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Romane

Harlem Shuffle

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Über das Buch

Harlem, 60er Jahre: die Geschichte eines einfachen Mannes, der so ehrlich wie möglich versucht aufzusteigen. Der neue Roman des zweifachen Pulitzerpreisträgers und Bestsellerautors Colson Whitehead Eigentlich würde Ray Carney am liebsten ohne Betrügereien auskommen, doch die Einkünfte aus seinem Laden reichen nicht aus für den Standard, den die Schwiegereltern erwarten. Cousin Freddy bringt gelegentlich eine Goldkette vorbei, die Ray bei einem Juwelier versetzt. Doch was tun mit dem Raubgut aus dem Coup im legendären „Hotel Theresa“ im Herzen Harlems, nachdem Freddy sich verdünnisiert hat? Als Polizei und Gangster Ray in seinem Laden aufsuchen, steht sein waghalsiges Doppelleben auf der Kippe. Der mitreißende Roman des zweifachen Pulitzer-Preisträgers Colson Whitehead ist Familiensaga, Soziographie und Ganovenstück, vor allem aber eine Liebeserklärung an New Yorks berühmtestes Viertel.

Editionen (5)

ISBN9783446271630
VerlagHanser, Carl
Erscheinungsdatum23.08.21
Seitenzahl384

Rezensionen & Bewertungen

94 Bewertungen

17 Rezensionen

3,6

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  • beajayy
    beajayy

    433 Follower

    3,0

    Ein durchwachsener Tanz durch Harlem – Colson Whitehead entführt mich in die 1960er Jahre, doch diesmal will der Funke nicht überspringen. Atmosphärisch stark, emotional aber distanziert.

    Als ich die Seiten von „Harlem Shuffle” umblätterte, fühlte es sich an wie ein Spaziergang durch ein faszinierendes Viertel, die Kulisse beeindruckend, die Atmosphäre dicht, doch irgendwie blieb ich draußen vor den Schaufenstern stehen, statt wirklich einzutreten. Ich bin ein Fan von Colson Whitehead. Seine Bücher haben mich bisher immer mitgerissen, mich in ihre Welten gezogen und nicht mehr losgelassen. Diesmal war es anders. Ich folgte Ray Carney durch das Harlem der 1960er Jahre, beobachtete sein Doppelleben zwischen anständigem Möbelhändler und Hehler, doch eine echte Verbindung entstand nicht. Die Figuren blieben mir seltsam fern, manchmal sogar gleichgültig. Das Lesevergnügen, das ich sonst bei Whitehead empfinde, wollte sich nicht einstellen. Was funktioniert hat, die Atmosphäre. Whitehead zeichnet ein lebendiges, authentisches Bild von Harlem. Die Straßen, die Geräusche, die Spannungen, alles sitzt. Auch die Auseinandersetzung mit Rassismus und gesellschaftlichen Unruhen dieser Zeit wird präzise und eindrücklich thematisiert. Man spürt das Viertel, man riecht die Epoche. Was mich störte war die Schreibweise. Whitehead springt mittendrin in der Zeit, ohne dass es sich organisch anfühlte. Diese Zeitsprünge rissen mich immer wieder aus dem Lesefluss, machten das Vorankommen anstrengend statt spannend. Ich vermisste den Sog, den seine anderen Romane auf mich ausübten, dieses Gefühl, nicht mehr aufhören zu können. Am Ende fühlte sich „Harlem Shuffle” für mich an wie ein kunstvolles Gemälde, das ich bewundern, aber nicht betreten konnte. Technisch stark, atmosphärisch dicht, emotional aber distanziert.

    25. Okt. 2025

  • 2,5

    Das war so gar nicht mein Fall.

    Ich habe nur durchgezogen, weil mir "Die Nickel Boys" so gut gefiel. Auf den Lesesog habe ich leider vergebens gewartet.

    12. Feb. 2026

  • mondy
    mondy

    23 Follower

    4,0

    Ein Buch wie ein alter Ganovenfilm ... gaaanz viel Atmosphäre, coole Charaktere und rauchende Kanonen. Meist passiert lange nicht viel, bis es dann zum großen Knall kommt. Mir hat's getaugt.

    27. Feb. 2026

3 von 17 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Colson Whitehead

Colson Whitehead, 1969 in New York geboren, ist einer der wichtigsten Autoren der neuen amerikanischen Literatur. Bei Hanser erschienen zuletzt die Romane »Underground Railroad« (2017), »Die Nickel Boys« (2019), »Harlem Shuffle« (2021), »Die Regeln des Spiels« (2023) und »Die Intuitionistin« (2024). Für »Underground Railroad« wurde er mit dem National Book Award 2016 und 2017 mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet. Für »Die Nickel Boys« erhielt er 2020 erneut den Pulitzer-Preis. Der Autor lebt in Manhattan.

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