2025

  • leopoldy215
    leopoldy215

    18 Follower

    5,0

    Ich bin begeistert. Irgendwie ist mir der Ich-Erzähler sehr ans Herz gewachsen und das Buch ist wirklich vielschichtig und tiefgründig. Mir hat der Schreibstil sehr gefallen und das Setting: Nordsee, kleine Insel, kleiner eigener Kosmos 👌🏻 Für mich ein Meisterwerk!

    7. Apr. 2026

  • me.vs.lupus
    me.vs.lupus

    154 Follower

    3,5

    Interessant, aber laaaaaaaang...

    Die Geschichte an sich ist durchaus interessant und auch wenn ich zweimal kurz davor war es abzubrechen, konnte ich mich dann doch nicht überwinden das Buch einfach zur Seite zu legen. Es gibt sehr viele Beschreibungen von Räumen die man hätte (meiner Meinung) nach weglassen können. Im Allgemeinen wird sehr viel drum herum geredet. Aber irgendwie möchte man dann doch wissen wie die Geschichte sich entwickelt und ausgeht, man muss halt wirklich die "wichtigen" Informationen aus dem Ganzen Rausfiltern. Wie oben schon geschrieben ein interessantes Buch, aber sehr langatmig. Werde mir wahrscheinlich noch den Film dazu anschauen.

    21. März 2025

3 von 17 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Siegfried Lenz

Siegfried Lenz, 1926 im ostpreußischen Lyck geboren, gestorben 2014 in Hamburg, zählt zu den bedeutendsten Schriftstellern der deutschsprachigen Nachkriegs- und Gegenwartsliteratur. Seit seinem Debütroman Es waren Habichte in der Luft von 1951 veröffentlichte er alle seine Romane, Erzählungen, Essays und Bühnenwerke im Hoffmann und Campe Verlag. Mit den masurischen Geschichten So zärtlich war Suleyken hatte er 1955 seinen ersten großen Erfolg, Sein Werk ist geprägt von der Auseinandersetzung mit gesellschaftskritischen Problemen (z. B. Der Mann im Strom, 1957, oder Brot und Spiele, 1959) und mit dem Nationalsozialismus bzw. seiner Aufarbeitung. Zu Lenz’ größtem Erfolg wurde der 1968 erschienene Roman Deutschstunde. Bis heute ist die Geschichte eines Polizisten, der im Nationalsozialismus das Malverbot seines Freundes überwacht, eine bestechende Entlarvung eines pervertierten Pflichtgefühls. Das Buch wurde verfilmt, avancierte zur Pflichtlektüre an Schulen und war international ein großer Erfolg. Der Deutschstunde folgten viele weitere große Romane (Das Vorbild, 1973, Heimatmuseum, 1978, Der Verlust, 1981, Exerzierplatz, 1985, Die Auflehnung, 1994, Landesbühne, 2009), welche Siegfried Lenz neben Schriftstellern wie Heinrich Böll, Günter Grass oder Martin Walser zu einem der wichtigsten deutschen Gegenwartsautoren machte. Sein zweiter Roman Der Überläufer erschien postum im Jahr 2016 und wurde ein großer Erfolg. Für seine Bücher wurde er mit zahlreichen bedeutenden Preisen ausgezeichnet, u.a. mit dem Goethepreis der Stadt Frankfurt am Main, dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels, dem Gerhart-Hauptmann-Preis, dem Thomas-Mann-Preis und dem Lew-Kopelew-Preis für Frieden und Menschenrechte 2009.

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