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Romane

Young Mungo

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Über das Buch

Der Bookerpreisträger Douglas Stuart erzählt von der Liebe zweier Jungen in einer von Gewalt geprägten homophoben Welt. „Ein Meilenstein des Sozialrealismus im jungen 21. Jahrhundert.“ (Christian Baron, Der Freitag) Für die hypermaskuline Welt der Arbeiterviertel im Glasgow der 90er Jahre ist Mungo zu hübsch und zu sanft. Sein Bruder Hamish, gefürchteter Bandenführer, will ihn zum Mann machen und schleift ihn zu den brutalen Kämpfen zwischen Protestanten und Katholiken – nur wer hart genug ist, kann hier überleben. Dann trifft Mungo auf James und mit ihm kann er sein, wie er ist. Mit ihm lernt er ein Begehren kennen, das geächtet ist, das ihn mit Scham erfüllt, aber auch mit Glück, das er selbst vor seiner Schwester Jodie verleugnen muss, mit der er sonst alles teilt. Denn die Liebe, die zwischen den Jungen wächst, ist lebensgefährlich – und zugleich ihre Rettung. Ein großartiger Roman über Liebe in einer von Gewalt geprägten homophoben Welt und die Verheißung von Aufbruch und Befreiung.

Editionen (3)

ISBN9783446275829
VerlagHanser Berlin in Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG
Erscheinungsdatum20.02.23
Seitenzahl416

Merkmale

6 Bewertungen

VerstörendAnschaulichNachdenklichTraurigSympathischGlaubwürdig

Rezensionen & Bewertungen

523 Bewertungen

115 Rezensionen

4,2

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  • buchmelodie
    buchmelodie

    702 Follower

    5,0

    🌟🌟🌟🌟🌟 Ein junger Mann mit zarter Stärke kämpft sich durch die Schatten Glasgows! Sehr lesenswert!

    „Mungos Fähigkeit zu lieben frustrierte sie. Seine Liebe war keine Selbstlosigkeit; er konnte einfach nicht anders. Mo-Maw brauchte so wenig, und er produzierte so viel, dass es reine Verschwendung war. Seine Liebe hatte keiner gesät, und sie blühte an einer Rebe, die keiner hegte. Sie hätte vor Jahren verkümmern müssen, wie bei Jodie, wie bei Hamish. Und doch hatte Mungo all diese Liebe zu geben, die bei ihm herumlag wie überreifes Obst, das keiner einsammelte.“ ~ Zitat Seite 300 ~ Oh Mungo, wie gerne würde ich Dich in den Arm nehmen und Dir leise ins Ohr flüstern, dass alles gut wird! Ich wusste, dieses Buch wird hart, denn wie schon der kleine Shuggie in Stuarts preisgekröntem Debut Roman „Shuggie Bain“ eine schreckliche Kindheit erfahren musste, erlebt „Young Mungo“ eine Jugend, die man keinem jungen Menschen wünschen möchte. Es ist eine Jugend im Arbeitermilieu Glasgows Anfang der 90er Jahre, die einfach nur rau, perspektivlos und von Gewalt durchzogen ist. In dieser Welt gilt Härte als Überlebensstrategie und mittendrin befindet sich der sensible und eher stille Mungo Hamilton. Zwischen einer alkoholkranken Mutter, einem gewalttätigen Bruder und den starren konfessionellen Fronten zwischen Protestanten und Katholiken sucht Mungo nach einem Ort, an dem er einfach er selbst sein darf. Und ja, dieses Buch scheint auf den ersten Blick sehr düster und aussichtslos. Trotzdem lohnt es sich so sehr, dieses Buch zu lesen! Denn entgegen allem Elend ist es auch eine Geschichte voller Zärtlichkeit, Sehnsucht und leiser Hoffnung. Und man spürt diese kleinen wunderbaren Momente so oft im Buch! Stuarts Sprache ist außerdem mal wieder brillant. Sie ist schonungslos, wenn es um Armut, Vernachlässigung und Brutalität geht, und gleichzeitig voller Empathie für alle Protagonisten. Ich hatte irgendwie das Gefühl, über dem gesamten Roman liegt eine große sich ausbreitende Wärme, die einen durch das Buch begleitet. „Young Mungo“ ist für mich definitiv mehr als eine tragische Coming-of-Age-Geschichte. Es ist ein Roman über Identität, über die Kraft erster Liebe und über den Mut, in einer feindlichen Umgebung zu sich selbst zu stehen. Absolute Leseempfehlung! 💙🏴󠁧󠁢󠁳󠁣󠁴󠁿🌟🌟🌟🌟🌟🏴󠁧󠁢󠁳󠁣󠁴󠁿💙

    28. Feb. 2026

  • tinbin
    tinbin

    230 Follower

    DNF bei 30 % - mein Herz schmerzt zu sehr

    Das Buch musste ich zum Selbstschutz abbrechen - das fühlt sich alles zu real an. Ich war permanent am Limit: die Familie,der Missbrauch, Kinder, die Kinder bekommen, Alkoholismus, Gewalt. Zu viel für mich

    4. Juni 2026

  • herrkarlinger
    herrkarlinger

    52 Follower

    5,0

    Eine Reise in meine eigene Kindheit in Worte gefasst die ich nie gefunden hätte

    Young Mungo hat mich tief berührt. Stewart erzählt eine dramatische und oft sehr heftige Geschichte, doch seine Sprache bleibt dabei erstaunlich feinfühlig und voller Menschlichkeit. Viele der beschriebenen Kindheitssituationen fühlten sich für mich erschreckend vertraut an, was das Lesen zu einem sehr persönlichen Erlebnis gemacht hat. Besonders beeindruckt hat mich, wie Stewart mit seinen Figuren umgeht: Er urteilt nicht, er beobachtet. Er lässt Raum für Widersprüche, Verletzlichkeit und stille Momente, die sich lange einprägen. Genau dadurch entfaltet die Geschichte ihre enorme Kraft. Dass Young Mungo nun verfilmt wird, kann man absolut nachvollziehen. Die emotionale Tiefe, die dichte Atmosphäre und die starke Bildhaftigkeit des Romans schreien förmlich danach, auf die Leinwand gebracht zu werden. Ein intensives, mutiges und großartig geschriebenes Buch. Für mich ganz klar fünf Sterne.

    28. Jan. 2026

3 von 115 Rezensionen

SocialReads

Seitenbasierte Kommentare

Seite 9623%
dr.oc.ms
dr.oc.ms31. März 2026

Ich glaube das wird das erste ⭐️⭐️⭐️ ⭐️⭐️⭐️ - Buch seit langer, langer Zeit.

Seite 18645%

1 Kommentar verdeckt

Seite 24659%

1 Kommentar verdeckt

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Autorin / Autor

Über Douglas Stuart

Douglas Stuart, geboren und aufgewachsen in Glasgow, studierte am Royal College of Art in London. Nach seinem Abschluss zog er nach New York, wo er als Modedesigner arbeitete. Für seinen ersten Roman "Shuggie Bain", der in 40 Ländern erschien und zum Weltbestseller wurde, erhielt er den Booker Prize 2020. Zuletzt erschien von ihm "Young Mungo" (2023).

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